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Schweizer Armee: Pfister will Zahl der Offiziere massiv reduzieren

Quality Repeat: Bundesrat Martin Pfister, links, und Korpskommandant Benedikt Roos, Chef der Armee (CdA), kommen zu einer Medienkonferenz zur Armeebotschaft 2026, am Freitag, 20. Maerz 2025 in Bern. D ...
Verteidigungsminister Martin Pfister mit dem CdA (Chef der Armee) Benedikt Roos.Bild: keystone

Pfister will Zahl der höheren Stabsoffiziere massiv reduzieren – Armee will nicht

Bundesrat Martin Pfister sieht grosse Ineffizienzen in der Schweizer Armee. Er will die Anzahl Stabsoffiziere um bis zu 50 Prozent senken. Die Militärführung ist nicht einverstanden.
24.05.2026, 09:0824.05.2026, 10:47

Verteidigungsminister Martin Pfister will die Führungsstruktur in der Armee effizienter gestalten. Deshalb sollen etliche Stellen auf höchster Ebene gestrichen werden, wie der Sonntagsblick berichtet. Das VBS bestätigte gegenüber der Zeitung, dass die Armee «aufgrund der verschlechterten geopolitischen Lage» konsequent auf Verteidigung ausgerichtet werden müsse.

Höhere Stabsoffiziere (HSO)
Ein Stabsoffizier ist grundsätzlich ein Offizier, der im Stab eines Verbandes eingeteilt ist. In der Schweizer Armee wird der Begriff «Höherer Stabsoffizier» jedoch für Offiziere mit den höchsten Dienstgraden - also Brigadier, Divisionär, Korpskommandant und allenfalls General - verwendet. Höhere Stabsoffiziere bekleiden Schlüsselfunktionen in der Armeeführung und in zentralen Stäben.

Viele Stellen der höheren Stabsoffiziere könnten womöglich künftig durch Armeeangehörige im Grad des Obersts besetzt werden. Dadurch würden diese Aufgaben übernehmen, welche bisher von Stabsoffizieren mit tieferem Grad erledigt wurden. Laut dem «Sonntagsblick» ist im VBS die Rede von «zu vielen Häuptlingen und zu wenigen Indianern».

Die Kritik an Ineffizienzen und Doppelspurigkeiten innerhalb der Armee ist nicht neu, insbesondere auch auf Führungsebene. Doch die von Pfister angestrebte Reduktion von bis zu 50 Prozent stösst bei der Führungsriege der Armee auf wenig Zuspruch. Die 52 Brigadiers, Divisionäre und Korpskommandanten haben im Gegenzug eine Reduktion lediglich 15 Prozent auf Stabsebene vorgeschlagen. Das wiederum ist für Pfister dem Bericht zufolge zu wenig.

Auch im Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (Sepos) kommt es zu ähnlichen Debatten. Es gebe Doppelstrukturen in dem Sekretariat und in der VBS-Abteilung für Internationale Beziehungen. Auch die Position von Pälvi Pulli, der Stellvertreterin von Staatssekretär Christoph Mäder und seit Jahren eine der leitenden Beamtinnen beim VBS, soll zur Debatte stehen. (con/cpf)

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