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FDP nominiert Silberschmidt und Huber für Zürcher Regierungsrat

Andri Silberschmidt, Nationalrat spricht waehrend der Delegiertenversammlung der FDP Zuerich, am Dienstag, 23. Juni 2026 in Zuerich. (KEYSTONE/Andreas Becker)
Ist in der «Pole Position» für einen Sitz im Zürcher Regierungsrat: Andri Silberschmidt.Bild: keystone

FDP nominiert Silberschmidt und Huber für Zürcher Regierungsrat

23.06.2026, 21:3223.06.2026, 22:19

Die FDP hat für die Zürcher Regierungsratswahl Andri Silberschmidt und Martin Huber nominiert. Silberschmidt setzte sich am Dienstag im 1., Huber im 3. Wahlgang durch.

Martin Huber, Kantonsrat, spricht waehrend der Delegiertenversammlung der FDP Zuerich, am Dienstag, 23. Juni 2026 in Zuerich. (KEYSTONE/Andreas Becker)
Wurde ebenfalls nominiert: Martin Huber.Bild: keystone

Nationalrat Silberschmidt galt im Vorfeld der Delegiertenversammlung (DV) als klarer Favorit. Er holte schon im ersten Wahlgang 145 Stimmen bei 194 Wahlzetteln und erreichte damit deutlich das absolute Mehr.

Die restlichen Stimmen verteilten sich auf die drei weiteren Kandidierenden. Sie befanden sich im tiefen zweistelligen Bereich. Stimmen. Martin Huber, Monika Keller und Frank Rühli mussten in einen 2. Wahlgang.

Stimmen verteilten sich auf alle

Die Stimmen verteilten sich dabei ziemlich ausgeglichen über die drei Kandidierenden. Huber holte 74 Stimmen, Keller 60 und Rühli 55. Das absolute Mehr erreichte so keiner der drei Kandidierenden. Bei 190 eingereichten Wahlzetteln war einer ungültig.

Im 3. Wahlgang, bei einfachem Mehr setzte sich der Landwirt Huber dann mit 82 Stimmen durch. Keller kam auf 67 Stimmen und Frank Rühli auf 42.

Kritik am Einervorschlag

Nationalrat Silberschmidt hatte der Vorstand selber empfohlen. Kantonsrätin Monika Keller, Kantonsrat Martin Huber und alt-Gemeinderat Frank Rühli brachten sich vor der DV selber ins Spiel. Dies, nachdem der Einervorschlag des Vorstands für Unmut gesorgt hatte.

Es wäre das erste Mal gewesen, dass die FDP nur mit einem Kandidaten ins Rennen um die Regierungsratssitze gegangen wäre. Seit 2019 hat die FDP nur noch einen Sitz in der siebenköpfigen Zürcher Regierung.

Die Delegierten sprachen sich aber klar gegen die vom Vorstand favorisierte Einerkandidatur aus. Mit nur sechs Gegenstimmen und wenigen Enthaltungen forderten sie zwei Kandidierende.

Vizepräsidentin Raffaela Fehr versuchte zuvor zu erklären, wieso der Vorstand nur eine Person aufstellen wollte. Obwohl sich sieben Interessierte gemeldet hätten, sollte eine Kandidatur mit Aussenwirkung präsentiert werden. «Wir haben verschiedene Szenarien durchgespielt und uns für Andri Silberschmidt entschieden», sagte sie.

Professor, Konfliktberaterin und Nationalrat

Die Kandidierenden stellten sich vor der Wahl kurz vor. Rühli ist Medizinprofessor. Bis zu seinem Wegzug aus der Stadt Zürich 2025 sass er im Stadtparlament. Bildung, Gesundheit und Sicherheit seien seine zentralen Themen. Auch die kantonale Verwaltung kenne er aus seiner täglichen Arbeit, sagte er.

Keller ist seit 2023 Kantonsrätin. Die Biologin und Konfliktberaterin ist langjährige Gemeindepräsidentin von Greifensee. Sie habe beruflich Startups erlebt, aber auch die Bundesverwaltung, sagte sie.

Siberschmidt ist seit 2019 Nationalrat. Der ehemalige Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz ist Gastrounternehmer. «Es gibt wenig Chancen, ein so spannendes Amt zu erreichen», sagte er zu seiner Motivation.

Zu viele Buure-Zmorge bei der SVP

Huber sitzt seit sieben Jahren im Kantonsrat. Er ist Landwirt und wohnt in Neftenbach. Den Delegierten stellte er sich als Macher vor, der sich gegen Fremdbestimmung einsetzt.

Die Lacher hatte er auf seiner Seite, als er erklärte, warum er als Bauer nicht in der SVP ist. «Ich wollte nicht so viele Buure-Zmorge organisieren», meinte er scherzhaft. Voraussichtlich wird er nicht der einzige Landwirt sein, der kandidiert. Die SVP dürfte Martin Hübscher ins Rennen für den Regierungsrat schicken.

Bei der Diskussion meldeten sich Unterstützer aller Kandidierenden zu Wort. Gesetzt schien dabei Silberschmidt zu sein. Die anderen fanden ähnlich hohen Zuspruch, wobei Rühli bei den Wortmeldungen noch knapp vorne lag.

Die Wahlen finden im Frühling 2027 statt. Mindestens vier der sieben amtierenden Regierungsrätinnen und Regierungsräte treten nicht mehr an, darunter auch FDP-Vertreterin Carmen Walker Späh. (sda)

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