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Gesellschaft & Politik

Überdurchschnittlich viele Menschen wollen am Sonntag mitentscheiden

Ein Stimmzettel fotografiert am Sonntag, 20. September 2020 in Bern. Am 27. September wird das Schweizer Volk ueber folgende Punkte abstimmen: Volksinitiative "Fuer eine massvolle Zuwanderung&quo ...
Unter anderem in der Stadt Lausanne zeichnet sich eine höhere Stimmbeteiligung ab als bei früheren Abstimmungen.Bild: keystone

Überdurchschnittlich viele Menschen wollen am Sonntag mitentscheiden

Bei den Eidgenössischen Abstimmungen vom kommenden Wochenende zeichnet sich eine hohe Stimmbeteiligung ab – Bern rechnet mit bis zu 60 Prozent.
24.09.2020, 16:5424.09.2020, 16:55

Die Städte Zürich, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen sowie Lausanne verzeichneten wenige Tage vor dem Abstimmungstermin vom Sonntag eine klar höhere Stimmbeteiligung als bei früheren vergleichbaren Abstimmungen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigt.

Die Stadt St. Gallen beispielsweise verzeichnete bis Mittwoch eine briefliche Stimmbeteiligung von 40 Prozent. Das sei überdurchschnittlich hoch, teilte Stephan Wenger vom St. Galler Stimmbüro mit. Zum Vergleich: Bei den Abstimmungen vom September 2016, ebenfalls mit eidgenössischen Vorlagen und städtischen Wahlen, habe die Stimmbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt nur rund 29 Prozent betragen.

Bern rechnet mit bis zu 60 Prozent

Auch in Basel lag die Stimmbeteiligung bei den letzten Abstimmungen tiefer als zum vergleichbaren Zeitpunkt der bevorstehenden Abstimmung. Im November 2019 betrug die Beteiligung 27 Prozent, im Februar diesen Jahres 33 Prozent, nun liegt sie bei rund 40 Prozent, wie die Stadtbehörden auf Anfrage bekannt gaben.

Auch die Städte Zürich, Bern und Luzern vermelden «deutlich mehr» Rücklauf als bei den letzten Urnengängen. Luzern rechnet bis Sonntag mit einer Stimmbeteiligung von insgesamt 56 Prozent, Bern gar mit bis zu 60 Prozent.

Auch in der Stadt Lausanne wurde sich eine ähnliche Entwicklung festgestellt. Bei der Stadtbevölkerung lag die Stimmbeteiligung Mitte Woche bei rund 36 Prozent, wie Catherine Philipona, Verantwortliche für das Stimmregister, auf Anfrage sagte. Im Vergleich zur Abstimmung vom 19. Mai 2019 sei die Tendenz der Stimmbeteiligung klar steigend.

Abstimmungsthemen interessieren

«Die Abstimmung umfasst fünf Vorlagen, alles Themen, welche die Leute interessieren», sagt Philipona zu den möglichen Gründen. Auch Thomas Zumbühl, Leiter Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern, begründet die hohe Stimmbeteiligung mit den Themen der Abstimmung. Diese interessierten viele Bürgerinnen und Bürger, teilte er auf Anfrage mit.

Ein Grossteil der städtischen Bevölkerung stimmt in der Regel brieflich ab. In St. Gallen liegt der Anteil der brieflichen Stimmabgabe erfahrungsgemäss etwa zwischen 98 und 99 Prozent, in Luzern gar über 99 Prozent. Viele Städte haben zudem den Stimmberechtigten empfohlen, wegen der Corona-Pandemie brieflich abzustimmen. (sda)

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