Der Bruder übernimmt: Basler Confiserie Schiesser ist gerettet
Die insolvente Basler Confiserie Schiesser am Marktplatz bleibt bestehen: Rudolph Schiesser, der Bruder des verstorbenen Inhabers Stephan Schiesser, hat das Traditionshaus übernommen und wird den Betrieb ab September weiterführen.
Rudolph Schiesser bestätigte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung der «bz Basel». Der Preis sei höher gewesen und er wolle zu einem späteren Zeitpunkt ausgiebiger kommunizieren, schrieb er. Schiesser war bis März 2025 Verwaltungsratspräsident des Grand Hotel Les Trois Rois in Basel.
Über die Confiserie Schiesser wurde am 30. Juni der Konkurs eröffnet. Die Nachricht schlug in Basel hohe Wellen, zumal das Geschäft am Marktplatz mit dem Tea-Room zu den ältesten und bekanntesten Cafés zählt und in der fünften Generation als Familienbetrieb geführt wurde.
Mitte Juli teilte das Konkursamt Basel-Stadt mit, dass ein Interessent rund 81'000 Franken für die Wort-Bild-Marke und das bewegliche Inventar biete. Das Angebot umfasst Arbeitsverträge für sämtliche Mitarbeitende per 1. September und die Übernahme von zukünftigen Forderungen aus Dauerschuldverhältnissen.
Seit Anfang Juli ist auf einem Zettel an der Ladentür wie auch auf der Website zu lesen, dass das Geschäft wegen der Grossbaustelle am Marktplatz für voraussichtlich sechs bis acht Wochen geschlossen bleibe. Der Familienbetrieb besteht seit 1870. Der Confiseur und frühere LDP-Grossrat Stephan Schiesser verstarb im April dieses Jahres. (dab/sda)
