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Neue Strafanzeige gegen Waadtländer Staatsrätin Dittli angekündigt

La conseillere d'Etat du canton de Vaud Valerie Dittli parle lors d'une conference de presse sur la presentation d'un avis de droit independant relatif au respect des garanties procedur ...
Die Waadtländer Mitte-Partei will eine Strafanzeige gegen Staatsrätin Valérie Dittli einreichen. Bild: keystone

Neue Strafanzeige gegen Waadtländer Staatsrätin Dittli angekündigt

Der Streit zwischen Valérie Dittli und ihrer ehemaligen Partei brennt auch zwei Wochen nach ihrem Austritt weiter. Die Waadtländer Mitte will nun eine dritte Strafanzeige gegen Dittli einreichen.
09.09.2026, 21:0909.09.2026, 21:09

Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli liegt weiterhin im Clinch mit ihrer ehemaligen Partei. Die Waadtländer Mitte-Partei kündigte an, eine Strafanzeige im Zusammenhang mit einem Bankkonto der Sektion Lavaux-Oron der Mitte-Partei einreichen zu wollen.

Der Präsident der Waadtländer Mitte-Partei, Giancarlo Sergi, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage von Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht von «Blick Romandie». Die Strafanzeige soll am (morgigen) Donnerstag eingereicht werden.

Sie betrifft konkret ein Bankkonto der Sektion Lavaux-Oron bei der Waadtländer Kantonalbank, das im Jahr 2025 eingerichtet wurde, um den Wahlkampf von Dittli für eine weitere Amtszeit in der Kantonsregierung zu finanzieren.

Die Sektion verdächtigt Dittli, versucht zu haben, dieses Bankkonto mit einem Guthaben von 22'000 Franken zu schliessen und das Geld zu überweisen. Die Staatsrätin, die über eine Einzelvollmacht für dieses Konto verfügte, hatte die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen.

Die Sektion hat das Konto inzwischen gesperrt und Dittli die Vollmacht entzogen. Dittli fordert das Geld jedoch weiterhin ein, was die Partei ablehnt.

Wem gehört das Geld?

Die Kontroverse wurde genau an dem Tag bekannt, als Dittli ihren Austritt aus der Mitte-Partei bekanntgab. Das war vor rund zwei Wochen. Die gebürtige Zugerin will im kommenden Februar mit ihrer neu gegründeten Partei «Mouvement libéral» erneut für den Waadtländer Staatsrat kandidieren.

Der Anwalt der Partei, Samuel Thétaz, hielt fest, dass die Strafanzeige bei der Waadtländer Staatsanwaltschaft darauf abziele, die Umstände zu klären, unter denen «der Antrag auf Kontoschliessung» beim Kontoführer bei der Waadtländer Kantonalbank eingegangen sei.

Zudem solle geklärt werden, ob es sich um ein Wahlkampfkonto für die Partei, um ein Konto ausschliesslich für den Wahlkampf von Dittli oder um ein Unterstützungskonto für das politische Wirken von Dittli im weiteren Sinne handle.

Mehreren Medienberichten zufolge soll der Betrag von 22'000 Franken aus Spenden von Privatpersonen und Unternehmen stammen, insbesondere über die persönliche Website von Valérie Dittli.

Dittli steht bereits im Visier der Waadtländer Justiz. Gegen sie liegen zwei weitere Strafanzeigen vor. Die erste, die im Juni 2026 eröffnet wurde, betrifft die Vergabe von Mandaten an den ehemaligen Präsidenten der Kommission für ländlichen Grundbesitz. Die zweite wurde am 7. Oktober 2025 wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit dem Versuch, rechtskräftige Steuerbescheide aufzuheben, eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin. (leh/sda)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
09.09.2026 21:35registriert September 2023
Nach und nach häufen sich die Fehltritte, die „Missverständnisse“, die „Aber ich wurde falsch verstanden“…
Kurz gesagt: Fehlt es ihr noch an der nötigen Erfahrung und dem nötigen Netzwerk, um ungestraft “Deals” zu machen?
Und das Tüpfelchen auf dem i ist die Tatsache, dass sie bei potenziellen Wählern bekannt geworden ist …
durch ein dummes TikTok-Video, das sie zusammen mit den „Partnern“ der damaligen zusammengeschweißten rechten Parteien gedreht hat.
TikTok schadet.
Auch Erwachsenen.
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