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Hallwilersee-Kaiman: Jetzt stellt der Kanton Fotofallen auf

Kaiman
Gibt's den Hallwilersee-Kaiman überhaupt? So könnte er aussehen (Symbolbild).Bild: shutterstock.com

Kaiman im Hallwilersee: Jetzt stellt der Kanton Fotofallen auf – ein Wirt nutzt den Hype

18.07.2019, 07:4118.07.2019, 10:38

Ausser dem Fischer, der sich am Sonntag bei der Polizei meldete, hat bisher niemand den Kaiman vom Hallwilersee gesehen. Bei der Kantonspolizei seien aufgrund des öffentlichen Aufrufes vereinzelt Hinweise zum Kaiman eingegangen, sagt Mediensprecher Bernhard Graser. Es habe Personen gegeben, die erzählten, beim Baden habe sie etwas gestreift oder sie hätten ein krokodilartiges Tier im See gesehen. Hilfreich waren die bisherigen Hinweise aber nicht, weil die Erlebnisse und Beobachtungen länger zurückliegen.

Weil das kleine Krokodil ungefährlich sei, verzichte man auf Suchaktionen, sagt Polizeisprecher Bernhard Graser.

Der Kaiman würde mithilfe von Schlingen und Netzen eingefangen. Diese lägen bereit, sagt Graser. «Ziel wäre es, ihn anschliessend einer artgerechten Haltung zuzuführen.» Einen solchen Platz zu finden, sei die weniger schwierige Aufgabe als das Tier einzufangen. «Es gäbe genug Zoos, die einen Kaiman aufnehmen könnten», sagt der Polizeisprecher.

Derweil hat die kantonale Jagdverwaltung mehrere Fotofallen um den See aufgestellt, um den Kaiman aufzuspüren.

Strandbad «Seerose» bietet ein spezielles Menü an

Mittlerweile haben auch gewisse Beizen auf den Hype um das Reptil reagiert. So bietet Kurt Leo Freudemann im Strandbad Seerose in Meisterschwanden seit gestern Mittwoch einen Krokodilburger an.

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Der Krokodilburger steht auf der Speisekarte des Strandbads Seerose.Bild: az

«Das ist kein Jux», bestätigt er auf Anfrage. Als er von diversen Seiten von der mutmasslichen Krokodilsichtung hörte, dachte er zuerst an ein aufblasbares Tier: «Das sieht man ja oft», sagt er.

Ein Anruf bei der Polizei bestätigte aber die Gerüchte um das Reptil. «Ich fragte mich, ob wir nun die Badegäste evakuieren müssten», sagt Freudemann. «Die Polizei sagte aber, das Tier sei ungefährlich.»

Freudemann kann seinen Badegästen Entwarnung geben: «Ich sage einfach, sie sollen das Tier aus dem Wasser ziehen, falls sie es antreffen. Dann werfen wir es auf den Grill», scherzt er und lacht.

Trotzdem hat Freudemann seinen Fleischlieferant angerufen und gefragt, ob dieser eventuell Krokodilsfleisch im Angebot hat. «Ich habe gleich zwei Kilo bestellt. Unser Koch hat früher für einen Starkoch gearbeitet und dessen Geheimrezept umgesetzt.» Die Badegäste seien begeistert, der Burger, serviert mit Pommes, erfreut sich einer grossen Nachfrage.

(ste/nla/chmedia)

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Die Polizei sucht nach einem Kaiman im Hallwilersee
Video: srf
Bund hält 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurück – die Sonntagsnews
Der Bund hat wegen eines Missbrauchsskandals 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Zudem schliesst Lindt-Präsident Ernst Tanner einen Rücktritt vorerst aus. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der Bund hat laut der «NZZ am Sonntag» wegen eines Missbrauchsskandals in Tschad eine Zahlung von 1,25 Millionen Franken an Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Das Hilfswerk habe die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) nicht rechtzeitig über das Ausmass der sexuellen Ausbeutung geflüchteter Frauen und Mädchen durch eigene Mitarbeiter informiert. Eine interne Untersuchung habe 59 Vorwürfe ergeben und zur Entlassung von 18 Mitarbeitern geführt. Sechs davon seien bei der Schweizer Sektion angestellt gewesen. Obwohl die Deza bereits im November 2024 erste Hinweise erhalten habe, sei ihr das volle Ausmass erst durch Medienberichte im Juni 2026 bekannt geworden. Ärzte ohne Grenzen habe damit laut dem Aussendepartement seine vertragliche Meldepflicht verletzt. Die NGO räume ein, die Erkenntnisse nicht früh genug offengelegt zu haben. Der Bund prüfe weitere Sanktionen und eine externe Untersuchung. Ab 2027 würden zudem die Meldepflichten für sämtliche Schweizer NGO-Partner verschärft.
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