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Kampfzone Strasse: So viele Radarfallen und Parkuhren wurden 2014 in der Stadt Zürich demoliert

Kampfzone Strasse: So viele Radarfallen und Parkuhren wurden 2014 in der Stadt Zürich demoliert

12.03.2015, 12:2312.03.2015, 12:23

Wer es sich nicht leisten kann, sollte aufs Autofahren verzichten. Keine Lösung – und zudem rechtswidrig – ist das Ausschalten von Zusatzkostenverursachern wie Parkuhren und Radarfallen. Dennoch werden jedes Jahr Dutzende von ihnen mutwillig beschädigt. So auch am Wochenende am Hauptbahnhof Zürich (siehe Bild unten). Ob es sich um eine gezielte Attacke oder einen Unfall handelt, ist unklar.

Entwurzelte Parkuhr am Hauptbahnhof Zürich 
Entwurzelte Parkuhr am Hauptbahnhof Zürich bild: watson

Die rund 1340 Parkuhren auf öffentlichem Raum in der Stadt Zürich werden von der Dienstabteilung Verkehr betrieben. Laut Sprecher Heiko Ciceri wurden im vergangenen Jahr acht Fälle von Vandalismus registriert. Die Zahl sei über die Jahre ziemlich konstant.

Darin nicht enthalten sind allerdings Fälle, bei denen Geld entwendet wird und die deshalb als Einbruch in die Statistik eingehen. Von der Dienstabteilung Verkehr ebenfalls nicht erfasst sind Parkuhren auf nicht-öffentlichem Grund (wie im obenstehenden Bild, eine SBB-Parkuhr). Die Gesamtzahl der beschädigten Parkuhren dürfte also höher liegen.

26 Angriffe auf Blechpolizisten

Wesentlich häufiger werden Radarfallen Opfer von Gewaltexzessen. Die Stadtpolizei Zürich zählte im vergangenen Jahr 23 Fälle von leichten Beschädigungen. Darunter fallen etwa Spray-Aktionen, welche die Funktionsweise der Blitzkästen beeinträchtigen. Also nicht bloss auf dem Gehäuse (siehe Bild unten), sondern auf die Kamera- und Messfenster.

Radarfalle stadteinwärts an der Pfingstweidstrasse.
Radarfalle stadteinwärts an der Pfingstweidstrasse.bild: watson

In drei Fällen waren die Beschädigungen schwerwiegend, einer gelangte sogar an die Öffentlichkeit: Im April setzte ein junger Mann den Blitzkasten an der Regensbergstrasse in Brand. Damit wollte er seine Freundin schützen, die zuvor mit 100 km/h erwischt worden war. Auswertungen der zuletzt geblitzten Automobilisten führen die Polizei regelmässig auf die Spur des Vandalen.

Bern, Basel im Vergleich Inseln der Glückseeligkeit

Auch andere Schweizer Städte kennen das Problem, allerdings weniger stark ausgeprägt als in Zürich. Bern verzeichnet jedes Jahr eine niedrige einstellige Anzahl von Angriffen auf Parkuhren. Seit 2011 hat es genau eine Attacke auf eine Radarfalle gegeben. Die Kantonspolizei Basel verzeichnet Spray- und Kleberattacken auf ihre Radarfallen, kann aber keine Zahlen nennen.

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