Schweiz
Basel

Strafgericht Baselland verurteilt Bankräuber zu achteinhalb Jahren

Strafgericht Baselland verurteilt Bankräuber zu achteinhalb Jahren

25.06.2020, 11:3125.06.2020, 11:31

Das Baselbieter Strafgericht hat einen Bankräuber zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Der 47-Mann hatte im vergangenen Jahr zwei bewaffnete Raubüberfälle auf ein und dieselbe Bank verübt. In einem Fall löste sich ein Schuss.

Im Prozess in Muttenz bestritt der Beschuldigte die Taten. Am Donnerstag sprach ihn die Fünferkammer des Strafgerichts jedoch des mehrfachen qualifizierten Raubs, der Gefährdung des Lebens, des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetzes sowie weiterer Delikte schuldig und verhängte für den italienischen Staatsbürger zudem einen Landesverweis von zehn Jahren.

Mit seinem Strafmass liegt das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren verlangt. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch.

Zugetragen haben sich die Raubüberfälle auf die Filiale Oberdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank im April und August 2019. Der bewaffnete Täter erbeutete insgesamt rund 63'000 Franken. Obwohl es beim zweiten Überfall zu einer Schussabgabe kam, wurde niemand verletzt.

Der Beschuldigte wurde im September 2019 nach Veröffentlichung mehrerer Tatfotos und Aussetzung einer Belohnung von 25'000 Franken im Kanton Luzern festgenommen. Vor dem Strafgericht schob er die Taten zwei Albanern aus seinem Kollegenkreis in die Schuhe. Diese hätten auch Beweismittel in seiner Wohnung hinterlassen.

Bei Prozessbeginn am Dienstag hatte das Gericht den vorbestraften und drogenabhängigen Mann mit einer «fast erdrückenden Beweislast» konfrontiert. Unter anderem wurden auf Beweismitteln wie der Tatwaffe oder einer Patronenhülse DNA-Spuren des Beschuldigten festgestellt. In dessen Küchenschublade hatte die Polizei zudem die Sprengstoffattrappe gefunden, die der Bankräuber bei seinen Überfällen mit sich geführt hatte. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bilaterale III: 59 Prozent Ja könnten nötig sein – die Sonntagsnews
Eine Hochrechnung der benötigten Ja-Stimmen zur Annahme des EU-Pakets, Swiss Steel plant einen Stellenabbau in Deutschland sowie eine Bilanzsanierung und der NDB-Direktor warnt vor chinesischen Tech-Firmen: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Eine unveröffentlichte Analyse im Auftrag von Economiesuisse hat gemäss «SonntagsBlick» die Hürde für die Annahme der «Bilateralen III» bei einem obligatorischen Referendum beziffert. Demnach wären 59 Prozent Ja-Stimmen nötig, um neben dem Volksmehr auch das Ständemehr zu erreichen. Beim Wert handelt es sich um eine statistische Hochrechnung und nicht um eine Prognose, wie die Zeitung schrieb. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe das Institut Sotomo mit der Untersuchung beauftragt, um die Ausgangslage zu kennen. Sotomo wertete laut «SonntagsBlick» dafür die wichtigsten Schweizer Europaabstimmungen seit dem EWR-Nein im Jahr 1992 aus.
Zur Story