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Symbolbild: Nach der Aushebung einer Hanf-Indooranlage in Baselland wurden zwei Polizisten festgenommen. 

Hanf-Indoorplantage

Polizisten-Ehepaar in U-Haft – Hat die Baselbieter Polizei Informationen zurückgehalten? 



Nach der Aushebung einer Hanf-Indooranlage im Kanton Baselland befindet sich nicht nur ein Baselbieter Polizist in Untersuchungshaft, sondern auch dessen Ehefrau. Bei ihr handelt es sich um eine Polizistin aus Basel-Stadt, wie die «Basler Zeitung» am Dienstag vermeldete. 

In der Medienmitteilung der Baselbieter Polizei hiess es am vergangenen Freitag jedoch nur, dass ein Polizist festgenommen wurde. Über seine Frau aber, die im selben Verfahren festgenommen wurde, verlor man kein Wort. 

Als die 90 Pflanzen zählende Hanfplantage am Wohnort des Polizisten-Ehepaars im Oberbaselbieter Böckten ausgehoben wurde, befand sich die Frau an ihrem Arbeitsplatz. Sie wurde von ihren Kollegen in Handschellen gelegt und abgeführt, schreibt die Basler Zeitung. Der Haftrichter habe das Hanfdealer-Ehepaar, für das die Unschuldsvermutung gelte, für vier Wochen in Untersuchungshaft gesetzt.

Die Informationen zum Wohnort und zum Alter der beiden verhafteten Polizisten sei von Meinrad Stöcklin, Leiter externe Kommunikation der Baselbieter Polizei, ebenso verheimlicht worden wie die Festnahme der Frau. Ein Foto der Hanfplantage wurde ebenso wenig zur Verfügung gestellt. 

Haben die Polizisten eine Vorzugsbehandlung bekommen?

Meinrad Stöcklin wehrt sich gegen die Anschuldigungen der BaZ, das Polizisten-Paar habe eine Vorzugsbehandlung bekommen: Fälle von «Hanf-Indooranlagen dieser Dimension» würden «in aller Regel nicht aktiv kommuniziert». Dennoch sei eine Mitteilung an die Medien versendet worden, weshalb «mitnichten» von einer Vorzugsbehandlung die Rede sein könne. 

«Ein Polizist ist nicht besser, aber auch nicht schlechter zu behandeln als ein ‹gewöhnlicher› Beschuldigter.»

Meinrad Stöcklin gegenüber der BaZ

Auf die Frage, warum die Verhaftung der Gattin des verdächtigen Polizisten nicht kommuniziert worden sei, antwortete Stöcklin, dass die Situation eine «spezielle» sei, weil es sich um einen Mitarbeiter aus den eigenen Reihen handelte. Dennoch, so betont er weiter, entbehre der Vorwurf, etwas verheimlicht zu haben, jeglicher Grundlage. 

(rof/sda)

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