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Der echte «Ghost Rider»: Das ist das Vorbild des Töff-Rowdies von St.Gallen

Der echte «Ghost Rider»: Das ist das Vorbild des Töff-Rowdies von St.Gallen

09.06.2015, 14:4909.06.2015, 15:14

Am 1. September 2014 wurde ein Schweizer Motorradfahrer nach einer Verfolgungsjagd von der St.Galler Stadtpolizei verhaftet. Das Video dazu, welches vor wenigen Tagen im Netz auftauchte, schlägt nun hohe Wellen. Der Titel des Videos: «Ghost Rider Schweiz». 

Damit referiert der plumpe Hobby-Raser auf ein berühmtes Vorbild: den «Ghost Rider» aus Schweden. 

Der «Ghost Rider»: Auf dem Hinterrad auf der Überholspur

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Der skandinavische Motorradfahrer genoss in den frühen Nullerjahren unter Motorradfans Kultstatus, weil er mit mehreren On-Board-Kameras halsbrecherische Fahrten aufzeichnete und diese als DVDs veröffentlichte.

Der ganz in schwarzem Leder gekleidete Raser gilt heute als der bekannteste Verkehrssünder der Welt. So liess er sich zum Beispiel dabei filmen, wie er auf einer befahrenen Autobahn 353 km/h fuhr – nur auf dem Hinterrad. 

Der «Ghost Rider» fährt 353 km/h – nur auf dem Hinterrad

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2012 legte der «Ghost Rider» die 68 km lange Strecke zwischen Uppsala und Stockholm in unter 15 Minuten zurück, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 273,1 km/h entspricht.

Der «Ghost Rider» auf der Autobahn zwischen Uppsala und Stockholm.

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Während seine Fans ihn als waghalsigen Töffakrobaten feiern, wird er in der breiten Öffentlichkeit als ruchloser Wahnsinniger wahrgenommen, der ohne Rücksicht das Leben anderer gefährdet. 

Der «Ghost Rider» lässt sich von der Polizei erwischen.

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Eine Spezialität des Stunt-Fahrers sind Verfolgungsjagden mit der Polizei. Dabei kommt ihm das schwedische Recht entgegen: Nur wer inflagranti erwischt wird, kann überführt werden. 

Der Ghost Rider überholt einen Streifenwagen.

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Gefasst und verurteilt wurde der «Ghost Rider» bisher nie, Unfälle hatte er hingegen mehrere: Er stürzte schwer auf dem Nürburgring und einmal krachte er in einen Laternenpfahl, als Flüssigkeit aus seinem Motorrad austrat.

Lange Zeit war die Identität des «Ghost Riders» unbekannt. Mittlerweile gilt als ziemlich sicher, dass es sich dabei um den Professionellen Renn- und Stuntfahrer Patrik Fürstenhoff handelt.

Patrik Fürstenhoff – mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit der «Ghost Rider».
Patrik Fürstenhoff – mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit der «Ghost Rider».bild: screenshot youtube/metal63200

Seit 2012 hat der «Ghost Rider» keine DVDs mehr veröffentlicht. Seine letzte DVD fuhr laut eigenen Aussagen einen Verlust von 50'000 Dollar ein. Nicht, dass die Filme nicht beliebt wären, aber dem König der Verkehrssünder – wir können uns ein Schmunzeln nicht verkneifen – leidet unter den illegalen Downloads.

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