Dank des vorzeitigen Rücktritts des Grünen-Nationalrat Bastien Girod kann Meret Schneider, die vor einem Jahr ihre Wiederwahl verpasste, nachrücken. Davor sprach sie erstmals in einem Interview mit der «Sonntagszeitung» offen über ihre Essstörung.
Sie leide schon seit ihrer Kindheit unter Anorexie, sagte sie gegenüber der Zeitung. «Ich dachte immer, ich schaffe das schon allein». Die Chance, nochmals im Nationalrat zu sein, hätte sie zum Schritt bewogen, sich professionelle Hilfe zu holen. Deshalb habe sie sich im Zentrum für Essstörungen der Uni Zürich behandeln lassen. Das habe geholfen: «Ich habe schon sehr viel mehr Energie», so Schneider. Sie gehe weiterhin einmal pro Woche zur Therapie.
Nun freue sie sich auf die Session. Aber sie brauche ein «dickeres Fell». Denn als Politikerin sei ihr viel Hass entgegen gekommen, auch wegen ihres Aussehens. «Die vernichtenden Kommentare, die persönlichen Angriffe wegen meines Aussehens, ausschliesslich von Männern, haben mich getroffen», so Schneider.
In der anstehenden Session will sie sich wieder vermehrt für Tierrechte einsetzen. In ihrem ersten Vorstoss will sie eine schweizweite Registrations- und Kastrationspflicht für Katzen fordern: «Nur so kann die massive Überpopulation eingeschränkt werden.» Zudem kritisiert sie den Import von Pouletfleisch aus Ungarn, Brasilien und Slowenien und sagt: «Wir müssen viel besser kommunizieren, wie Importhühner gehalten werden.» (nzu)
Sonst würden so mancher meiner Kommentare betreffend der Politik der Damen und Herren seitens SVP oder FDP ziemlich deutlich unter der Gürtellinie ausfallen.
Gut, man kanns auch positiv sehen;
Wenn Gegner ihrer Ansichten keine Argumente haben, auf unterstem Niveau auf die Frau spielen, spricht das eigentlich für sie und ihre Ansichten…