Schweiz
Auto

Staus kosteten 2019 über drei Milliarden Franken

Staus kosteten 2019 über drei Milliarden Franken

04.10.2022, 13:3704.10.2022, 13:37

Neben Ärger haben Staus und Verspätungen im Schweizer Strassennetz 2019 Kosten von drei Milliarden Franken verursacht. Knapp 200'000 Stunden Verspätungen häufen sich dort Tag für Tag an. Erstmals mass der Bund auch Komforteinbussen im öffentlichen Verkehr.

Neun von zehn Stunden Verspätung entstehen bei Staus und Stockungen für Personenwagen. Der Rest entfällt auf Lieferwagen und den Schwerverkehr, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Dienstag mitteilte. Die dabei verursachten Verspätungskosten beziffert das ARE auf über drei Milliarden Franken.

Der Reiseverkehr von dem Gotthard Tunnel in Richtung Sueden zwischen Goeschenen und Erstfeld staute sich bis auf 15 Km laenge, am Samstag, 23. Juli 2022 in Erstfeld.(KEYSTONE/Urs Flueeler).
Stau vor dem Gotthard.Bild: keystone

Besonders häufig harzt es den Angaben des ARE zufolge auf den Hauptstrassen. Auf das Konto von überlasteten Autobahnen gehen lediglich 17 Prozent der verlorenen Zeit.

Am meisten Zeit büsst der Strassenverkehr an Werktagen ein. Nur zwölf Prozent des totalen Verlusts entstehen am Wochenende oder durch den Reiseverkehr in die Ferien. Staus und Stockungen gibt es im übrigen immer auf denselben Strecken während bestimmter Zeitabschnitte.

Komforteinbussen

Erstmals erhob das ARE für 2019 die Komforteinbussen durch überfüllte Züge, Busse und Trams zu den Stosszeiten. Diese lösen den Berechnungen zufolge Kosten von 27 Millionen Franken aus. Die Verspätungen lagen unter dem Schnitt in den EU-Ländern trotz der vergleichsweise dichten Besiedelung der Schweiz.

Die Verspätungskosten im Verkehr erhebt das ARE anhand eines Vergleichs mit der staufreien Fahrzeit während der Nacht. Sie entsprechen jenem Betrag, den die Verkehrsteilnehmer bezahlen würden, um diese Verspätungen oder die Komforteinbussen im öffentlichen Verkehr zu vermeiden.

(yam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
32 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Elmas Lento
04.10.2022 16:52registriert Mai 2017
Wie sagt man so schön, du stehst nicht im Stau, du bist ein Teil des Staus...
276
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hadock50
04.10.2022 15:10registriert Juli 2020
In den innenstädten soll man öv und langsamverkehr (Fussgänger und velo) fördern.
Ps.
Mit home office gäbe es auch weniger verkehr, aber das wollen einige Arbeitgeber ja nicht, obwohl es möglich wäre.....
Ich sag ja nur
3011
Melden
Zum Kommentar
32
Der gläubige Hockey-Star, der auch mal die Fäuste sprechen lässt
Der Schweizer Nationalverteidiger hat sich in der NHL zu einem der besten Spieler unseres Landes entwickelt. Geholfen hat ihm dabei nicht nur sein Talent, sondern auch Geduld und der Glaube an Gott.
In der neusten Auflage der «Hockeybibel» kommen bekennende, gläubige Hockey-Profis aus der ganzen Welt zu Wort. Darunter Mike Fisher, einst Ausländer beim EV Zug, Josef Marha, jahrelanger Schlüsselspieler bei Arno Del Curtos HC Davos oder Dion Knelsen, der seine Karriere in der Schweiz beim EHC Olten beendete. Unter den gut 20 Sportlern, die in kurzen Lebensberichten über ihre Beziehung zu Gott sprechen, ist mit Janis Moser auch ein aktueller Schweizer Nationalspieler zu finden.
Zur Story