Schweiz
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ZUR ATOMAUSSTIEGSINITIATIVE UND ZUR ENERGIESTRATEGIE 2050 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Des jeunes posent des panneaux solaires ou panneaux photovoltaiques sur des paravalanches ce mercredi 20 juin 2012 a Bellwald dans la Vallee de Conches, Haut-Valais. Les travaux se deroulent cette semaine a Bellwald. La douzaine de monteurs qui s'activent de lundi a vendredi dans le Haut-Valais sont des jeunes Thurgoviens ages de 13 a 16 ans. Ils participent a la campagne Jeunesse Solaire de l'ONG Greenpeace. C'est la premiere fois que des paravalanches servent de socles aux panneaux solaires. A Bellwald, il est prevu que l'installation photovoltaique produise du courant pour les remontees mecaniques. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Installation von Solarpanelen auf einer Lawinenverbauung in Bellwald (VS). Bild: KEYSTONE

Wie die Schweiz den Solarstrom behindert und wie sie ihn pushen kann

Die Energiewende sollte der Photovoltaik in der Schweiz einen Schub verpassen. In der Realität ist das Gegenteil der Fall. Schuld sind falsche Anreize, doch es gibt Auswege aus der Solarflaute.



Im Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk die Energiestrategie 2050 angenommen. Ein grosser Teil der Befürworter schrieb ein Ja auf den Zettel in der Erwartung, dass verstärkt in den Ausbau der «neuen» erneuerbaren Energien investiert wird. Denn die Schweiz liegt beim Wind- und Solarstrom bloss auf Platz 26 in Europa. Mit der «Energiewende» werde sich dies ändern, dachte man.

Die Realität sieht ganz anders aus. Der Zubau wird nicht beschleunigt, sondern gebremst. 2018 befand er sich auf dem niedrigsten Stand seit Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) vor zehn Jahren. Zwar werden laufend Photovoltaikanlagen gebaut, doch nicht in dem notwendigen Tempo, um die Energiewende auf Kurs zu bringen.

ARCHIVBILD ZUR MEDIENKONFERENZ VON BKW UEBER DIE ABSCHALTUNG DES AKW MUEHLEBERG, AM FREITAG, 20. SEPTEMBER 2019 - Nuclear power plant Muehleberg with the substation in the foreground in the canton of Berne, Switzerland, pictured on May 28, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)..Das Kernkraftwerk Muehleberg im Kanton Bern mit dem Umspannwerk im Vordergrund, aufgenommen am 28. Mai 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das AKW Mühleberg geht im Dezember vom Netz. Bild: KEYSTONE

Was läuft schief? Antworten liefert eine Studie, die der ehemalige Basler SP-Nationalrat und Energieexperte Rudolf Rechsteiner im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) verfasst hat. Sie zeigt, dass die Schweizer Politik falsche Anreize setzt und so verhindert, dass das auch hierzulande enorme Potenzial beim Solarstrom ausgeschöpft wird.

Wie gross ist das Potenzial?

Das neue Energiegesetz hält fest, dass die bestehenden Atomkraftwerke am Ende ihrer Lebensdauer abgeschaltet und keine neuen gebaut werden. Mühleberg geht bereits im Dezember vom Netz. Um das bundesrätliche Ziel einer klimaneutralen Schweiz bis 2050 zu erreichen, muss auch der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern realisiert werden.

Die SES berechnet den Strombedarf der Schweiz für AKW-Ersatz, Verkehr und Gebäude/Wärme auf bis zu 63 Terawattstunden. Das Potenzial der Photovoltaik auf Hausdächern und Fassaden beträgt gemäss Bundesamt für Energie (BFE) 67 Terawattstunden. Mit weiteren Anlagen sowie anderen «Erneuerbaren» wie Wind, Wasser und Biomasse liegen nochmals 25 Terawattstunden drin.

Im Prinzip könnte die Schweiz somit mehr als genug Strom durch Photovoltaik erzeugen. Es bliebe sogar ein Überschuss, um CO2-neutrale Treibstoffe für den Luftverkehr (Elektro-Flugzeuge sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht) zu produzieren. Der zuständige SES-Projektleiter, Felix Nipkow, zeigte sich an einer Medienkonferenz überzeugt, dass der Umbau «technisch machbar» ist.

Warum harzt es?

Solarzellen auf einem Hausdach in Balzers, Liechtenstein, aufgenommen am 23. April 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Mit solchen Anlagen gelingt die Energiewende nicht. Bild: KEYSTONE

Solar- und Windanlagen sind immer billiger geworden. Zusätzlich werden sie vom Bund gefördert. Im Oktober jedoch kündigte das BFE an, dass nur noch Photovoltaikanlagen eine Einspeisevergütung erhalten, die «bis und mit 30. Juni 2012 angemeldet wurden». Die übrigen Anlagen müssen mit der Einmalvergütung vorlieb nehmen, also faktisch einem Zuschuss an den Bau.

Damit werde der im Energiegesetz vorgesehene Ausstieg vorweggenommen, «bevor eine Ersatzlösung beraten wurde oder in Kraft ist», kritisierte Rudolf Rechsteiner an der Medienkonferenz. Einmalvergütungen lohnen sich praktisch nur für den Eigenverbrauch. «Mit Bonsai-Anlagen auf Einfamilienhäuschen schaffen wir die Energiewende nicht», betonte Rechsteiner.

Was ist zu tun?

Der Basler Ökonom will die Einmalvergütung nicht abschaffen. Sie könne im Gegenteil noch erhöht werden, wenn neben der Photovoltaikanlage zusätzlich eine Batterie zur Speicherung des Stroms installiert werde, sagte Rechsteiner im Gespräch mit watson. Für grosse Anlagen, die für den Umbau der Stromversorgung unentbehrlich sind, genügt dieses System jedoch nicht.

Hier hilft ein Blick über die Grenze. Die meisten EU-Länder setzen bei der Finanzierung neuer Kraftwerke auf wettbewerbliche Ausschreibungen oder Auktionen. Gekoppelt werden diese mit einer Marktprämie, die die Betreiber vor Preisschwankungen schützt und ihnen eine gewisse Planungssicherheit ermöglicht. Damit haben sie den Solarstrom-Anteil stark erhöht.

Rudolf Rechsteiner erwähnte als Beispiel den 10. und 11. August dieses Jahres. An diesen Tagen wurde in Deutschland so viel Solarstrom produziert, dass die Marktpreise zeitweise in den negativen Bereich abrutschten. Die Marktprämie könne dieses Risiko abfedern, denn letztlich lohne sich die erneuerbare Stromerzeugung nur, wenn auch eine Rendite erzielt werden könne.

Wie kann es weitergehen?

Floating barges with solar panels are pictured on the 'Lac des Toules', an alpine reservoir lake, in Bourg-Saint-Pierre, Switzerland, Tuesday, Oct. 8, 2019. After completion the floating solar panel station will consist of 36 floating barges featuring 2.240 square meters of solar cells targeting to deliver 800.000 kilowatt-hours per year, the annual power consumption of approximately 220 homes. (Valentin Flauraud/Keystone via AP)

Das schwimmende Solarkraftwerk auf dem Lac des Toules. Bild: AP

Für grossflächige Solaranlagen gibt es in der Schweiz kaum genügend Platz, zumindest im dicht besiedelten Mittelland. In den Bergen sieht es anders aus. So wurde im Oktober auf dem Lac des Toules im Wallis das erste schwimmende Solarkraftwerk der Schweiz in Betrieb genommen. In Ostasien bestehe «ein riesiger Markt» für solche Anlagen, sagte Rudolf Rechsteiner.

In der Schweiz beträgt die Gesamtfläche aller Stauseen 105 Quadratkilometer. «Wenn man zehn Prozent davon für die Produktion von Solarstrom nutzt, kann man das AKW Leibstadt ersetzen.» Solche Anlagen könnten auch die «Dunkelflaute» oder «Winterlücke» aufheben, über die Kritiker der Erneuerbaren gerne lästern. Denn in den alpinen Regionen hat es viel Sonne und keinen Nebel.

Allerdings liegt im Winter meterweise Schnee in den Bergen. Für Ex-Nationalrat Rechsteiner ist auch das kein Problem, «wenn man die Panele senkrecht stellt». Als Beispiel verweist er auf Lawinenverbauungen im Prättigau. Auf dem Mont Soleil im Berner Jura, wo eines der ältesten Solarkraftwerke der Schweiz steht, würden 40 Prozent des Stroms im Winterhalbjahr produziert.

Die Produktion in höheren Lagen sei ohne Einschränkung beim Landschaftsschutz möglich. Als zusätzliche Vergütung kann sich Rechsteiner einen «Solarzins» vorstellen, analog zum Wasserzins, mit dem die Nutzung der Wasserkraft abgegolten wird.

Das Fazit

Die SES-Studie lässt gewisse Fragen offen. So räumt Autor Rechsteiner ein, dass die Schweiz auch in Zukunft kaum ohne Stromimporte auskommen wird. Dabei werden die Lieferanten aus der EU selber zunehmend zu Nettoimporteuren. Ohne Stromabkommen mit der Europäischen Union geht es kaum, und dieses gibt es nur, wenn die Schweiz das Rahmenabkommen ratifiziert.

Dennoch liefert die Studie zusammen mit dem kürzlich erschienenen Buch des Waadtländer SP-Nationalrats Roger Nordmann eine gute Grundlage, um den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz zu beschleunigen. Die Hoffnungen ruhen nicht zuletzt auf dem neuen, grüneren Parlament. Die Realisierung der solaren Energiezukunft ist ein Kraftakt. Aber keine Hexerei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • dr. no 13.11.2019 19:51
    Highlight Highlight wie wäre es wenn man endlich aufhören würde mit det sinnlosen besteuerung vom strom den man selber produziert und auch benötigt?! (eigenmietwert. odet besser "zusätzlicher mietwert" genannt im kt. bern). dieser frisst nähmlich die ersparnisse nebst einer imensen investition wieder weg!
  • beaetel 12.11.2019 20:30
    Highlight Highlight Frage eines Solarstrombefürworters betreffend Feuer und Entsorgung. Was muss die Feuerwehr im Fall eines Feuers bei Solarpanel, respektive Akku/Batterien beachten und wie umweltfreundlich oder unfreundlich steht es mit der Entsorgung? Auch die Produktion wird gerne als umweltfeindlich hingestellt. Wer kennt sich aus und kann mir diese Fragen beantworte;? Danke.
  • Makatitom 12.11.2019 19:33
    Highlight Highlight Wenn man jede Firma verpflichten würde mindestens 75% der Energie die sie benötigt mit erneuerbaren selber zu produzieren wäre schon mal ein grösserer Teil des Platzproblems im Mittelland gelöst. Und wenn dann endlich ein vernünftiges Gesetz kommt welches den Bundes-, Kantons- und Gemeindegebäuden vorschreibt ihren Energiebedarf zu 100% selber zu decken und das gleiche auch für bundesnahe Betriebe wie Post, Swisscom und SBB gilt, dann sind wir doch schon einen gewaltigen schritt weiter
  • Hubert Kirrmann 12.11.2019 17:57
    Highlight Highlight Mehrere Fehler:
    - Wieso sollen Batterien unterstützt werden? Sie dienen nur dazu, dass das EW weniger Vergütung zahlen muss.
    - Mit 10% von 105 km2 kann man nicht einmal die Produktion von Mühleberg ersetzen. Modulertrag 200 kWh/m2 x 10 km2 = 2 TWh/h.
    - Kern ist, dass die Liegenschaftsbesitzer keine Solarmodule installieren, weil dies nicht Vorschrift ist.
    Atombunker bauen sie ein.
  • Uglyman 12.11.2019 15:42
    Highlight Highlight Es scheint, die Sonnenenergie Versprecher suchen bereits die Schuldigen, weshalb nach der Abschaltung der KKW die Lichter ausgehen. Die haben vor der Abstimmung zum Energiegesetz Prognosen verlautet die nie aufgehen.
    Mein Haus, im Mittelland, auf 600müM, ca 8 Nebeltage im Jahr, Pultdach nach Süden, ist mit einer 21kwh Anlage bestückt. Im durchschnitt produziert sie 7.7 Kwh pro Tag.d.h. 30% der installierten Leistung. Das ist die Realität.
    • Yippie 12.11.2019 18:26
      Highlight Highlight Dann läuft deine Anlage nicht richtig. Eine 21 kWp-Anlage produziert mit einer Südausrichtung im Jahr ca. 20’000 kWh. Im Durchschnitt also ca. 55 kWh pro Tag.
      An einem schlechten Tag sind deine 7 kWh allerdings realistisch
    • esmereldat 12.11.2019 18:51
      Highlight Highlight Ich wage die Zahlen etwas anzuzweifeln. Pro installiertem Kilowatt Peakleistung rechnet man als Faustgrösse im Mittelland mit einer Produktion von 800 - 1000 kWh. Bei einer installierten Leistung von 21 kW sollten also rund 20'000 kWh rauskommen. 7.7 kWh pro Tag kann nicht sein. Pro Stunde eher, bei einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 8 h käme man dann in die richtige Region. Falls du tatsächlich nur 7.7 kWh PRO TAG rausbekommst, stimmt etwas mit deiner Anlage nicht.
    • esmereldat 12.11.2019 18:56
      Highlight Highlight Aber ja, dass die PV Anlage kaum je die installierte Leistung abrufen kann, stimmt leider. Mit 20'000 kWh pro Jahr kommt man aber weit, ein durchschnittlicher Haushalt in einem Einfamilienhaus in der Schweiz braucht 5000 - 6000 kWh Strom. Mit dem Rest kannst du locker eine Wärmepumpe betreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 12.11.2019 11:36
    Highlight Highlight Eine Riesenfehlentscheidung: seit Oktober 2019 bekommt nur noch Einspeisevergütungen wer seine Photovoltaikanlage vor dem 30.6.2012 angemeldet hat? Damit werden PV Grossanlagen verhindert! Hat das die rechtsbürgerliche Mehrheit zu verantworten? Im Interesse von Erdöllobby und Stromkonzernen? Da stellt sich gleich auch noch die Frage, wie lange eigentlich die Wartezeiten sind. Gibt es Interessenten, die seit 7 Jahren auf eine Gutsprache/Bewilligung warten?
  • dorfne 12.11.2019 11:26
    Highlight Highlight Ein sehr guter Artikel. Danke.
  • Do not lie to mE 12.11.2019 11:05
    Highlight Highlight In der 44. Woche gab es knapp 4 Tage Flaute. An zwei dieser Tage erzeugten die Kraftwerke der Erneuerbaren so wenig Strom, dass nicht mal eine Verfünffachung der installierten Leistung Wind- und Sonnenkraftwerke rechnerisch ausgereicht hätte, um den Bedarf Deutschlands zu decken. Am 29.10 hätten trotz dieser exorbitanten theoretischen Mehrleistung 0,29 TWh Strom gefehlt. Da hätte sogar nicht mal eine volle Speicherfüllung des angedachten Großspeichers „Hambacher Loch“ ausgereicht, um die Lücke auszufüllen. Dieses Beispiel zeigt, was starke Schwankungen und hohe Volatilität bedeutet.
    • Namenloses Elend 12.11.2019 11:20
      Highlight Highlight Und es ist ja nicht so, dass wir in Zukunft weniger Strom benötigen. Wollt ihr denn die ganze Schweiz mit Solaranlagen und Windrädern zupflastern um grünen Strom zu erhalten? Deshalb sehe ich die Zukunft eher im Wasserstoff, als im reinen Elektrobetrieb!
    • DerHans 12.11.2019 11:37
      Highlight Highlight Und der Wasserstoff kommt woher? Wird Wasserstoff nicht durch Elektrolyse hergestellt? Welcher Strom wird dann für die Elektrolyse genommen? Wird Wasserstoff dann nicht wieder in Strom umgewandelt? Und alles mit einem unterirdischen Wirkungsgrad? Am „Elektrobetrieb“ kommen sie ohnehin nicht mehr vorbei. Wasserstoff ist die Zukunft der Ahnungslosen oder deren die damit Geld verdienen möchten.
    • dorfne 12.11.2019 11:44
      Highlight Highlight Dann braucht es halt eine Verzehnfachung der installierten Leistungen inkl. Speicherkapazität! Die Gleichen, die bei den Erneuerbaren auf der Bremse stehen reden die ganze Zeit von unüberwindbaren Stromlücken. Der obige Artikel zeigt auf, dass auch im Winter genügend Solarstrom erzeugt werden könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nyly 12.11.2019 11:03
    Highlight Highlight Eine PV-Anlage auf dem Einfamilienhaus mach eigentlich fast nur Sinn, wenn ein Speicher im System enthalten ist, sonst produzieren wir Energie welche die wenigsten selber nutzen können.
    Aber warum? Warum kostet der Betteriespeicher in der Schweiz doppelt ( 2x!! ) soviel wie in Deutschland??? Der Schweizer Lieferant macht ja auch nichts anderes als das Gerät in Deutschland bestellen und warten bis es geliefert wird…
    Schade, dass sich alle an der Neuausrichtung der Energieproduktion noch eine blaue Nase verdienen wollen! Freunde der Nacht, so geht das nie!!
    • dorfne 12.11.2019 11:45
      Highlight Highlight Das Klima interessiert sich nicht für das Preisgerangel!
  • FrancoL 12.11.2019 11:00
    Highlight Highlight Wieder ein Artikel der mit Zahlen hantiert die absolute Grössen darstellen und kein Hinweis dass der zeitlichen Anfall und damit die Speicherung das wirkliche Problem sind. Diese ewigen Milchbüchleinrechnungen gehören in die Mottenkiste.
    Ersten wenn wir ehrlich uns bemühen die Bereitstellung von Energie und den Verbrauch von Energie in die richtige Relation zu setzen werden wir der Wende näher kommen.
  • Monstermayer 12.11.2019 10:12
    Highlight Highlight Es gibt einen weiteren Punkt weshalb es hierzulande mit der Energiewende harzt: Die Umweltverbände. Es gab in den letzten Jahren durchaus einige mittlere und grössere Projekte. Davon wurden aber einige wegen dem Widerstand diverser Umweltverbände wieder eingestampft. Auch wenn die Verbände durchaus berechtigte anliegen vertreten, müssen halt auch mal die "Grünen" über ihren Schatten springen und für alternative Energie-Lösungen Hand bieten.
  • drüber Nachgedacht 12.11.2019 09:55
    Highlight Highlight Die Aussage, dass man mit Bonsai Solaranlagen auf Dächern die Energiewende nicht schafft, ist falsch.

    Wenn jedes Haus selbstversorgend ist, dann braucht es die grossen Kraftwerke nur noch für die Industrie, Bahn usw..

    Je länger je mehr bestehen Möglichkeiten um ein Haus Energieautark zu betreiben, Boiler während Sonnenzeiten heizen, Energiespeicher für den Nachtbetrieb usw..

    Die Industrie braucht den Grossteil der Energie auch während des Tages. Da können grosse Solaranlagen wirken.

    Das klappt jedoch nur, wenn keine Leute wie Rösti an den Schalthebeln der Subventionen sitzen.
    • Posersalami 12.11.2019 10:59
      Highlight Highlight Ein paar m2 auf dem EFH sind nett aber ohne Speicher gibts keine Autarkie.
    • drüber Nachgedacht 12.11.2019 13:23
      Highlight Highlight Solange unsere EWs immer noch in der Nacht Niedertarif und am Tag Hochtarif für den Strom verlangen können, muss man sich keine Gedanken um Stromspeicher machen.
    • Hubert Kirrmann 12.11.2019 18:07
      Highlight Highlight Speicher dienen nur dem Egoismus: ich vernichte 10% meines Solarstromes, damit mein Nachbar nicht davon profitiert.
  • THEOne 12.11.2019 09:21
    Highlight Highlight und wenn zuviel grüner strom produziert wird, werden sie einfach vom netz genommen, weil die ew's sonst zuwenig geld verdienen. das ist heute schon gängige praxis...
    mal abgesehen davon, in 2050 werden soviele e-dingens überall sein, das kann die schweiz nicht mal ansatzweise mit ökostrom versorgen.
    wir werden immer auf ausländischen "dreckstrom" angewiesen sein. btw.
    • dorfne 12.11.2019 11:48
      Highlight Highlight Deutschland macht es umgekehrt! Wenn genügend Strom aus Erneuerbaren produziert wird, werden die Kohlekraftwerke heruntergefahren - per Gesetz! Und das funktioniert.
    • Froggr 12.11.2019 13:15
      Highlight Highlight Dorfne: wie oft ist das bis jetzt schon vorgekommen, dass Deutschland genügend Ökostrom produziert hat und kein Kohlestrom?
    • Rabbi Jussuf 12.11.2019 13:17
      Highlight Highlight dorfne
      Stimmt nicht so ganz.
      Die Kohlekws laufen meist auf einem tiefen Level, weil es sich nicht mehr lohnt dank der CO2 Abgaben. EE hat Vorrang, das stimmt. Aber die werden auch bezahlt, wenn der Strom überhaupt nicht produziert und benötigt wird.
      Nochmals: Die EE-Produzenten werden auch für Strom bezahlt, den sie gar nicht produzieren.
      Das gibt eine krasse Wettbewerbsverzerrung und verteuert die Strompreise enorm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albi Gabriel 12.11.2019 09:18
    Highlight Highlight Wenn ein grösseres Solarprojekt geplant wird, kommt sofort die Stiftung Landschaftsschutz, Pro Natura, WWF oder sonst irgendeine Verhinderungsvereinigung und legt sich quer. So geschehen in St. Antönien und am Walensee. Solange das passiert, kommt die ganze Sache sowieso nicht vom Fleck...
    • fuegy 12.11.2019 12:27
      Highlight Highlight Das liegt wohl zum Teil daran, dass grosse Solarprojekte viel Platz benötigen. Diese Fläche muss für die Errichtung der Solarzellen komplett planiert werden, wo durch die entsprechende Fläche ökologisch zerstört wird und für Tiere und Pflanzen unnutzbar wird.
    • Albi Gabriel 12.11.2019 12:43
      Highlight Highlight @fuegy: Bei den zwei Projekten, die ich erwähnte, war das genau nicht der Fall. In St. Antönien sollten die Panels an die bestehende Lawinenverbauung montiert (wie auf dem Bild am Anfang des Artikels) und am Walensee vor einen grossen Steinbruch gehängt werden. In beiden Fällen wurde vor der definitiven Projektierung von verschiedenen Umweltorganisationen intensiver Widerstand angekündigt, weshalb beide Projekte schon früh beerdigt wurden.
    • Rabbi Jussuf 12.11.2019 13:19
      Highlight Highlight Solche PV Anlagen in der freien Natur sollten generell verboten werden. Da wird hysterisch versucht Anlagen zu bauen, ohne die Nebenwirkungen zu berücksichtigen, wie verbrauchtes Land, das man wirklich besser nutzen könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • el perro 12.11.2019 09:18
    Highlight Highlight Klar, ohne Rahmenabkommen wird die Schweiz bald im Dunkeln sitzen. Ist wieder mal so ne Aussage, dass man sich der EU unterwerfen soll. Pure Angstmacherei. Die Schweiz muss seinen Strombedarf selbst decken. Aber mit unserer Politik machen wir uns immer mehr vom Ausland abhängig. Und solange Strom aus erneuerbarer Energie für den Endverbraucher teurer ist als Atomstrom, wird da kein Umdenken stattfinden. Aus meiner Sicht ist der Ausstieg aus der Atomkraft der falsche Weg. Erneuerbare Energie wird das in absehbarer Zeit nicht kompensieren können, auch wenn genug Potenzial vorhanden wäre.
    • PVJ 12.11.2019 12:17
      Highlight Highlight Niemand will sich unterwerfen, aber Inseldenken bringt uns nicht weiter. Die europaweite Vernetzung ist eine Voraussetzung für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung. Nationale Autarkie zu jedem Zeitpunkt ist viel zu teuer und unsinnig, weil grosse Redundanzen aufgebaut werden müssen.

      Grenzüberschreitender Stromhandel ist ja nichts Neues: ZB muss das Atomstrom-Musterland Frankreich schon heute bei Kälte grosse Mengen importieren, weil die AKW zuwenig flexibel sind. Auch die flexible CH Wasserkraft profitiert davon.
    • Rabbi Jussuf 12.11.2019 13:24
      Highlight Highlight Stimmt, das Mit dem Strom hat Null und Nichts mit dem Rahmenabkommen zu tun. Ist nur wieder eine Angstmache.
      Trotzdem wäre es gut, wenn man autarker Energie produzieren könnte.

      In ein paar Jahren will man dann wieder ein AKW haben, weil das ganze EE-Zeugs die Versprechen nicht erfüllt, die einem die ganze Zeit gegeben werden. Hätte man Augen im Kopf, würde man diese Entwicklung in Deutschland bereits jetzt überdeutlich sehen.
  • Uno 12.11.2019 09:10
    Highlight Highlight In der Schweiz werden 10 Mio. Tonnen Erdöl importiert. Bei einem aktuellen Erdölpreis von 43 USD/Fass ergibt dies ein Tonnenpreis von 313.9 USD (7.3 Barrel ist 1 Tonne Erdöl). Also importieren wir aktuell jährlich für 3.2 Milliarden CHF Öl.
    Viel Geld wo wir verschenken.
    • dorfne 12.11.2019 16:26
      Highlight Highlight Das Erdöl muss zu 100% importiert werden. Daran stören sich die Verhinderer von EE nicht im geringsten. Aber es stört sie rüdig, dass wir im Winter noch Kohlestrom (aber immer weniger) aus Deutschland importieren müssen.
  • Matrixx 12.11.2019 09:06
    Highlight Highlight Das bringts auf den Punkt.
    Benutzer Bild
  • MacB 12.11.2019 09:01
    Highlight Highlight Die Einmalvergütung auf Solaranlagen ist ja meines WIssens kantonal noich unterschiedlich geregelt. In meinem Kanton bsp.weise erhält man nur eine Vergütung, wenn man eine Anlage auf ein min. 5-jähriges Haus setzt. Wer neu baut, erhält keine Förderung, sondern wartet 5 Jahre und baut sie dann auf. Das ist doch ein Irrsinn, wenn man vorwärts kommen will.
    • dorfne 12.11.2019 11:53
      Highlight Highlight Das nenn ich Verhinderungspolitik. Ich hoffe, Linksgrün wird dem ein Ende setzen.
    • Yippie 12.11.2019 18:48
      Highlight Highlight Einmalvergütung ist überall in der Schweiz gleich, da die Förderung über den Bund läuft. Allenfalls gibt es aber in deinem Kanton eine zusätzliche Förderung die so etwas vorsieht.
  • Elke Wolke 12.11.2019 08:59
    Highlight Highlight Es fehlt an Anreizen. Wenn ein Dach 40 Jahre alt ist, sollte dieses zuerst erneuert werden, bevor ich eine Photovoltaikanlage installiere. Zudem braucht es - sinnvollerweise - eine Batterie und Anschlüsse in die Garage um e-Fahrzeuge aufladen zu können. Dies alles ist mit hohen Investitionen verbunden, die gleichzeitig getätigt werden müssen.

    Dabei ist vieles noch unklar wie z.B. Photovoltaikanlagen als Elektrosmog-Quelle via Wechselrichter. Quelle: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/elektrosmog-quellen/photovoltaikanlagen-als-elektrosmog-quelle.html
    • Joe924 12.11.2019 12:27
      Highlight Highlight Hast du deinen Link auch gelesen?
      "Die Belastung durch Hochfrequenzstrahlung kann durch eine ausreichende Distanz zwischen Wechselrichter und Mensch klein gehalten werden. Schon nach wenigen Metern ist der Einfluss des Wechselrichters kaum noch feststellbar."

      Der Wechselrichter wird in der Regel im Keller montiert.
  • PeteZahad 12.11.2019 08:51
    Highlight Highlight "Das Potenzial der Photovoltaik auf Hausdächern und Fassaden beträgt gemäss Bundesamt für Energie (BFE) 67 Terawattstunden."
    Selbst wenn dieses Potenzial ausgeschöpft ist, wie wird das Problem gelöst, dass diese Energie vorwiegend im Sommer produziert und im Winter benötigt wird? Unsere Stauseen reichen hierfür bei weitem nicht aus.

    Der Autor sollte vielleicht Mal diesen Beitrag der swiss physical society lesen:
    https://www.sps.ch/artikel/physik-und-gesellschaft/energiepolitik-wo-ist-die-stimme-der-physiker-17/

    Es reicht eben nicht, einfach auf die (theoretische) Jahresleistung zu schauen.
    • ChillDaHood 12.11.2019 12:34
      Highlight Highlight Naja, recht haben sie schon - allerdings ist es mal ein Anfang, wenn wir die Summe hinbekommen. Denn solange wir nicht mal das haben, brauchen wir auch keine Überlegungen über Speicher anstellen.

      Was imho gefördert werden muss sind Windkraftwerke, weitere Speicherlösungen und langfristig setze ich mein Geld auf Power2Gas...
    • ChillDaHood 12.11.2019 16:50
      Highlight Highlight Darf ich die Blitzer fragen, was sie an meinem Post bemängeln?
    • Aladdin 13.11.2019 05:27
      Highlight Highlight @ ChillDaHood: ich denke, die Blitzer blitzten wegen Ihrem letzten Satz zum Power2Gaz.
      Offenbar sind die Blitzer der gleichen Meinung wie ich, dass Power2Gaz eine sehr ineffiziente Methode der Energiespeicherung ist.
  • Quacksalber 12.11.2019 08:44
    Highlight Highlight Am Ende braucht es auch viele Kleinanlagen auf den Hausdächern. Roger Nordmann und vorher Anton Gunzinger und Rudolf Rechsteiner haben das deutlich gezeigt. „Bonsai“ Anlagen produzieren in der gleichen Gegend pro Panel genau gleich viel Strom wie grosse Anlagen.
    • Hubert Kirrmann 12.11.2019 18:03
      Highlight Highlight Nein, diese Propheten haben nichts gezeigt, alles beruht auf Hoffnung. Man lese zwischen den Zeilen.
    • Quacksalber 13.11.2019 09:56
      Highlight Highlight Stimmt, man sollte auch wollen. Dann gehts aber.
  • Divico 12.11.2019 08:32
    Highlight Highlight Hat schon jemand eine Studie geschrieben, was mit den Lebewesen geschieht wenn alle Stauseen zugedeckt werden und kein Licht mehr durchkommt? Totes Wasser? Wollen wir das wirklich?
    • ConcernedCitizen 12.11.2019 14:07
      Highlight Highlight Berechtigter Einwand, hab ich mir auch überlegt.
    • bix 12.11.2019 16:05
      Highlight Highlight Kühles Wasser ist lebendiges Wasser.
      Die Seen werden ja nicht 100% abgedeckt.
    • Hubert Kirrmann 12.11.2019 18:04
      Highlight Highlight Und wieviele Fische leben in einem Stausee auf 1500 m mit 4° Wasserwärme und keine Algen?
  • GraveDigger 12.11.2019 08:18
    Highlight Highlight Alles mit PV vollpflastern bringt herzlich wenig. Einerseits muss das jemand bezahlen und der ökologische Gewinn schrumpft weil die Regelung so dermassen komplex wird um das Netz stabil zu halten, die Herstellung noch gar nicht mit eingerechnet. Ob mehr Technik das Problem der Technik löst mag ich bezweifeln. Schlussendlich produziert man einfach noch mehr Elektroschrott und verschiebt die Probleme.
    Der Hebel muss an einem anderen Ort angesetzt werden. Es gibt nur eine saubere Energie und das ist die, die nicht verbraucht wird. Aber der Konsum und Wohlstandswahn wird das zu verhindern wissen.
  • Noah Archer 12.11.2019 08:18
    Highlight Highlight Das Bild zeigt doch alles ... nach Norden weisende Panels zeigt, dass das Geld für diese Anlagen vom Staat kommt.
    Wiederum ist die Speicherung und die effiziente Umwandlung in transportierbaren Strom nicht realisiert.
    Da die Sonne gratis liefert, kann nur eine noprofit Energieproduktion Abhilfe leisten.

    Mir ist und war immer ein Rätsel wie jemand privat die Wasserkraft nutzen kann. Dabei noch andere per Gesetzesknechterei davon fern hält. So will man nun mit der Sonnenenergie Profit machen ..
    Das nennt sich Verwaltungsdiktatur und Korruption auf höchstem Niveau.
    So klappt's bestimmt nicht und verzögert die Energiewende einfach.

    • Rabbi Jussuf 12.11.2019 13:30
      Highlight Highlight Ohne Profit macht niemand was. Was du dir vorstellst wäre eine DDR 2.0. Wie das herausgekommen ist, wissen wir.
  • lawrzk 12.11.2019 07:56
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht sollte jeder auf sein Haus Solarzellen montieren. Und diesen Strom direkt für den Eigenbedarf einsetzen. So entfällt der verlustreiche Transport. Ausserdem würde das ganze Netz entlastet werde, da nicht mehr so viel Strom transportiert wird. Wasser und Windkraftwerke werden die Spitzenzeiten überbrücken können. Wenn es noch gelingt eine neue Speichermethode zu entwickeln wären viele Probleme auf einen Schlag gelöst.
    Leider wird mit den fossilen Brennstoffen noch so viel verdient, das sich nichts ändert.
  • sol(j)arboy 12.11.2019 07:54
    Highlight Highlight Ein Artikel über Hochalpinsolar wäre auch mal interessant. Mit solchen Solaranlagen sind im Winter sogar (je nach Aufsteungswinkel) effizienter. Damit könnte man zu einem gewissen Teil das Winterstromloch stopfen.
  • WID 12.11.2019 07:46
    Highlight Highlight Schmimmende Solaranlagen, Solarfarmen auf der grünen Wiese, Mit Solarpanelen zugebaute Bergregionen: alles vermindert die naturbelassenen Flächen. Dabei gibt es ausreichend Potential auf den bestehenden Siedlungsflächen. Dächer, Strassenränder, Autodächer...
  • Bosshard Matthias 12.11.2019 07:42
    Highlight Highlight Solar ist eine tolle ergänzung aber sicher nicht die Lösung. Anbei die PV Grafik meiner Stromproduktion 2018
    Deutlich zu sehen das es Monate gibt in denen der Soll Ertrag nicht erfühlt wird und im Winter so gut wie nichts.
    Wir sind hier nicht in Asien darum brauchen wir keine träumer sondern wirkliche Lösungen und das ist definitiv nicht Solar!
    Benutzer Bild
    • offgrid 12.11.2019 13:14
      Highlight Highlight Schöne Grafik! Zeigt vor allem dass eine PV Stromversorgung auf die schlechteste Jahreszeit dimensioniert werden muss, ansonsten wird die Energiewende zum Energiedebakel. Leider gefällt diese unangenehme Wahrheit weder den Solarfirmen noch den Anlagebesitzern und wird allzu häufig unter den Tisch gewischt. Auf der anderen Seite produziert ein Panel in 3 Jahren die Energiemenge die es zu seiner Produktion brauchte, ist also nicht wirklich ein Problem, nur der Strom wird halt auch 5x teurer...
    • Lienat 12.11.2019 23:17
      Highlight Highlight Was du da zeigst ist die Produktion EINER Anlage während EINEM Jahr.Das ist für die landsweite Produktion kaum Relevant. Das Produktionssoll mit 7 signikikanten Stellen anzugeben ist übrigens Quatsch (die jährliche Schwankung kann im Bereich von 10% liegen). Und so wie es aussieht, ist Deine Anlage stark sommeroptimiert (oder sie steht in einem Nebelloch). Ansonsten wäre der Winterstromanteil viel höher.
    • Fandall 13.11.2019 13:37
      Highlight Highlight Interessanterweise wurde der Bedarf im Winter trotz tieferer Erzeugung erfüllt. Im Sommer jedoch nicht. Was führte denn zum grossen Bedarf im Sommer? Klimaanlage? Poolkühler?
      Oder wie genau wurde denn das Soll berechnet?
  • Hans007 12.11.2019 07:41
    Highlight Highlight Das mit der faktischen Abschaffung der kostenorientierten Einspeisevergütung ist natürlich ein ausserordentlich schlechter Scherz. Es wäre interessant, zu erfahren, was sich die BFE Leute dabei gedacht haben.
    • Qui-Gon 12.11.2019 14:56
      Highlight Highlight Da die Produktionskodten laufend sinken, sollen die Erneuerbaren weg von den Subventionen und näher an den Markt. Dafür gibts eine Anschubhilfe. So einfach, das haben sie gedacht.
  • patnuk 12.11.2019 07:39
    Highlight Highlight Payerne zeigt wie es funktionieren kann. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
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    • WID 12.11.2019 10:48
      Highlight Highlight @patnuk: bescheuert , wertvolles Kulturland mit Solarzellen zuzupflästern.
    • Rabbi Jussuf 12.11.2019 13:33
      Highlight Highlight Genau solche Fehlentwicklungen sollte man tunlichst vermeiden. Da geht es nur noch darum möglichst grün und gut dazustehen.
  • Domino 12.11.2019 07:14
    Highlight Highlight Das Problem ist doch nicht die Erzeugung von Strom, sondern dessen Speicherung.
    • WID 12.11.2019 08:02
      Highlight Highlight @Domino: ja, aber schon auch die Erzeugung. Wenn Du dir den Primärenergiebedarf der Schweiz anschaust (2018: 800 PJ) muss einiges an Energie erzeugt werden.
    • Fredz 12.11.2019 09:30
      Highlight Highlight Die Axpo hat letztes Jahr ein Pumpspeicherwerk, das 1.5 Milliarden gekostet hat, in Betrieb genommen. Um Atomstrom zu speichern. Genügend Speicherplatz vorhanden. Zudem dienen alle Batterien der Ektrofahrzeuge ebenfalls als Speicher. Auch für Einfamilienhäuser gibts genügend Speicher auf dem Markt.
    • WID 12.11.2019 10:49
      Highlight Highlight @Fredz: alles Peanuts wenn die Winterlücke tatsächlich abgedeckt werden soll. Rechne mal ein bisschen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die_andere_Perspektive 12.11.2019 07:08
    Highlight Highlight "[... ] denn letztlich lohne sich die erneuerbare Stromerzeugung nur, wenn auch eine Rendite erzielt werden könne."

    In dieser Aussage sehe ich das grösste problem der menschlichen Existenz und dessen Zukunft
    • Alle haben bessere Namen als ich. 12.11.2019 10:14
      Highlight Highlight Aber auch die grösste Chance, wenn wir Produktions- und Folgekosten ehrlich berechnen sind erneuerbare Energien die ökonomische Wahl.
      Die grossen Probleme liegen an anderen Orten:
      Unternehmen die nur Profit aus "alten" Energie trägern machen.
      Die Auslagerung von Folgekosten an den Staat, Atommüll oder Folgen des Klimawandels (=indirekte Subventionierung).
      Die Irrationalität gewisser Personen und Institutionen.
    • FrancoL 12.11.2019 10:57
      Highlight Highlight Eigentlich wäre es kein Problem, wenn man denn die Rendite bei allen Energieformen INKL. den Folgekosten rechnen würde. Doch das tut man nicht und darum ist dieser Satz tatsächlich mehr als nur gefährlich.
    • Kaspar Floigen 12.11.2019 11:31
      Highlight Highlight Nicht wirklich. Die Rettung der menschlichen Existenz ist mehr als genug wert, um eine Rendite zu erreichen. Das Problem ist, dass wir es immer noch nicht geschafft haben diese Rettung zu bepreisen. Da muss angesetzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansDampf_CH 12.11.2019 07:07
    Highlight Highlight Nur mal zum überlegen... Den Kantonen gehören die Energieversorger. Viele ebendieser Politiker die den Rahmen für eine entwicklung setzen solkten sitzen in den Vorständen der Energieunternehmen, welche von der Verhinderung profitieren... 🤔
    • leu84 12.11.2019 10:07
      Highlight Highlight Dann sollen die Kantone Dampf unter dem Kessel ihrer Stromkonzere machen. Vielleicht sollten die kantonalen Parlamente mehr Kritik üben. Ich hoffe bei den Kantonsparlamente und -Regierungen geht der Kurswechsel weiter.
    • Hubert Kirrmann 12.11.2019 18:11
      Highlight Highlight Nicht die EW sind das Problem, sondern die Neoliberalen in Bern und die Umweltschützer. AXPO und Alpiq haben mehr erneuerbare Energie installiert als alle andere in der Schweiz - wohlverstanden im Ausland, wo kam keine 1000 Einsprachen pro Anlage bekommt.
  • Yippie 12.11.2019 07:01
    Highlight Highlight Das Problem ist vor allem die Politik. Für den Ausbau der Solarenergie hat der Bund in der Energiestrategie ein Ziel definiert, welches wir mit den aktuellen Zubauraten erfüllen können. Das Ziel ist entsprechend zu wenig ambitioniert.

    Bei den Vorschriften zur Energie (MuKEn 2014) machen die Kantone nicht vorwärts oder sie setzen Massnahmenpakete nicht um. Dort ist z.B. eine Eigenstromproduktion bei Neubauten vorgesehen.
    • HansDampf_CH 12.11.2019 07:07
      Highlight Highlight Die energieunternehmen gehören den kantonen....
    • WID 12.11.2019 08:03
      Highlight Highlight @Yippie: wenn das Problem die Politik ist, dann ist das Problem das Volk welches diese Politik wählt. Also: Aufwachen.
    • nukular 12.11.2019 08:30
      Highlight Highlight Die MuKEn schreibt 10w pro m2 EBF vor... Die Frage ist, ob dies jemals reichen wird.. Denn wenn jeder nur die minimalfläche ausnutzt, da fast keine Förderungen mehr zu bekommen sind, sehe ich schwarz. Denn irgendwann hat jeder auch noch ein elektroauto und dann reicht die eigenproduktion wieder niemals aus...
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