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bild: bundesamt für gesundheit

Schockbilder aus dem Fotoautomat: So will das Bundesamt für Gesundheit Raucher überzeugen

Ein spezieller Fotoautomat soll Rauchern in der Schweiz die Lust auf den Glimmstängel austreiben. Der sogenannte «SmokeFree»-Automat zeigt, welche Spuren ein langjähriger Tabakkonsum im Gesicht hinterlassen kann.
21.04.2016, 11:4421.04.2016, 14:19

Rauchen beschleunigt die Hautalterung, weil wegen des Nikotins und anderer Schadstoffe die Haut schlechter durchblutet wird. Um den Raucherinnen und Rauchern dies vor Augen zu führen, lancierten die Lungenliga und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in Biel den «SmokeFree-Fotoautomaten».

Dieser simuliert, wie jemand Zukunft aussehen dürfte - und zwar als Nichtraucher und als Raucher. Laut BAG wirkt die Haut von Rauchern, die täglich 20 Zigaretten rauchen, bereits im mittleren Lebensalter um zehn Jahre mehr gealtert als bei Nichtrauchern.

Zwei Zukunftsbilder

Der «SmokeFree»-Automat, der in den in den nächsten zwei Jahren an verschiedenen Orten in der Schweiz aufgestellt wird, simuliert diese Hautalterung. Wer sich darin fotografieren lässt, erhält drei Porträts von sich: ein aktuelles Bild, ein Porträt als Raucher in 20 Jahren und eines als Nichtraucher in 20 Jahren.

bild: bundesamt für gesundheit

Die Folgen des Tabakkonsums würden so eine persönliche Note erhalten und zum Nachdenken anregen, schreibt das BAG. Neben dem Automaten werden Fachpersonen über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens informieren.

Gemäss Angaben des BAG sterben in der Schweiz jedes Jahr 9500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens. Im Durchschnitt reduziert sich die Lebenserwartung von regelmässigen Rauchern gegenüber Nichtrauchern um 14 Jahre.

Höhere Erfolgsquote dank Unterstützung

Die Fachpersonen sollen beim «Smoke-Free»-Automaten auch jene Raucherinnen und Raucher beraten, die von ihrer Sucht wegkommen wollen. Und davon gibt es viele: In Umfragen geben mehr als die Hälfte der Rauchenden an, sie wollten mit dem Rauchen aufhören.

Viele von ihnen würden den konkreten Zeitpunkt aber vor sich herschieben, schreibt das BAG. Oder aber sie scheiterten, weil sie nicht ausreichend auf die möglichen Stolpersteine vorbereitet seien. Laut BAG schafft es nur jeder Zwanzigste ohne Hilfe, mit dem Rauchen aufzuhören.

Dank Beratung lässt sich die Quote deutlich verbessern. Bei jenen Rauchern, die sich von Fachpersonen unterstützen lassen und niktoinhaltige Medikamente nehmen, steigt die Erfolgsrate auf fast 30 Prozent.

Anteil stagniert

Der Fotoautomat ist Teil der Tabakpräventionskampagne «SmokeFree» von BAG, Kantonen und NGOs. Diese hat zum Ziel, die Anzahl Raucher weiter zu senken. In der Schweiz stagniert der Anteil der Raucherinnen und Raucher an der Bevölkerung seit 2008 bei 25 Prozent.

Neben viel menschlichem Leid verursacht der Tabakkonsum auch hohe Kosten: Nach Angaben des Bundes belasten Rauchende die Volkswirtschaft mit rund 5.6 Milliarden Franken pro Jahr. Die medizinischen Behandlungskosten belaufen sich dabei auf 1.7 Milliarden Franken, hinzu kommen die Erwerbsausfallskosten von 3.9 Milliarden Franken. (dwi/sda)

Die Kippe im Reich der Mitte

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nummer 29
21.04.2016 14:59registriert April 2016
Ich gehe mal schwer davon aus, dass ich mit 60 Jahren auch nicht mer aussehe wie mit 40. Ob mit oder ohne Rauch in den Lungen.
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Yelina
21.04.2016 16:43registriert Juli 2014
Wenn der Apell an die Gesundheit und Schockbilder auf de Zigis nicht den gewünschten Effekt bringen, muss man die Raucher halt bei der Eitelkeit packen? Wer denkt sich sowas aus?
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Homelander
21.04.2016 15:41registriert Oktober 2014
Fotoautomat? I break together!

What year is it?
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32
Fast die Hälfte der Schweizer Haushalte ist verschuldet

Viele Menschen in der Schweiz sind verschuldet. Konkret lebte im Jahr 2020 jeder Zweite in einem Haushalt, in dem es mindestens eine Art von Verschuldung gab. In 7 Prozent der Haushalte häuften sich sogar drei oder noch mehr Schuldenarten an, wie aus einer Erhebung des Bundesamtes für Statistik hervorgeht.

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