Schweiz
Blaulicht

Im Engadin donnern 30'000 Kubikmeter Felsen ins Tal – die Staubwolke ist gigantisch

Felssturz bei Zernez: Bis zu 30'000 Kubikmeter Fels sind im Engadin ins Tal gedonnert.
Felssturz bei Zernez: Bis zu 30'000 Kubikmeter Fels sind im Engadin ins Tal gedonnert.bild: Amt für Wald und Naturgefahren / Feuerwehr Zernez

Im Engadin donnern 30'000 Kubikmeter Felsen ins Tal – die Staubwolke ist gigantisch

28.07.2018, 15:4728.07.2018, 17:00

Am Linard Pitschen im Engadin haben sich am Freitagabend zwischen 20'000 und 30'000 Kubikmeter Fels gelöst. Elf Personen, die in einer Berghütte waren, sind mit dem Helikopter ausgeflogen worden. Der Felssturz führte zu einer riesigen Staubwolke.

Bild
bild: amt für wald und naturgefahren / feuerwehr zernez

Wie die Kantonspolizei Graubünden am Samstag mitteilte, lösten sich die Felsmassen an der Ostflanke des Linard Pitschen auf einer Höhe von knapp 3000 Metern über Meer. Die einzelnen Blöcke waren bis zu 60 Kubikmeter gross und kamen auf rund 2000 Metern über Meer bei der Alp d'Immez zum Stillstand.

Verletzt wurde niemand. Allerdings waren zu der Zeit fünf Erwachsene und sechs Kinder in der Chamanna Marangun. Die Heli Bernina evakuierte sie. Zwei Hirten auf einer nahegelegenen Alp waren gemäss Polizei ebenfalls ausser Gefahr. Alle offiziellen Wege ins Gefahrengebiet wurden gesperrt. Zudem breitete sich eine riesige Staubwolke im Tal aus.

Bild
bild: amt für wald und naturgefahren / feuerwehr zernez

Am Samstagmorgen beurteilten Mitarbeitende des kantonalen Amts für Wald und Naturgefahren sowie ein Geologe die Situation vom Helikopter aus. Sie erwarten weitere Nachstürze in den kommenden Tagen. Die Wanderwege im Gebiet bleiben deshalb bis auf Weiteres gesperrt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Er erfand den sprechenden Bankomaten – das machte ihn verdächtig
Gegen alle Widerstände studiert Alireza Darvishy in Zürich Informatik, macht bei der Credit Suisse Karriere – und wird zum Pionier für digitale Barrierefreiheit.
Alireza Darvishy steht am Zürcher Central und möchte in der nahegelegenen UBS-Filiale Geld abheben. Für die allermeisten Menschen ist das Routine: Karte rein, Betrag auswählen, fertig. Für Darvishy ist es etwas komplizierter. Er lebt mit einer Sehbehinderung und nimmt durch ein eingeschränktes Sichtfeld nur Formen, Farben und Bewegungen wahr. Deshalb sucht er beim Bankomaten die Kopfhörerbuchse. So kann die Maschine mit ihm sprechen.
Zur Story