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Fiskus: So viele Steuern zahlst du in deiner Gemeinde

Der Steuern-Flickenteppich der Schweiz.
Der Steuern-Flickenteppich der Schweiz.bild: ch media

Die Steuererklärung ist fällig – so viele Steuern zahlst du in deiner Gemeinde

Wie viele Steuern der Fiskus einzieht, variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Wir zeigen, wo es im Steuerjahr 2025 für wen günstig und wo teuer ist.
13.02.2026, 06:0913.02.2026, 06:09
Mark Walther, Stefan Trachsel, Tim Naef / ch media

Wie hoch ist die Steuerlast in meiner Gemeinde?

Die nachfolgende interaktive Karte zeigt, wie hoch die Steuern im Steuerjahr 2025 in den Gemeinden ausfallen. Du kannst aus 20 verschiedenen modellhaften Lebenssituationen und 27 Einkommen auswählen.

Steuerbelastung in der Schweiz 2025

Wo ist es am günstigsten für Ledige?

Der Kanton Zug ist für eine kinderlose ledige Person mit einem Arbeitseinkommen von brutto 70'000 Franken das Steuerparadies schlechthin. Knapp 2700 Franken muss diese Person im Kantonshauptort Zug dem Fiskus entrichten. Noch ein paar Franken günstiger ist es in Baar, das in dieser Konstellation die steuergünstigste Gemeinde des Landes ist. Von den Kantonshauptorten ist Neuenburg mit rund 10'500 Franken am teuersten.

Mehrere Kantone haben 2025 die Steuerbelastung für natürliche Personen deutlich gesenkt, darunter Luzern, Schwyz und Genf. Gleich doppelt profitierten die Steuerpflichtigen der Stadt Luzern, weil die Stadt ihren Steuersatz senkte.

Ab einem Einkommen von 150'000 Franken verliert der Kanton Zug seinen Spitzenplatz indes an den Kanton Schwyz. Für Spitzenverdiener sind Freienbach, Feusisberg und Wollerau attraktiver als die Zuger Gemeinden.

Innerhalb der meisten Kantone ist die Spannweite der geschuldeten Steuerbeträge gross. Ein Umzug kann zu einem geringeren Steuerbetrag führen – der allerdings von höheren Wohnkosten wohl wieder wettgemacht wird, denn: Wo die Steuern tief sind, sind Mieten oder Immobilienpreise in der Regel hoch.

Wo ist es am günstigsten für ein Ehepaar mit Kindern?

Für ein Doppelverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern ist ebenfalls der Kanton Zug am attraktivsten – es sei denn, das Einkommen übersteigt 300'000 Franken. Dann haben die Schwyzer Steuerparadiese die Nase vorn.

Bei einem Einkommen von 100'000 Franken bezahlt die Familie im Kanton Zug wie bereits im Vorjahr keine Steuern. In vielen anderen Kantonshauptorten ist die Steuerlast für Familien deutlich gesunken, am stärksten mit über 17 Prozent in der Stadt Luzern.

In Zürich, den beiden Appenzell, Solothurn und Freiburg stagniert oder steigt die Steuerlast leicht.

Wo ist es am günstigsten für Rentner?

Für ein Rentnerehepaar, das 70’000 Franken Rente bezieht, ist Zug am attraktivsten, deutlich vor Genf und Schwyz. In Zug beläuft sich die Steuerlast auf rund 1500 Franken und in Genf auf 2700 Franken. Bei diesem Rentner-Modellhaushalt platzieren sich der Kanton Graubünden (4.) und der Aargau (5.) weiter vorne als bei der ledigen Person und der Familie. Der Aargau hat auf Kosten von Appenzell Innerrhoden einen Rang gutgemacht.

In Schwyz und Genf sank die Steuerbelastung noch einmal, und zwar deutlicher als in Bern und Neuenburg. Die Schere zwischen den Steuerparadiesen und den Steuerhöllen hat sich also weiter geöffnet.

Über die Daten
Die Angaben in diesem Artikel basieren auf Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Für die Berechnung der Steuerbelastung verwendet die ESTV einen kantonalen sowie einen kommunalen Steuerfuss. Es wird für jede politische Gemeinde nur ein Steuerfuss verwendet. Dieser kann vom tatsächlichen Steuerfuss abweichen, wenn die Schulgemeinde und die politische Gemeinde nicht deckungsgleich sind.

Die verwendeten Beträge der Steuerbelastung umfassen die Einkommenssteuer (Gemeinde, Kanton, Bund), nicht aber Vermögens- und Kirchensteuern. Massgebend ist das Bruttoarbeitseinkommen respektive das Renteneinkommen.

Von den Abzügen berücksichtigt die ESTV nur jene, die ohne Nachweis erlaubt sind. Individuell sind weitere Abzüge, etwa für Prämienverbilligung oder Kinderbetreuung, möglich. Deshalb können die effektiv geschuldeten Beträge höher oder tiefer ausfallen, als sie in diesem Artikel angegeben sind.

Noch detailliertere Berechnungen erlaubt der Steuerrechner der ESTV.
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