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Ein Abstimmungsplakat thematisiert die Gold-Initiative, aufgenommen am Dienstag, 28. Oktober 2014, in Aathal. Abgestimmt wird am 30. November 2014. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Gold-Initiative wird zwar gemäss Umfrage ebenfalls bachab geschickt. Dennoch ...  Bild: KEYSTONE

Abstimmungen vom 30. November

Nein, Nein, Nein: Gold-, Ecopop- und Pauschalsteuer-Initiative werden laut SRG-Umfrage bachab geschickt

Abschaffung der Pauschalbesteuerung, Ecopop und Gold-Initiative: Keine der drei Volksinitiativen dürfte am 30. November an der Urne angenommen werden. Dies ist das Resultat der zweiten Trendumfrage der SRG. 



Es ist nicht einmal die umstrittene Ecopop-Initiative, sondern die Abschaffung der Pauschalbesteuerung, die im Moment am meisten Zustimmung erhält: Immerhin 42 Prozent wären für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung gewesen, wenn am 11. November über diese Vorlage abgestimmt worden wäre. Dennoch wäre auch diese Initiative an der Urne von Schweizer Volk bachabgeschickt worden. 

Zweite Trendumfrage

Die zweite Welle der SRG/SSR-Trendbefragung zu den Volksabstimmungen vom 30. November 2014 vom Forschungsinstiut gfs.bern wurde zwischen dem 7. und dem 15. November 2014 mit 1412 repräsentativ ausgewählten Stimmberechtigten durchgeführt.

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Die Ecopop-Initiative bekommt gemäss Trendumfrage 39 Prozent, die Gold-Vorlage 38 Prozent Zustimmung. Das sind die Hauptergebnisse der zweiten Befragung zur Volksabstimmung vom 30. November 2014, realisiert vom Forschungsinstitut gfs.bern für die SRG-Medien.

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Vorabbericht ohne Gold-Resultate

Vor dem Resultat der Gold-Initiative hatten die Verantwortlichen für die SRG-Trendumfrage offenbar Respekt: Im Vorabbericht, der mit einer Sperrfirst versehen ist, war das Resultat der Gold-Initiative nicht publiziert worden – wohl aus Angst vor Spekulationen am Goldmarkt.

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Gegenüber der letzten Befragung vom 24. Oktober haben die Pauschalbesteuerung und die Gold-Initiative je 6 Prozent an Zustimmung eingebüsst. Bei der Pauschalbesteuerung verläuft der Trend daher gemäss dem Normalfall, wie es im Bericht heisst. Das bedeutet: Es setzt in den letzten Wochen vor der Abstimmung ein Meinungswandel Richtung Ablehnung ein. 

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Ecopop-Ja-Lager kann noch zulegen

Anders bei der Ecopop-Initiative: Hier gleicht die Meinungsbildung dem Ausnahmefall, die Zustimmungsbereitschaft in der Bevölkerung steigt mit der Zeit an. Hauptgrund dafür: Die Mobilisierung verläuft zugunsten der Initiative. 

So ist es den Ecopop-Initianten namentlich gelungen, die misstrauischen Bürgerinnen und Bürger für die Abstimmung zu mobilisieren. Sie, wie auch die parteiungebundenen Stimmberechtigten sind gegenüber der ersten Umfrage unter den Teilnahmewilligen stärker vertreten. Immerhin, auch die Romandie ist besser mobilisiert als vor Monatsfrist, ebenso die grossen Agglomerationen und mit ihnen die SP und die Grünen. 

SVP-Parteibasis überzeugt

Die höchsten Zustimmungsraten hat die Initiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» in folgenden Lagern:

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Ausser der Wählerschaft der SVP ist aber keine andere Parteibasis von der Idee der Vorlage überzeugt worden. Das gelte weder für die rotgrüne Basis noch für das Zentrum, schreibt das gfs.

Bildungsstand und Stadt-Land-Konflikt

Die unteren Bildungs- und Einkommensschichten sind in ihrer Mehrheit für die Vorlage, mittlere und höhere dagegen nicht. Hier liege ein Unterschied zur Masseneinwanderungs-Initiative, denn gerade die Mittelschichten votierten mehrheitlich für diese Vorlage.

Schliesslich spaltet die Ecopop-Vorlage die Schweiz wieder einmal in Stadt und Land: So, wie man es bei Europafragen recht gut kennt, sind Gegenden auf dem Land und die italienischsprachige Schweiz skeptischer, derweil die Romandie und die grossen Agglomerationen klarer dagegen sind.

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