Schweiz
Blaulicht

Nach illegaler Party: Bürgerliche Politiker wollen Rolle von Richard Wolf klären

Nach illegaler Party: Bürgerliche Politiker wollen Rolle von Zürcher Stadtrat Wolff klären

28.06.2017, 18:3929.06.2017, 10:28

Am Samstag fand unter der Kornhausbrücke in Zürich eine illegale Party statt. Der Einsatzleiter der Stadtpolizei Zürich verzichtete aber «aus Gründen der Verhältnismässigkeit» auf eine Intervention. Darüber sind viele Gemeinderäte der Stadt Zürich unglücklich.

Unter ihnen auch FDP-Gemeinderat und Rechtsanwalt Pablo Bünger, der selber in der Umgebung der Kornhausbrücke wohnt. «Die Musik spielte bis um 7 Uhr morgens auf maximaler Lautstärke», so Bünger zu watson. Trotz diverser Lärmklagen von Anwohnern habe die Polizei nicht eingegriffen. 

Bünger vermutet, die Polizei habe nicht eingegriffen, weil sie sich vom rot-grün-dominierten Stadtrat von Zürich im Stich gelassen fühlten. Deshalb hat Bünger an der heutigen Gemeinderatssitzung zusammen mit FDP-Gemeinderat Michael Baumer eine dringliche Anfrage eingereicht. Unterstützt haben ihn dabei die SVP- und CVP-Gemeinderäte.

«Unter der Brücke hingen diverse Plakate der Revolutionären Jugend Zürich (RJZ). Richard Wolff hat bereits in der Vergangenheit eine gewisse Nähe zu solchen Gruppierungen gezeigt», so Bünger. Für die Gemeinderäte stellt sich die Frage, ob die Polizei aus Befangenheit «ein Auge zugedrückt habe».

In der Anfrage wird unter anderem die Frage aufgeworfen, ob Stadtrat Wolff selbst den Entscheid vom Samstag gefällt hat und ob er in diesem Fall nicht hätte in den Ausstand treten müssen, wie bereits bei der Angelegenheit rund ums Koch-Areal. Der Stadtrat hat nun vier Wochen Zeit, auf die Anfrage zu antworten. (leo)

Das Doppelleben des Zürcher Polizisten Willy S.:

Video: watson
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