Schweiz
GLP

Wahlen 2019: Gemeinderesultate und Veränderung zu letzten Wahlen

So hat sich die politische Stimmung in deiner Gemeinde verändert

Die Grünen und Grünliberalen sind die grossen Sieger dieser Wahl. Im Ranking der wählerstärksten Parteien nach Gemeinden hat sich allerdings wenig geändert – zumindest in der Deutschschweiz.
21.10.2019, 09:0021.10.2019, 12:27

Von den 2218 Wahlbüros der Schweiz meldeten mehr als die Hälfte – 1396 an der Zahl – als stärkste Partei die SVP. Auf der Karte der wählerstärksten Parteien nach Gemeinde (siehe unten) ist vom «Grünrutsch» auf den ersten Blick wenig zu sehen. Auch wenn die grünen Parteien kräftig zugelegt haben – zur wählerstärksten Partei haben sie es selten geschafft.

Einzige Deutschschweizer Ausnahmen mit den Grünen an der Spitze bilden die Gemeinden Zug, Dornach (SO), Ramlinsburg (BL), Kilchberg (BL), Oltingen (BL), Sissach (BL), Tenniken (BL) und Mellikon (AG). Ausserdem liegen die Grünen in diversen Kantonen bei den Auslandschweizern vorne.

In der Romandie sieht die Situation anders aus: In ganzen 29 Gemeinden im Kanton Genf (von 46) und 24 Gemeinden im Kanton Waadt (von 310) haben die Grünen alle bis anhin starken Parteien überholt und konnten den grössten Anteil an Wähler von sich überzeugen.

Hinweis zur Karte
Selbstverständlich repräsentieren grosse Flächen auf der Karte nicht gleichzeitig viele Wahlberechtigte. Ist eine Parteifarbe also flächenmässig öfter vertreten als eine andere, bedeutet das noch nicht, dass sie mehr Wähler hat.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wahlen 2019: Das sind die Neuen in Bern
1 / 75
Wahlen 2019: Das sind die Neuen in Bern
Adele Thorens Goumaz ist neu im Kanton Waadt im Ständerat für die Grünen.
quelle: partei
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Regula Rytz – Präsidentin Grüne
Video: watson
Ein neues AKW? «Nicht realistisch»
Die neue BKW-Produktionschefin Margarita Aleksieva warnt vor zu grossen Hoffnungen in neue Kernkraftwerke. Sie setzt auf bestehende AKW, Wind- und Wasserkraft – und fordert deutlich schnellere Bewilligungsverfahren.
In die Schweiz kam Margarita Aleksieva wegen eines Jobs beim damaligen Energieversorger Atel, der heute zum Alpiq-Konzern gehört. Zwei Jahre wollte die gebürtige Bulgarin bleiben. Daraus sind inzwischen 20 geworden. Aleksieva hat den Schweizer Pass, stimmt ab und engagiert sich in Vereinen an ihrem Wohnort in der Nähe von Baden AG. Und sie hat hier Karriere gemacht: Seit sechs Monaten sitzt sie in der Konzernleitung der BKW und ist dort für die Energieproduktion verantwortlich. Eine besondere Leidenschaft hat sie für die Windenergie. Schon in ihren ersten Jahren bei Atel schlug sie der Geschäftsleitung ein Windprojekt vor – und blitzte ab. Die Windkraft galt damals als zu exotisch, heute ist sie weltweit etabliert, aber in der Schweiz äusserst unbeliebt.
Zur Story