Schweiz
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85-Jähriger übergibt in Wil SG Telefonbetrügern 250'000 Franken

85-Jähriger übergibt in Wil SG Telefonbetrügern 250'000 Franken

15.09.2026, 18:1815.09.2026, 18:18

Ein 85-jähriger Mann ist in Wil SG Opfer von Telefonbetrügern geworden. Sie setzten den Mann unter Druck und brachten ihn dazu, bei der Bank mehrere grosse Bargeldbeträge zu beziehen und an verschiedenen Orten zu deponieren, wo sie abgeholt wurden. Der Mann verlor dadurch eine Viertelmillion Franken.

Der Mann ging schliesslich zur Polizei und gab an, vermutlich Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstag mitteilt. Die Anrufenden hätten sich als Mitarbeiter einer Bank ausgegeben und erklärt, dass sein Geld nicht mehr sicher sei.

Während der Ermittlungen der Polizei sei der 85-jährige erneut von Telefonbetrügern mit der gleichen Vorgehensweise kontaktiert worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Bei einer erneuten Geldabholung gelang es der Polizei, einen 21-jährigen Ukrainer festzunehmen. Er wird beschuldigt, als Geldabholer mit dem Telefonbetrug in Verbindung zu stehen.

Deliktsumme von 750’000 Franken

In den vergangenen Tagen kam es im Kanton St. Gallen zu weiteren Telefonbetrugsfällen. Am 10. September nahm die Kantonspolizei bei einer vermeintlichen Geldübergabe in Wattwil zwei Franzosen im Alter von 22 und 23 Jahren fest. Zuvor wurde einer 81-jährigen Frau am Telefon vorgegaukelt, sie sei Opfer eines Betrugs geworden und besitze deswegen Falschgeld. Dieses müsse überprüft werden.

Am 14. September meldete eine 55-jährige Frau der Polizei einen verdächtigen Anruf. Sie sollte auf Anweisung eines angeblichen Sicherheitsdienstes einer Bank 20'000 Franken Bargeld abheben und diesem übergeben. Bei der geplanten Geldübergabe – ebenfalls in Wattwil – nahm die Polizei einen 20-jährigen Ukrainer fest.

Die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft weiter. Dabei werde unter anderem die Rolle der Festgenommenen geklärt, ob sie mit weiteren Delikten in Verbindung stehen und ob weitere Personen in den Betrugsfall involviert seien.

Die Kantonspolizei stellt derzeit eine Zunahme von Telefonbetrugsfällen fest, bei denen es zu Geldübergaben kam. Allein seit Anfang August gingen Anzeigen in neun vollendeten Fällen ein. Die Deliktsumme wird nach ersten Tatbestandsaufnahmen insgesamt auf rund 750’000 Franken geschätzt. (sda)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sontau
15.09.2026 19:47registriert Juni 2014
Dass da bei der Bank die Alarmglocken nicht geschrillt haben?
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The Barbarian
15.09.2026 20:18registriert Oktober 2025
Und die Bank hat keinen Verdacht gehabt, dass hier etwas ganz und gar nicht sauber abläuft? Könnte man noch erfahren, bei welcher Bank dieser alte Mann Kunde war? Wenn der alte Mann 10 Millionen hat, dann ist es nicht so schlimm, wie wenn das sein ganzes Erspartes war.
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Neruda
15.09.2026 23:47registriert September 2016
Frage mich schon wie viele Alte es mit Schwarzgeld gibt, dass die Bankangestellten es als normal empfinden, wenn einer mehrere hunderttausend Franken abhebt 😅
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