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Fehlerhafter Blitzer in Wetzikon ZH: Mehrere Autos falsch geblitzt

Fehlerhafter Blitzer in Wetzikon ZH: Mehrere Autos falsch geblitzt

06.09.2026, 14:2406.09.2026, 15:18
Ein Autofahrer passiert am 21. Juni 2000 in Zuerich ein Zone 30-Verkehrsschild. Die Volksinitiative 'Strassen fuer alle' zur generellen Einfuehrung von Tempo 30 innerorts ist am 21. Juni 200 ...
Ärger für Lenker: Falsche Messungen führten in Wetzikon ZH zu mehreren Bussen. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Ein fehlerhaftes Radarmessgerät in Wetzikon ZH hat wohl in mehreren Fällen Fahrzeuge geblitzt, die eigentlich mit erlaubter Geschwindigkeit unterwegs waren. Das geht aus einem Bericht im «SonntagsBlick» hervor.

Ein vermeintlicher Temposünder, der sich über die Busse im Briefkasten gewundert hatte, brachte den Fall ins Rollen. Er meldete seine Zweifel bei den Behörden, welche daraufhin das Messgerät durch die Herstellerfirma und das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) überprüfen liessen. Und tatsächlich: In mehreren Fällen war es zu Fehlmessungen gekommen.

Der semistationäre Blitzer war im November 2025 sowie im Mai 2026 von der Stadtpolizei Wetzikon für jeweils eine Woche an der Schönwendstrasse aufgestellt worden. Die Strecke sei bekannt dafür, dass darauf oftmals zu schnell gefahren wird, schreibt der «SonntagsBlick» dazu. Deshalb gilt auf der Schönwendstrasse seit 2023 Tempo 30.

Die Sicherheitsvorsteherin von Wetzikon, Christine Walter Walder, bestätigt gegenüber dem «SonntagsBlick», dass aufgrund der Fehlmessungen vier Autofahrerinnen und Autofahrer zu Unrecht gebüsst wurden; zudem seien sieben weitere wegen vermeintlicher Tempoüberschreitungen bei den Untersuchungsbehörden verzeigt worden.

Einem der Betroffenen war vorgeworfen worden, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h um ganze 26 km/h (nach Abzug der Toleranz von 3 km/h) überschritten zu haben. Für die Übertretung hätte er mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen sowie einem mindestens 3-monatigen Führerausweisentzug rechnen müssen. Alle Betroffenen, die bereits eine Busse bezahlt haben, erhalten das Geld zurückerstattet.

Ursache unklar

Wie es zu den Fehlmessungen gekommen ist, ist weiterhin unklar. Die Stapo verwende Geräte, die regelmässig von externen Experten gewartet und durch Metas geprüft würden, so Walter Walder: «Die Suche nach der Ursache läuft auf Hochtouren.»

Es scheint sich aber um ein standortbezogenes Problem zu handeln, sagt sie weiter: «Deshalb wird die semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage an dieser Örtlichkeit bis auf weiteres nicht mehr eingesetzt.»

(cpf)

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