Schweiz
Gesellschaft & Politik

Bundeskanzlei hat Ecopop-Initiative falsch übersetzt

Peinlicher Fehler

Bundeskanzlei hat Ecopop-Initiative falsch übersetzt

24.08.2014, 05:4421.10.2014, 16:40

Gut drei Monate vor der Abstimmung über die Ecopop-Initiative muss die Bundeskanzlei über die Bücher. Der Text der Initiative bedeutet auf Französisch nicht dasselbe wie auf Deutsch, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Die zitierte Passage ist tatsächlich falsch übersetzt, was die Bundeskanzlei bedauert», schreibt die Bundeskanzlei in einer Stellungnahme. 

Das bedeutet, dass gerade noch 35 Menschen pro Jahr einwandern dürften.

Passiert ist der Fehler ausgerechnet beim Herzstück des Begehrens, der Limitierung der Zuwanderung. Die Initianten möchten diese auf 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung beschränken, womit netto und nach aktuellen Zahlen noch knapp 17'000 Menschen pro Jahr einwandern dürften. Der französische Text ist indes so formuliert, dass sich die 0,2 Prozent auf eine andere Bezugsgrösse beziehen. Umgerechnet bedeutete dies, dass gerade noch 35 Menschen pro Jahr einwandern dürften. 

Die Bundeskanzlei schreibt, trotz des Fehlers sei die freie Willensbildung der Stimmberechtigten nicht beeinträchtigt. Denn aus dem Kontext aller anderen Bestimmungen gehe klar hervor, was die Initianten wollten. Trotzdem prüft die Kanzlei nun, wie der Fehler noch korrigiert werden könnte. Im Vordergrund steht die Option, im französischsprachigen Abstimmungsbüchlein einen Hinweis auf die korrekte Auslegung des Texts anzubringen. (rey)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Fassungslos»: Rosenwasser sagt Büsser-Show ab
SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser hat ihren Besuch bei «Late Night Switzerland» kurzfristig abgesagt. Grund ist ein umstrittenes Interview, das Moderator Stefan Büsser 2023 geführt hat.
Eigentlich hätte SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser am Sonntagabend in der SRF-Sendung «Late Night Switzerland» zu Gast sein sollen. Die Zusage hatte die 36-Jährige Moderator Stefan Büsser bei einer zufälligen Begegnung in der Wandelhalle des Bundeshauses gegeben, berichtet der SonntagsBlick. Kurz nachdem ihr Auftritt öffentlich angekündigt wurde, machte sie jedoch einen Rückzieher.
Zur Story