UBS-Chef Ermotti bezieht vor Nationalratskommission Stellung zu «Lex UBS»
Mit wie viel hartem Eigenkapital die UBS künftig Beteiligungen im Ausland unterlegen muss, ist umstritten. Als Nächstes entscheidet die zuständige Nationalratskommission über ihre Anträge zur «Lex UBS». Am Montag hörte sie UBS-Chef Sergio Ermotti an.
Vor der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) legte nicht nur Ermotti seinen Standpunkt dar, sondern auch Finanzministerin Karin Keller-Sutter. Sie und Ermotti gaben sich kurz die Hand, bevor sie in der Kommission vorsprachen, wie eine Journalistin von Keystone-SDA vor Ort feststellte.
Der Tessiner wartete in einem Nebenraum des Kommissionszimmers in Anwesenheit der Bundesrätin sowie des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, und Marlene Amstad, der Verwaltungsratspräsidentin der Finanzmarktaufsicht Finma. Er blieb sitzen, während alle anderen standen.
Das Bankengesetz, mit dem sich die WAK-N befasst, sieht vor, die Eigenkapitalunterlegung der ausländischen Tochtergesellschaften der grossen Schweizer Banken zu erhöhen. Betroffen ist faktisch allein die UBS. Die WAK-N entscheidet in den kommenden Tagen und Wochen über ihre Anträge an den Nationalrat.
Karin Keller-Sutter schlägt mit Unterstützung von SNB und der Finma eine Deckung durch hundert Prozent hartes Eigenkapital vor. Die UBS hatte eine Deckung von fünfzig Prozent angestrebt. Der Ständerat hatte seinerseits für eine Deckung von neunzig Prozent gestimmt. (dab/sda)
