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Wie die Photovoltaik unsere Energieprobleme lösen wird



Im März 2016 trafen sich 57 Photovoltaik-Experten aus Deutschland, Japan und den USA, um im Rahmen der Global Alliance of Solar Energy Research Institutes (GA-SERI) das Potential und die Zukunft der weltweiten Photovoltaik zu eruieren. In einem abschliessenden Statement hielt die Autorin Nancy M. Haegel fest, dass unter gewissen Bedingungen bis 2030 Kapazitäten zwischen 3-10 Terawatt (3'000-10'000 Gigawatt) möglich wären. Als Vergleich: Damals waren gerade mal 300 Gigawatt installiert. Die Rede war dementsprechend von einer Kapazitäts-Steigerung von mindestens 1000%.

Wenn dir diese Zahlen nichts sagen, sei unbesorgt. Wir sorgen weiter unten für Klarheit. Wichtig ist erstmal, dass 2016 davon ausgegangen wurde, dass 2030 3-10 Terawatt möglich wären.

Nun erschien vor wenigen Tagen von denselben Autoren im wissenschaftlichen Fachmagazin «Science» eine Neubeurteilung der Lage. Und sie hört sich vielversprechend an.

Was ist dieses «Science»-Magazin?

Fussballer träumen von der Champions League, Basketballer von der NBA. Und wovon träumen Naturwissenschaftler? Von einer Publikation im «Science» oder im «Nature». Wer in einem der beiden Magazine publiziert, kann sich die Professorenstelle danach aussuchen. «Science» und «Nature» – was dort steht, hat Gewicht.

Die Wachstumskurve der weltweiten Photovoltaik-Kapazität hat sich positiv entwickelt. Sogar die gestandenen Experten zeigten sich überrascht. Ein wichtiger Grund dafür sind die unerwartet drastischen Preissenkungen bei den Photovoltaikmodulen. Im weltweiten Durchschnitt wurden Ende 2018 weniger als 0.25$ pro Watt bezahlt. Erwartet wurde dieser Preis erst um das Jahr 2030 (bei einer installierten Leistung von 8 TW).

Deshalb werden nun die bis 2030 als Höchstziel definierten 10 Terawatt anvisiert. Zusätzlich stellen die Autoren in Aussicht, dass der Siegeszug der Photovoltaik bis 2050 weiter geht und sogar eine Kapazität von 30-70 Terawatt erreicht.

Damit würde die Photovoltaik zum Hauptenergieproduzenten auf diesem Planeten.

Nun aber zur Klärung der Zahlen. Was bedeuten diese? Wie viel Strom könnte so produziert werden?

Die Studie rechnet mit «Kapazität» – also der möglichen Leistung im Idealfall. Leider aber ist Kapazität nicht gleich Kapazität, denn der Idealfall für Photovoltaik (entsprechende Wetterbedingungen) trifft wesentlich seltener zu als der Idealfall für ein Kernkraftwerk (Alle Systeme funktionieren einwandfrei). Das heisst: Um dieselbe Menge Strom zu produzieren, braucht eine PV-Anlage mehr Kapazität als ein Kernkraftwerk.

Zum Vergleich: Die weltweiten Kapazitäten im Jahre 2017:

Copy: Energiepotential
Infogram

Ergänzt man diese Grafik mit dem tatsächlich produzierten Strom, wird die «Kapazität-ist-nicht-gleich-Kapazität»-Problematik deutlich.

Energiepotential
Infogram

Die Grafik zeigt: Obwohl PV bereits 2017 eine leicht höhere Kapazität als Kernkraft besass, wurde damit weniger als die Hälfte des Stroms produziert.

Nun aber die gute Nachricht. Eine Steigerung der PV-Kapazität auf 10 TW bis ins Jahr 2030 – unter der Annahme, dass das Kapazität-zu-Energieproduktion-Verhältnis ungefähr gleich bleibt – demonstriert das enorme Potential von Photovoltaik:

Energiepotential 2030
Infogram

Und weil der Blick in die Glaskugel in diesem Fall zuversichtlich stimmt, zeigen wir auch noch, wie viel Strom mit PV bis 2070 möglich wäre.

Copy: Energiepotential 2030
Infogram

Selbstverständlich sehen die Autoren auch gewisse Hürden beim Siegeszug von PV:

In Sachen Stromspeicher hat sich übrigens bereits etwas getan. Die gigantische 100 MW-Batterie, welche Tesla im Süden Australiens baute, ist drauf und daran, einen Drittel der Baukosten in nur einem Jahr zu amortisieren.

Quellen und Annahmen der Berechnung:

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    Alle Leser-Kommentare
  • nitVoZieri 13.06.2019 06:28
    Highlight Highlight Erstaunlich dass Batteriepreise sinken sollen. Ich empfehle den Abbau von Lithium in Südamerika mal anzuschauen. 2 Millionen Liter Wasser in der Wüste für 1 Tonne Lithium.
    • pontian 13.06.2019 09:54
      Highlight Highlight Batteriepreise sinken im Schnitt 15% im Jahr. Wir merken das nur nicht, weil unsere neuen Geräte (Smartphone, Laptop) zwar viel mehr Akkukapazität haben aber auch mehr Energie brauchen.

      Lithium wird übrigens auch aus Meerwasser gewonnen und das aus Südamerika stammende hauptsächlich nicht für Batterien verwendet - sondern für Glaskeramikherde und Fenster.

      Natürlich muss man den Abbau in Minen verbessern, aber Batterien kann man zu 98% recyclen. Das auch unter fragwürdigen Umständen geförderte Öl verbrennen wir einfach und unwiderbringlich.
    • nitVoZieri 13.06.2019 15:00
      Highlight Highlight Man kann, oder könnte recyclen. Die E FZ habe noch nicht 10 Jahre erreicht. Auch der Abbau von Kobalt ist nicht ohne im Kongo. Lithium und Kobalt Abbau, auf Kosten Menschen und Umwelt.
  • Kanischti 12.06.2019 13:25
    Highlight Highlight Das scheint auf den ersten Blick alles sehr positiv und gibt Hoffnung. Aber wie sieht das für die Schweiz aus? Schliesslich wollen wir uns von allen nicht erneuerbaren Energien verabschieden! Reicht es aus, nur die Gebäudedächer /-teile mit PV zu bestücken? Falls nicht, wo sollen diese PV Felder zu stehen kommen, ohne dass sich die Bevölkerung daran stört? Wie kann diese Energie hier gespeichert werden? Sind genügend Bodenschätze vorhanden, um die weltweite Nachgfrage nach Batterien zu befriedigen? Es darf doch nicht sein, dass wir uns beim Strombedarf noch mehr vom Ausland abhängig machen!
  • Urs457 12.06.2019 10:26
    Highlight Highlight Eine Energie autarke Schweiz funktioniert bis auf wenige Tage im Jahr. Ich empfehle die Lektüre des Buches “Kraftwerk Schweiz” von Unternehmer und ETH-Professor Anton Gunzinger.
    • Avenarius 12.06.2019 12:20
      Highlight Highlight Super Buch! Ich empfehle das Buch "Blackout" vom Investigativ-Autor von Marc Eisberg. Was passiert wenn der Strom von Terroristen gekappt wird. Nach 1 Tage nach 4 Tagen ... nach 14 Tagen.
      Extrem spannend und mit vielen Aha-Erlebnissen.
  • Urs457 12.06.2019 10:22
    Highlight Highlight Wer den Vortrag von Tony Seba noch nicht gesehen hat, kann das hier nachholen. Photovoltaik wird sich schon allein durchsetzen, weil preislich die anderen Energielieferanten gar nicht mithalten können!
    Play Icon
  • WID 12.06.2019 07:41
    Highlight Highlight Die Lösung heisst Methanolwirtschaft mit Power-to-Methanol als Energeispeicher überschüssiger PV Energie.
    • Cisco 12.06.2019 12:36
      Highlight Highlight Weshalb CH3OH statt H2?
    • WID 12.06.2019 14:33
      Highlight Highlight @Cisco: einfach Handhabung, einfache Lagerung, hoher Sicherheitslevel. Methanol kann relativ einfach auf bestehenden Infrastrukturen aufbauen.
    • Dr. Zoidberg 12.06.2019 14:52
      Highlight Highlight @cisco

      aus dem banalen grund, dass für methanol eine funktionierende infrastruktur bereitstehen würde. für wasserstoff nicht (und nein, man kann das zeug nicht einfach durch die heutigen gasleitungen schicken). dazu kann man methanol relativ einfach auch aus biomasse, aka grünabfällen, gewinnen. das heute bei der kompostierung aufgefangene und zum (erd)gas dazugemischte methan kannst du aber nicht so ohne weiteres mit wasserstoff mischen.
  • Sophon 12.06.2019 07:29
    Highlight Highlight Irgendwo ist immer Tag, irgendwo immer Sommer, irgendwo weht immer Wind. Wie würde es aussehen, wenn man das Grid Weltweit vernetzen könnte. Nach meiner Logik hätten wir dann immer Strom aus Sonne oder Wind zur Verfügung.
    • tonitoetap 12.06.2019 11:01
      Highlight Highlight Weltweite vernetzung finde ich einen guten Ansatz es gibt ja riesige Flächen auf denen fast das ganze Jahr über die Sonne scheint.
      Sehe da aber Probleme mit der Politik, so könnte der Strom einfach von dem Land abgeschaltet werden in dem die Module stehen.
    • The IT Guy 12.06.2019 11:09
      Highlight Highlight Leistungsverlust über diese Distanzen?
    • Toerpe Zwerg 12.06.2019 12:24
      Highlight Highlight Das wäre nur mit supraleitenden Grids machbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • beaudulac 12.06.2019 01:35
    Highlight Highlight naja. wenn man miteinbezieht, was solarkraft für die wassererwärmung und heizenergieentlastung helfen könnte und dazu noch ein kleines windrad auf jedem dach. ich weiss, dass das keine generallösung wäre, aber ein so grosser teil der tagsüber konsumierten elektrischen energie wäre bei einem bewussten verbrauch schon mal gedeckt. ich bin immer noch davon überzeugt, dass der energiekonsum, bis auf einen überschaubaren bereich, dezentralisiert werden sollte.
    • Dr. Zoidberg 12.06.2019 12:13
      Highlight Highlight du musst dich gar nicht auf den "grossen teil" beschränken. 1/4 der dachfläche meines hauses reicht, um den gesamten strom, den wir im "tag-tarif" beziehen, zu ersetzen. ungefähr 2/3 würden den gesamten strombedarf decken (und da ist warmwasser schon drin!)
      blöd ist halt, dass schon das 1/4 etwa 20'000 franken kostet - ohne pufferspeicher. mir ist amortisation in dem zusammenhang eher egal, aber die anlage wäre am ende ihrer lebenserwartung, bevor sie amortisiert wäre. das wird sehr viele verständlicherweise abschrecken (wir werden es wohl trotzdem nächstes jahr in angriff nehmen).
  • Andij 12.06.2019 00:56
    Highlight Highlight So viel Förderung, Resourcen und Energie in einen extremst ineffizienten und nicht halb so sauberen Energieträger wie stets weisgemacht wird zu stecken, ist wirklich unglaublich...
    Weshalb stattdessen nicht ein deutlich höherer Fokus auf das enorme Potential bspw der Kernfusion oder von Wasserstoffumwandlung gelegt wird, ist mir ein Rätsel.
    • DerHans 12.06.2019 08:10
      Highlight Highlight Sie bemängeln Ineffizienz, aber bringen Kernfusion und Wasserstoff ins Spiel? Noch ineffizienter gehts beim heutigen Stand der Technik nicht! Klar ist Potential vorhanden, jedoch ist bei Solar und Akkus das Ende der Fahnenstange auch noch lange nicht erreicht.
    • Khoris 12.06.2019 09:13
      Highlight Highlight 1. Fusionsenergie kann möglicherweise ein Energieträger der Zukunft sein, ist aber bei weitem noch nicht wo weit. Wir brauchen aber machbare Lösungen heute.
      2. Die Fusion muss extrem genau kontrolliert werden und ist daher vermutlich relativ störanfällig.
      3. Wie kommst du auf "halb so sauber?
    • Toerpe Zwerg 12.06.2019 12:25
      Highlight Highlight Es braucht keine Fusion, Spaltung reicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 11.06.2019 23:01
    Highlight Highlight Watson und seine Klima- und SVP Artikel 😃
    • Aladdin 12.06.2019 22:27
      Highlight Highlight @sunshineZH: Du hast die Elektroautos vergessen. Da kannst du immer so schön mit deiner Liebe zu Verbrennungsmotoren zurückschlagen! 😀
    • sunshineZH 12.06.2019 22:59
      Highlight Highlight @Aladdin Stimmt, hätte ich fast vergessen danke 😅
  • qolume 11.06.2019 22:59
    Highlight Highlight Zum Speicherproblem hab ich letzthin einen interessanten Ansatz gehört. Statt Pumpspeicherwerke in den Bergen, eine Pumpspeicher-"Glocke" in bestehenden Seen: Bei bedarf wird die vorher leere Glocke durch eine Wasserturbine kinetisch gefüllt. Bei Überschuss wird das Wasser wieder in den See gepumpt.
  • Hansi Meier 11.06.2019 22:47
    Highlight Highlight Leider wird in diesem Artikel nicht scharf zwischen Energie und Elektrizität getrennt. Die Grafiken betreffend die Elektrizitätsproduktion, welche ca. 17% des Energiebedarfs ausmachen. Hoffentlich kann möglichst viel fossile Produktion durch PV substituiert werden. Werden die restlichen 83% ENERGIE-Verbrauch ebenfalls durch Elektrizität hergestellt, erhöht sich der Elektrizitätsbedarf markant. Alle bisherigen seriösen Studien (z.B. IEA) gehen von einem MIX von zukünftigen Energieträgern aus, u.a. Geothermie, Hydro, PV und teilweise Atom.
    • Patrick Toggweiler 11.06.2019 23:29
      Highlight Highlight Es wird eh ein Mix. Aber hier geht es einfach mal nur um das PV-Potential.
    • Cisco 12.06.2019 12:39
      Highlight Highlight Ja, GW vs. TWh/10 hat mich auch erst mal verwirrt 😄
  • murrayB 11.06.2019 22:47
    Highlight Highlight Und woher kommen die Rohstoffe? PV-Anlagen bestehen hauptsächlich aus Silizium, Kadium und Selum… Übrigens alles nicht gerade umwelfreundliche Rohstoffe...

    Überschlagsmässig kommen heute 60% der Rohstoffe aus China, Südkorea oder Japan. Wie würde es bei einer Verzehnfachung sein? Und was bedeutet das Gift für die Umwelt?
    • PVJ 12.06.2019 00:28
      Highlight Highlight Was „Kadium“ und was „Selum“ sein soll weisst wohl nur Du...
      beim Silizium handelt es sich übrigens um das zweithäufigste Element auf unserem Planeten. Kommt in Glas, den meisten Gesteinen usw. vor...
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Silicium
      Aber Danke für den kompetenten Input!
    • Lienat 12.06.2019 06:16
      Highlight Highlight So ein Gugus... Über 90% aller Solarzellen bestehen aus Silicium. Da dies das zweithäufigste Element in der Erdkruste ist, ist es schlichtweg falsch zu behaupten, dass es da eine Knappheit gibt. Umweltachädlich ist es übrigens auch nicht (sonst wären es z.B. Sand oder Fensterglas auch).

      Cadmium-Tellurid-Zellen sind eine Randerscheinung, welche kaum Matktrelevanz hat und hoffentlich bald ganz verschwinden werden. Aber selbst diese Zellen verbrauchen keine Rohstoffe, sondern speichern sie und geben sie beim Recycling am Lebensende wieder zurück.

      Und was ist eigentlich Selum?
    • murrayB 12.06.2019 07:23
      Highlight Highlight @PVj: Ja, das weiss nur ich ;-), Sollte Kadmium und Selen heissen...

      Dir ist bekannt dass für PV -Anlage ein ultrareines Silizium benötigt wird? Und das, resp. die Produktion hierzu gibt es nicht allerorten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus @final-frontier.ch 11.06.2019 22:40
    Highlight Highlight "Wer in einem der beiden Magazine publiziert, kann sich die Professorenstelle danach aussuchen."

    Naja, so einfach ist das schon nicht ganz. Aber es hilft natürlich schon.
  • willi22 11.06.2019 22:38
    Highlight Highlight Endlich mal eine gute Pressekonferenz:
    Play Icon
  • murrayB 11.06.2019 22:38
    Highlight Highlight Bei diesen Spannweiten der Schätzungen könnte ich auch eine Prognose wagen ;-)
  • willi22 11.06.2019 22:35
    Highlight Highlight Guer Artikel. Danke. Mehr Infos:
    Play Icon
  • Blister 11.06.2019 22:34
    Highlight Highlight Passt doch alles wie die Faust auf's Auge für die Schweiz. Solarkraft kontinuierlich erhöhen und stärker fördern, die Wasserkraft weiter ausbauen, Kernkraft weiter nutzen und vielleicht sogar ein Ersatzkraftwerk aufbauen. Es sind ja alle für CO2 Reduktion. Diese drei Energiereserven in Kombination müsste man doch als Kompromiss fördern können (politisch!)
    • sheimers 12.06.2019 11:23
      Highlight Highlight Kernenergie ist ein Auslaufmodell. Braucht's nicht, rentiert nicht, will niemand.
    • Toerpe Zwerg 12.06.2019 12:33
      Highlight Highlight Kernenergie ist die Energie der Zukunft. Die Energiedichte, welche mit Kernspaltung freigesetzt werden kann ist um so viele Potenzen grösser als im Verbrennungsprozess und sowieso als im sammeln mittels Fotovoltaik, dass sie sich so oder so etablieren wird.

      Die wenigsten wissen das: Es braucht Eine Million Lastwagen voll mit Öl, um einen einzigen Lastwagen mit Kernbrennstoff zu ersetzen.

      EINE MILLION MAL MEHR.

      Es ist undenkbar, dass die Menscheit sich dieses extrem ressourcenschonende Potential entgehen lassen würde.

      Sideline: Nur Kernenergie ermöglicht Leben unabhängig von Klima.
    • Kanischti 12.06.2019 14:52
      Highlight Highlight So so, wir haben also das Endlager-Problem gelöst. Das hab ich wohl etwas verpasst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 11.06.2019 22:21
    Highlight Highlight Das problem ist nicht die produktion von Solarenergie. Die ist praktisch nicht limitiert. Nur braucht es speichermöglichkeiten im tagesverlauf und saisonal. Batterie ist relativ teuer (20-40rp/kwh), power to gas/wasserstoff hat einen sehr niedrigen wirkungsgrad, stauseen sind ideal aber doch ziemlich limitiert in der schweiz....
    • FrancoL 11.06.2019 22:51
      Highlight Highlight Die Speicherung ist entscheidend, aber auch die volle Nutzung der Solarenergie und die Stapelung der anderen Energien. Das funktioniert aber nicht, die Rückvergütungen nicht real und unsinnig tief. Dabei wäre das Energiemanagement sehr wichtig, doch da läuft noch wenig bis nichts, weil die grossen Player keine Gewinnmöglichkeiten sehen.
    • The Destiny // Team Telegram 12.06.2019 07:11
      Highlight Highlight Pv-> h2 ist das beste, etwas co2 dazu und man hat methan, da kann man beim verbrennen das co2 wieder einfangen und der Zyklus ist geschlossen. Einfachste Batterie Ever.
    • sheimers 12.06.2019 11:28
      Highlight Highlight Stauseen limitiert in der Schweiz? Wir haben zehn mal so viel Speicherkapazität wie Deutschland, pro Kopf also hundert mal mehr. Nur Norwegen hat noch deutlich mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 11.06.2019 22:00
    Highlight Highlight Weshalb streut man uns mit solchen Berichten Sand in die Augen?

    Diese Hochrechnung ist Mumpitz. Je grösser die installierte PV Leistung, desto geringer die Effizienz, weil das Netz die maximale Leistung gar nicht aufnehmen kann. Und auch mit diesem PV Ausbau wäre das Versorgungsproblem nicht gelöst - die Ersatzkapazitäten anderer Kraftwerke müssten nach wie vor bereitstehen.

    PV ist nicht tauglich, die Hauptlast der Stromversorgung zu tragen. Sie kann aber einen wertvollen Beitrag leisten
    • FrancoL 11.06.2019 22:20
      Highlight Highlight @TZ, Quatsch, die berechnest nicht dass ein guter Teil der Energie vor Ort verwendet wird und dies ist auch ein grosser Vorteil, nämlich die Dezentralität. Das was Du an ansengst ist das Denken von gestern, das hängen an der Zentralist, das herumreichen von Energie quer Beet ohne diese sinnvoll zuerst an Ort und Stelle zu nutzen. Ich habe Ihnen schon einmal dargestellt, das Rechnen ist nicht in Gesamtmengen anzustellen, sondern in Mengen die bewegt werden müssen.
      Aber da scheint bei Ihnen die Lobby der grossen Player gefruchtet zu haben.
    • Toerpe Zwerg 12.06.2019 06:31
      Highlight Highlight Das ist falsch. Wenn die installierte Leistung den Verbrauch übersteigt, kann der Strom nicht mehr genutzt werden, egal ob dezentral oder nicht. Obige Berechnung blendet das aus.
    • The Destiny // Team Telegram 12.06.2019 07:12
      Highlight Highlight @Zwerg den Überschuss von pv kann zur Erzeugung von H2 eingesetzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • papperlapapp 11.06.2019 21:32
    Highlight Highlight Ach je. Nix neues im Westen. Ich kann Trillionen von GW Solar auf dem Dach haben, wenn Nacht ist oder Winterhalbjahr kommt nix aus der Steckdose. Es ist noch keine Speichertechnologie gefunden worden welche ohne grosse Verluste PV vom Sommer in den Winter retten kann. Die öminöse 100MW Batterie liefert 10% von KKW Gösgen.. 1h lang! Dann ist sie leer! Nicht PV oder Wind ist das Problem sondern wie man den Sommerstrom speichert. Die heute einzig bekannte Alternative wäre Methan oder Wasserstoff Produktion und im Winter Verstromung durch Gaskraftwerke oder direkt mit Brennstoffzelle.
    • FrancoL 11.06.2019 22:01
      Highlight Highlight Als käme etwas aus der Zapfsäule, wenn die Follikeln nicht mehr liefern können oder Du es nicht mehr bezahlen kannst.
    • Astrogator 12.06.2019 07:12
      Highlight Highlight Wieso produzieren Solaranlagen im Winter kein Strom, auch im Winter wird es Tag.

    • FrancoL 12.06.2019 08:54
      Highlight Highlight @Astrogator; Sie produzieren im Winter Strom, nur weniger, darum gilt es die Anlagen so auszulegen, dass auch bei kürzeren Tagen eine vernünftige Produktion anfällt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unkel Wullewu 11.06.2019 21:08
    Highlight Highlight "Damit würde die Photovoltaik zum Hauptenergieproduzenten auf diesem Planeten."
    Energie und Strom ist nicht dasselbe. Um den Hauptenergieproduzenten Mineralöl zu toppen, müsste noch gewaltig mehr Photovoltaik installiert werden. Die Materie ist kompliziert, die Lösung dennoch einfach, auch wenn sie nicht in neuen Technologien steckt. Will man den Planeten retten, dann gibt es nur einen Weg: VERZICHT.
    • DerTaran 12.06.2019 06:11
      Highlight Highlight Wenn Verzicht die einzige Lösung ist, dann sind wir verdammt. Verzicht wird sich nicht durchsetzen lassen.
    • Aladdin 12.06.2019 07:53
      Highlight Highlight @Unkel Wullewu: Wobei „Verzicht“ nicht gleichzusetzen ist mit weniger Komfort. So kann zum Beispiel der konsequente Bau von Minergie- und Passivhäusern den Energiebedarf massiv senken, ohne dass gleichzeitig eine Komforteinbusse die Folge ist. Im Gegenteil.
    • DerTaran 12.06.2019 08:18
      Highlight Highlight @Aladdin, ich stimme dir zu, aber was du beschreibst, das ist nicht Verzicht.
  • dmark 11.06.2019 20:43
    Highlight Highlight So weit, so gut...
    Nun bräuchten wir eigentlich nur noch eine Möglichkeit, um von dem "teuersten Energiespeicher, den die Menschheit je entwickelt hat" weg zu kommen. Wenn es also gelingen würde, ohne Lithiumakkus diese Energie zu speichern, dann wäre die Solarenergie, trotz ihrer auch nicht gänzlich sauberer Herstellung der Panels (Brom, Arsen usw.), die Lösung für unsere Zukunft.
    Ggfs. wird da z.B. noch etwas mit Wasserstoff (in Flüssigkeit gebunden) geschehen oder man entwickelt ganz andere Formen der Speicherung - wer weiss?
    • shorty86 11.06.2019 22:52
      Highlight Highlight Salzwasserbatterien! Tiefe Energiedichte, aber gut genug wenn genügend Platz vorhanden ist, sowie bspw. dezentral in den Kellern der Wohnhäuser. Keine seltenen Erden und fragwürdigen Abbaubedingungen da nur Plastik und Wasser.
    • Lienat 11.06.2019 22:58
      Highlight Highlight Bei den Speichertechnologien wird sich mit Sicherheit noch einiges tun. Bevor Du aber den Li-Ion-Akku als "teuersten Energiespeicher, den die Menschheit je entwickelt hat" kleinredest, solltest Du bedenken, das Photovoltaik vor noch nicht allzu langer Zeit eine der teuersten Energiequellen der Menschheit war. Dann gab es aufgrund von Skaleneffekten plötzlich 80% Preiszerfall innerhalb von 5 Jahren. Würde mich nicht wundern, wenn es bei den Akkus ähnlich laufen würde.
    • dmark 11.06.2019 23:43
      Highlight Highlight Ja Lienat, nur verhält sich das mit den Solarzellen umgekehrt zu den LI-Ion-Akkus. Während bei den Solarzellen die Fertigungen massiv verbessert, bzw. die Kapazitäten enorm erweitert wurden und Silizium nahezu unendlich (Sand) zur Verfügung steht - die "paar Materialien zur Dotierung quasi vernachlässigbar sind - ist doch Lithium sehr umfangreich in seiner "Gewinnung".
      Somit glaube ich nicht, dass diese Speicherquelle zukünftig noch viel günstiger, sondern in seiner jetzigen Form sogar bestimmt zukünftig komplett ersetzt werden wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 11.06.2019 20:33
    Highlight Highlight Grundproblem bei (fast) allen Artikeln ist die Sicht aus nur einer Ecke, das Ausleuchten nur einer Energiespende. Da kommt man nicht weit und erst recht nicht, wenn alle versuchen mit Zahlen zu hantieren, die so alleine dargestellt gar nichts bringen.
    Die Zukunft liegt in einem Bewirtschaften der verschiedenen Energiequellen mit dem Ziel die Nachhaltigen zu fördern und die Fossilen zu minimieren.
    Unter Bewirtschaften geht der wichtige Punkt der Speicherung. Dass einige grosse Player da nicht mitmachen wollen, weil sie keinen Gewinn generieren können ist der negativste Punkt der Entwicklung.
  • SBP 11.06.2019 20:33
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare hier so lese und mir das Herz/Blitz-Verhältnis anschaue, weiss ich nun auch warum die PV einen so schlechten Ruf hat. Und die Watson-Leser schätze ich noch fortschrittlich ein.

    Da haben gewisse Gruppierungen ganze Arbeit gleistet und geschickt die „unlösbaren Probleme“ in die Köpfe der Menschen geschmuggelt.

    PV wird das Energieproblem nicht alleine lösen, aber in Kombination mit intelligenten und effizienten Lösungen ergibt sich ein riesiges Potential. Z.B: Auch Warmwasserboiler sind Speicher, die werden heute aber noch vornehmlich nachts aufgeheizt.
    • Patrick Toggweiler 11.06.2019 21:44
      Highlight Highlight Zur Propaganda werde ich bald mal was schreiben.
    • Kanischti 12.06.2019 19:41
      Highlight Highlight Nun ja, so schlecht sieht das Herz/Blitz Verhältnis doch gar nicht aus? Was erwarten Sie? Nur ungeteilte Zustimmung ohne Skepsis? Es ist nicht wegzudiskutieren, wie alle Stromgewinnungen hat auch die PV nicht nur Vorteile. Viele Fragen sind noch ungeklärt. Es gibt sie einfach nicht, die Energieversorgung für alle und für immer und obendrein ohne jegliche Nachteile!
  • Lienat 11.06.2019 20:25
    Highlight Highlight Die Sonne strahlt jährlich gut 730 Mio TWh Energie auf die Erdoberfläche ein. Das ist mehr als das 5'000-fache des jährlichen Primärenergieverbrauchs der Menschheit (140'000 TWh). Es ist sogar mehr als das 60-fache aller bekannten Vorkommen an Uran, Kohle, Öl und Erdgas zusammen (12 Mio TWh). Und das schönste daran: Photovoltaischer Strom ist mittlerweile so billig, dass man sich grosszügige Überkapazitäten leisten kann, welche auch zu sonnenarmen Zeiten noch mehr als genug Leistung abgeben. Den Rest kann man in absehbarer Zeit mit Speicherung, Lastverschieung und regionalem Ausgleich regeln.
    • Spina_iliaca 11.06.2019 22:44
      Highlight Highlight Ja mit einem aber, bzw wofür ich noch keine Lösung sehe: in all den Ländern, wo Winter herrscht, ist da auch kaum Sonne vorhanden und gerafe da würde sehr viel mehr Energie benötigt. Wie kann man das lösen?
    • Lienat 12.06.2019 07:57
      Highlight Highlight Die Annahme, dass im Winter kaum Sonne vorhanden ist, ist falsch. An einem durchschnittlichen Wintertag (Dez, Jan, Feb) erzeugt selbst eine normale Schweizer Flachlandanlage 40-50% eines durchschnittlichen Tagesertrages. Eine Anlage, welche sich oberhalb der Nebelgrenze im Gebirge befindet, kann bei winteroptimierter Auslegung (steiler Anstellwinkel der Module) im Winterhalbjahr sogar mehr produzieren als im Sommerhalbjahr.
  • Korrekt 11.06.2019 20:20
    Highlight Highlight Bravo Watson. Wiedereimal die halbe Wahrheit erzählt. Momentan dauert es pro Photovoltaikzelle ca. 3,6 Jahre bis der CO2-Ausstoss zur Herstellung einer solchen wieder eingespart wurde. Davon ausgehend, dass eine solche 20-25 Jahre lebt ist das natürlich immernoch positiv. Dennoch nichts gegen die Effizienz von Atomstrom. Aber hauptsache wir haben eine weitere Investition diesbezüglich verboten und importieren nun Kohlestrom aus Deutschland. Hauptsache alle haben ein gutes Gewissen.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 11.06.2019 21:48
      Highlight Highlight Atomstrom ist nicht Effizient sondern erzeugt beim Abbau und Transport enorm viel Dreck und Gift, die Anlagen sind jenseits einer Rendite und die Lagerung ist nach wie vor Unklar.
    • SBP 11.06.2019 21:51
      Highlight Highlight Sorry, aber unter Berücksichtigung der Rückbaukosten (zahlen heutzutage zu einem grossen Teil die Steuerzahler), der nicht gelösten Endlagerung und des Risikos eines GAUs, kann Atomstrom nicht mal annähernd mit PV mithalten. Auch wenn der CO2-Ausstoss pro produzierte kWh vielleicht etwas höher ist.
    • Patrick Toggweiler 11.06.2019 21:54
      Highlight Highlight Es geht hier um das Potential von PV und um die Studie im Science. Mit halber Wahrheit hat das nichts zu tun. Ausserdem verringert sich der Co2-Ausstoss bei der Prod. von PV-Anlagen mit der Vergrösserung des Anteils von PV-Strom. Sehr praktisch nicht?
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  • whatthepuck 11.06.2019 20:19
    Highlight Highlight Weshalb nimmt bei der Erwartung für 2030 die Kohle nicht ab? Wenn diese nicht abnimmt produzieren wir ja nicht weniger CO2.

    Oder muss man die Abbildung einfach als "um PV2030 ergänzt" lesen?
    • Rabbi Jussuf 11.06.2019 20:27
      Highlight Highlight Ich vermute, es geht bei den Grafiken nur um PV.

      Andererseits sind ja viele Kohlekraftwerke im Bau. 2030 dürften vermutlich mehr Kohlekraftwerke am Netz sein als heute.
    • Patrick Toggweiler 11.06.2019 21:03
      Highlight Highlight Genau! Alle anderen Stromproduktionsarten sind nur Vergleichswerte. Sie sollen veranschaulichen, wie viel Potential in PV steckt.
  • imposselbee 11.06.2019 20:13
    Highlight Highlight Sch** Kernkraft, so wenig Energie und so viel Ärger! 25‘000 Jahre verseuchte Erde, tolle Erfindung.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.06.2019 20:12
    Highlight Highlight Probleme die nicht aufgegriffen oder beantwortet werden.
    Wo stellt man die PV auf in der CH? Denkmal- und Landschaftsschutz lassen grüssen, plus die Einsprachen der Nachbarn. Das halte ich allerdings für ein relativ einfach zu lösendes Problem, es braucht gesetzliche Anpassungen.
    Wo kommt der Strom her bei schlechtem Wetter?
    Die Netzte sind heute überhaupt nicht dafür ausgelegt und es nütz im Winter nichts, wenn im Sommer die hälfte der Anlagen vom Netz genommen werden müssen.
    Wie wird der Strom gespeichert. In der CH könnte man einige Bergtäler flute, politisch auch nicht einfach.
  • Posersalami 11.06.2019 19:54
    Highlight Highlight Das ist ja alles schön und gut, aber jetzt müsste die Politik das noch wollen und das Volk mitspielen.

    Leider kann die übermächtige Atom- und Öllobby mit einem halbgaren Narrativ problemlos dagegen halten.
    • FrancoL 11.06.2019 20:14
      Highlight Highlight Mit dieser Lobby muss man rechnen und die werden noch lange nicht einlenken.
      Das Volk ist gefragt und das Volk muss sich für Nachhaltigkeit stark machen.
    • Hansi Meier 11.06.2019 22:32
      Highlight Highlight Naja, bei aller Sympathie für die Solarzellen: wenn ich über die letzten 20 Jahre ein Riesenlobby erkannt habe, dann wohl die Solarlobby - auch der Ort wo am meisten Subventionsgelder hinfliessen. Interessanterweise gibt es viel weniger Lobby für die Wind- oder Erdwärme oder andere alternativen Energien.
    • Posersalami 11.06.2019 23:48
      Highlight Highlight @Hansi Meier: Wo bekommt denn die Solarbranche jedes Jahr 7.5mia sfr an Subventionen?

      https://www.infosperber.ch/Umwelt/Schweizer-AKW-75-Milliarden-Subventionen-im-Jahr

      Soviel bekommen alleine die AKWs. Die KEV hat dagegen nur 320mio im Jahr ausgeschüttet. Ja, da hat die Solarlobby den anderen ganz schön die Butter vom Brot weglobbyiert und ihre Interessen ganz vorne platzieren können! Oh, wait..

    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Schmid 11.06.2019 19:54
    Highlight Highlight Wichtig werden dabei vor allem die Speicher- und Verteilungsmethoden. Mit den Power-to-X-Technologien, sowie einer Diversifizierung des Verbrauchs (etwa Elektromobilität, Wasserstoffwirtschaft) und Smartgrid lässt sich das Variable Stromangebot regeln. Es gilt auch zu beachten PV und Windenergie ergänzend einzusetzen.
    Die Null- oder Fastnullemission-Wirtschaft ist greifbar und müsste uns alle Investitionen wert sein. Doch all das geht nur falls endlich fossile Energien intelligent gehandhabt und besteuert werden und nicht etwa die Lobbistenbedienung von heute.
    • Rabbi Jussuf 11.06.2019 20:31
      Highlight Highlight Leider sind wir weit entfernt von einer "Fastnullemission-Wirtschaft".
      Alle aufgezählten Methoden sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein und können allerhöchstens die Schwankungen etwas glätten. Grosse Wellen werden sie aber nicht auffangen können. Da könntest du noch so viele Batterien aufstellen...
    • Shamara Yoshikawa 12.06.2019 08:39
      Highlight Highlight @Heinz: Wäre als Speichermöglichkeit die Wasserstoff Brennstoffzelle eine Idee? Überschüssiger PV und Windkraft Strom wird mithilfe der Brennstoffzelle in Wasserstoff und Sauerstoff am Tag umgewandelt, und in der Nacht in Wasser zurückverwandelt, zwecks Strom Erzeugung?

      Wäre die Savonius Rotortechnik als Ergänzung auf einzelnen Hausdächern effizient?
      Sind so Fragen, wo ich mich manchmals mit rumschlage.
    • Heinz Schmid 12.06.2019 13:51
      Highlight Highlight @Shamara Yoshikawa Die Effizienz der Wasserstoffspeicherung (Strom zu Strom) liegt bei etwa 34 – 44%. Mit CAES (65-70%), Pumpspeicher (75%) und Lithium-Ionen batterie (bis 90%) können weit bessere Ausbeuten erziehlt werden. Daher werden diese für den Tag/Nacht Ausgleich verwendet. Der Vorteil von Wasserstoff liegt im saisonalen Ausgleich.

      Windkraftleistung ist proportional zur Rotorfläche. Sie bräuchten tausende kleine Rotoren um einen 50m Radius Windturbine zu ersetzen. Dazu kommt die geringe Höhe ab Boden. Da ist PV mit Li-Ion Batterie viel effizienter und verlässlcher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 11.06.2019 19:51
    Highlight Highlight Wow! Was für eine schöne Rechnerei!
    Natürlich kein Wort davon, dass PV hierzulande so um die 10-15% der Kapazität bringt und nicht 25%.
    Auch nicht ersichtlich ist, dass die Gewährleistung der Grundlast nicht gegeben ist, selbst wenn man PV verhundertfacht. Wenn keine Sonne scheint, dann gibt es keinen Strom, da könnt auch hunderttausend Terrawatt installiert haben.
    Und die Batterie von Tesla/Samsung in Australien?
    Eine Stunde 100MW und leer ist sie. Dann müssen "Lasten abgeworfen werden". Zum Beispiel die Schwerindustrie. Hatten wir alles schon. Damit kann man ein bisschen glätten, mehr nicht.
    • Wander Kern 11.06.2019 20:03
      Highlight Highlight Da wäre der Sünneliparteiwasserstoff doch die Lösung. ☺
    • You will not be able to use your remote control. 11.06.2019 20:04
      Highlight Highlight Doch, das wird alles im Artikel besprochen.
    • FrancoL 11.06.2019 20:20
      Highlight Highlight Naja, wann schien die Sonne direkt oder diffus mehrere Wochen nicht?
      Die Zunahme ist, wenn gut technisch gestützt bei den Pv-Anlagen rasant. Wir müssen mit der Sonne auch nicht alle Stromprobleme lösen und wir sollten nicht verkennen, dass die Entwicklung wenn sie nicht künstlich gehemmt wird zu einer grossen Kapazität führt. Noch sind die Hemmnisse gross, noch ist die Verteilung nicht sinnvoll gelöst und die Bewirtschaftung des EnergieMiexed ungenügend, da die Player sich nicht einig sind. Hier muss wohl der Staat korrigierend eingreifen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 11.06.2019 19:35
    Highlight Highlight Die fallenden Preise für Zellen und Batterien sind sicher eine positive Entwicklung. Doch derzeit sind die Preise weiterhin zu hoch. Würde man ein 1.6 GW AKW bauen, müsste man mit ca. 10 Mia. Kosten rechnen. Für dieselbe Bandenergiekapazität würden Solar+Batterie 60-88 Mia. kosten, wobei ca. 80 Prozent der Kosten auf die Batterien entfallen (wenn Standort Schweiz).
    Die Kapazität mit Kohlekraft würde dabei nur 2.4 Mia. Kosten. Damit wird klar, warum diese Dreckschleudern weiterhin so beliebt sind. Aber wenn die Batteriepreise weiter purzeln, gibt's Hoffnung.
    • Posersalami 11.06.2019 19:56
      Highlight Highlight Der Punkt ist der, dass das AKW über die Lebensdauer unendlich viel mehr kostet, Risiko inklusive.

      Das bezahlen nur sie, ich und noch ihre Urururururururenkel.
    • FrancoL 11.06.2019 20:21
      Highlight Highlight Ja wer sich Oekonometriker nennt und keine Vollkostenrechnung macht sondern nur einen Teil davon, der ist nicht gerade glaubwürdig. Schade.
    • Rabbi Jussuf 11.06.2019 20:24
      Highlight Highlight Ökonometriker
      Wo steht, dass die Preise für Batterien fallen?

      Lithium wird immer teurer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 11.06.2019 19:33
    Highlight Highlight Dass PV weltweit die höchste theoretische Kapazität aufweist überrascht wenig.
    Gerade gewisse Regionen könnten problemlos auf 100% Solarenergie umstellen. (Ironischerweise auch gerade einige der Hauptexporteure von Erdöl)
    Geht der Bericht auch auf den Stromtransport ein? Ich kann mir vorstellen, dass dies gerade bei PV noch schwieriger wird als die Speicherung. Gerade Pol-nahe Regionen haben schlichtweg zu wenig Sonnenstunden um den Bedarf zu decken.
    • Patrick Toggweiler 11.06.2019 21:11
      Highlight Highlight Die Studie geht auch auf die Verteilung ein, sieht dort aber noch viel Problemlösungsbedarf.
  • Domino 11.06.2019 19:23
    Highlight Highlight Das nenn ich gute Lobbyarbeit.
    - wie wird Solarstrom gespeichert? (Winter/Sommer; Tag/Nacht)
    - sollen fossile Energieträger ersetzt werden braucht es ein vielfaches an Strom wie heute.

    Ich verweise gerne auf Harald Lesch zu der Situation auf Deutschland. Werden gleichzeitig 1mio Akkufahrzeuge (ca. 2% aller PKW) geladen, so braucht das 350GW. Das deutsche Stromnetz liefert aber nur 68GW.
    • Miikee 11.06.2019 19:58
      Highlight Highlight Nacht ist kein Problem. Einfach den Überschuss in die eigenen Batterien einspeisen. Winter heisst ja nicht, kein PV Strom, halt einfach weniger.

      Zudem sind wir in der guten Lage, riesige Batterien zu besitzen. Bei Überschuss können wir einfach unsere Wasserkraftwerke füllen.

      Kann nur den Kanal von Volker Quaschning empfehlen. Er räumt auch mit den ewigen Mythen auf...
      Play Icon
    • Rabbi Jussuf 11.06.2019 20:11
      Highlight Highlight Und die 68GW werden anderweitig gebraucht.
      Daneben gibt es fast täglich eine Unterdeckung, nicht selten im Gigawatt-Bereich. Da müssten eine Menge Batterien von Tesla in der Gegend stehen um das auffangen zu können.
    • Domino 11.06.2019 20:13
      Highlight Highlight Hier noch der Link zum Video von Lesch:
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  • drjayvargas 11.06.2019 19:18
    Highlight Highlight Finde ich gut, ganz grundsätzlich.
    Wie gross müsste denn die Fläche sein, um diese Kapazität zu erreichen? Denn ich gehe davon aus, dass ein paar wenige mit mir einig gehen würden wenn ich sage dass es nicht die Idee sein kann grosse Teile der Landschaft zuzupflastern und unbewohnbar für Mensch und Tier zu machen.
    • Matrixx 11.06.2019 20:11
      Highlight Highlight Die Fläche haben wir.
      In Form von Dächern an bestehenden Gebäuden.
      Man muss dafür nichts zusätzliches bauen, sondern kann einfach die bisher ungenutzten Dachflächen nutzen.
    • Yippie 11.06.2019 20:23
      Highlight Highlight In der Schweiz können auf bestehenden Dächern 50 TWh produziert werden und dazu noch 17 TWh in der Fassade. Insgesamt entspricht dies in etwa dem aktuellen Jahresverbrauch der Schweiz von 60 TWh.
    • drjayvargas 11.06.2019 21:21
      Highlight Highlight Sehe ich auch absolut ein das mit den Dächern. Es geht hier aber um eine grössere Dimension, nicht un die kleine Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 11.06.2019 19:17
    Highlight Highlight Da hat jmd out-of-thebox gedacht!
    Bravo, mach weiter so.

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