Schweiz
Armee

Unterschriften gegen Kauf des F-35 eingereicht

Unterschriften gegen Kauf des F-35 eingereicht

16.08.2022, 11:0416.08.2022, 11:07
Die Schachteln mit den Unterschriften fotografiert waehrend der Einreichung der Volksinitiative Stop-F-35, am Dienstag, 16. August 2022 in Bern. Die Allianz gegen den F-35 hat ueber 100'000 guelt ...
Die Unterschriften vor dem Bundeshaus in Bern.Bild: keystone

Die Volksinitiative gegen den Kampfjet F-35 hat laut den Gegnerinnen und Gegnern des Rüstungsgeschäfts die nötige Unterschriftenzahl erreicht. Die Allianz reichte am Dienstag nach eigenen Angaben mehr als 120'000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein.

Davon seien 103'000 Unterschriften gültig beglaubigt, teilte die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA) in einem Communiqué mit. Sie steht zusammen mit SP und Grünen hinter dem Volksbegehren.

Befürwortest du die Beschaffung des F-35-Kampfjets?
An dieser Umfrage haben insgesamt 18334 Personen teilgenommen

Die Initiative «gegen den F-35 (Stop F-35)» will in der Bundesverfassung verankern, dass der Bund keine Kampfflugzeuge des Typs F-35 Lightning II des Herstellers Lockheed Martin Corporation beschafft. Das Armeebudget müsste entsprechend angepasst werden. Die Übergangsbestimmung zur Organisation, Ausbildung und Ausrüstung der Armee würde am 1. Januar 2040 ausser Kraft treten. Das F-35-Verbot würde damit bis 2040 gelten.

Die Einreichung der Unterschriften erfolgte ein gutes halbes Jahr vor dem Ende der Sammelfrist. Welche Rolle die Initiative für die schon laufende Kampfjet-Beschaffung spielt, ist unklar. Der Ständerat und die zuständige Nationalratskommission drängen auf einen raschen Kauf und wollen die Verträge unterzeichnen, sobald die nötigen Ratsbeschlüsse vorliegen.

Auch der Bundesrat will bis März 2023 unterschreiben. Das Initiativkomitee fordert dagegen, dass über die Initiative abgestimmt wird, bevor im März 2023 die Frist für die Vertragsunterzeichnung endet.

Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte die Beschaffung zusätzlich an Brisanz gewonnen. Verteidigungsministerin Viola Amherd hatte Anfang März an die Initianten appelliert, das Volksbegehren zurückzuziehen. Diese hatten den Aufruf als demokratiepolitisch stossend kritisiert. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die Gotthard-Bilanz: Nur an einem einzigen Tag gab es keinen Stau
Wer in Richtung Süden fährt, kennt das Ritual vor dem Gotthard: warten, kriechen, hoffen. Wie oft es diesen Sommer zu Staus kam, zeigen diese neuen Zahlen.
Die Herbstferien stehen vor der Tür. Für die eine oder den anderen geht es in den Süden – oft durch den Gotthard. Der Stau vor der Röhre lässt sich dabei praktisch nicht vermeiden.
Zur Story