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Positiver Sprengstofftest am Flughafen: Creme wurde ihr zum Verhängnis

Positiver Sprengstofftest am Flughafen: Creme wurde Marina fast zum Verhängnis

Gesichtscremes können wegen einem Inhaltsstoff auch zu einem positiven Sprengstofftest führen. Aus diesem Grund hat eine Aargauerin fast ihren Flug verpasst.
19.06.2024, 15:36
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Sicherheitskontrollen gehören zum Alltag an jedem Flughafen. Alles wird gescannt und geprüft. So auch Marina Fischer vor ihrem Flug nach Miami. Die 28-Jährige aus dem Aargau wurde für einen zusätzlichen Sicherheitstest aufgeboten. Am Gate wurde sie zum zweiten Mal vor dem Abflug kontrolliert – auch auf Sprengstoff. Und diese Kontrolle zeigte gleich dreimal ein positives Ergebnis.

Ein Schockmoment für die Aargauerin. In ihrem TikTok-Video, das mittlerweile fast 80'000 Aufrufe hat, erzählt Fischer, dass sie nicht mehr damit gerechnet hatte, noch an diesem Tag nach Miami zu fliegen. Denn zum Zeitpunkt des Sprengstofftests sassen alle Passagiere bereits im Flieger.

@marinafischer.ch

upsi. 🧨 ich versprich euch, ich chönd euch no ziemli viel meh söttig gschichte verzelle. 😅 btw: sss steht für "secondary security screening"

♬ original sound - marinafischer.ch

Fischer musste nun der zuständigen Flughafenmitarbeiterin erklären, was sie vor ihrer Ankunft am Zürcher Flughafen alles gemacht hatte. Fischer habe nichts besonderes gemacht, erläutert sie in ihrem TikTok-Video. Als sie erzählt, dass sie sich eingecremt habe, unterbrach sie die Flughafenmitarbeiterin. Sie sagte zu Fischer, dass sie so schnell wie möglich ihre Hände waschen solle. Der vierte und letzte Test fiel deswegen positiv aus.

Glycerin in Cremen und auch in Sprengstoffen enthalten

Doch was war der Grund für die drei positiven Sprengstofftests? In Fischers Tagescreme, von der sie noch Partikel an ihren Fingern hatte, steckt der Stoff Glycerin. Dieser kann auch in Sprengstoffen vorkommen. Deswegen fallen solche Cremes bei Sprengstofftests auf, wie eine Sprecherin des Flughafens Zürich gegenüber «20 Minuten» bestätigt.

Fischer hat jedenfalls den Flug nach Miami nicht verpasst. Sie dankt in ihrem Video der Flughafenmitarbeiterin: «Sie hat sehr höflich und ruhig reagiert und mir das Gefühl gegeben, dass wir die Lösung für das Problem finden.»

Die Moral der Geschichte: Hände waschen, egal ob nach dem Toilettengang oder nach dem Eincremen. (fan, ch media)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Okay, Boomer
19.06.2024 15:43registriert Juli 2022
„Der vierte und letzte Test fiel deswegen positiv aus.“
Eben nicht positiv, sondern negativ, sonst wäre sie nicht geflogen.
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FACTS
19.06.2024 16:06registriert April 2020
Was mir nicht einleuchtet: Weshalb sollte der finale negat. Test nach dem Händewaschen massgeblich sein? Es geht doch bei diesen Tests darum, wer möglicherweise zuvor mit Sprengstoff hantiert hat und auch ein echter Terrorist könnte diese Spuren mit gründlichem Händewaschen verwischen.

Massgeblich kann eigentlich nur die Kontrolle der mitgeführten und aufgegebenen Gepäckstücke und eine Entkräftung des Verdachts bei der Befragung sein.
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Maurmer
19.06.2024 16:34registriert Juni 2021
ich hatte mal eine Fototasche, die bei jedem einzelnen Flug angeschlagen hat. Jedes Mal wurde mit einem Tüchlein gewischt und dann kamm ein netter Mitarbeiter nach Test mit dem Massenspektrometer mit einem Lächeln zurück und ich durfte auf meinen Flug.

Irgendwann wurde es mir zu blöd und ich habe mir eine neue Tasche gekauft.
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