Laser blendet Rettungshelikopter – Crewmitglieder erleiden Augenverletzung
Am Samstagabend musste wegen eines medizinischen Notfalls ein Helikopter der Alpine Air Ambulance (AAA) ausrücken. Dieser setzte in Reinach AG zur Landung an, als sich ein Zwischenfall ereignete: Wie das Unternehmen schreibt, wurden die vier Crewmitglieder während des Anflugs von einem grünen Laserstrahl geblendet. Drei erlitten leichte Augenverletzungen und mussten sich danach ärztlich behandeln lassen.
Die AAA kritisiert die Aktion nun scharf. «Die Laserattacke auf den AAA-Heli war hochgefährlich», schreibt das Unternehmen. Zumal sich diese ausgerechnet während der Landephase ereignet habe, «einem der kritischsten Abschnitte während eines Fluges». Die Situation am Samstag sei aber relativ glimpflich ausgegangen: So hätte die Maschine trotz des Lasers landen können.
Wer oder was hinter der Aktion steckt, ist bislang unklar. Die Kantonspolizei Aargau hat eine Fahndung eingeleitet, welche bislang aber ohne Erfolg blieb. Die Ermittlungen dauern deshalb weiter an. Die AAA haben derweil angekündigt, solche Vorfälle konsequent zur Anzeige bringen zu wollen. «Eine solche Tat stellt immer einen gefährlichen Eingriff in die Luftfahrt dar und kann deshalb massive Strafen nach sich ziehen», heisst es in der Mitteilung.
Bei der Alpine Air Ambulance handelt es sich um einen Rettungsdienst, der rund um die Uhr im Einsatz steht. Zum Unternehmen gehören sechs Helikopter, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie zwölf Bodenambulanzen. (dab)
