Schweiz
International

Fünf Schweizer harren weiterhin im Gazastreifen aus

Palestinians flee to the southern Gaza Strip on Salah al-Din Street in Bureij, Gaza Strip, Saturday, Nov. 11, 2023. (AP Photo/Fatima Shbair)
Palästinenser flüchten in den Süden des Landes.Bild: keystone

Fünf Schweizer harren weiterhin im Gazastreifen aus

Vorletzte Woche konnten sieben Schweizer Staatsbürger den Gazastreifen via Ägypten verlassen. Fünf Personen mit rotem Pass befinden sich weiterhin im Kriegsgebiet.
14.11.2023, 09:2214.11.2023, 09:31
Christoph Bernet / ch media

Die humanitäre Lage im Gazastreifen spitzt sich mit Fortdauer der israelischen Militäroperation weiter zu. Gemäss Angaben der Vereinten Nationen vom Wochenende sind in dem schmalen Küstenstreifen mehr als 11'000 Menschen getötet worden. Mehr als 1.5 Millionen der 2.2 Millionen Einwohner haben ihre Häuser und Wohnung verlassen und befinden sich auf der Flucht.

Weiterhin im Kriegsgebiet befinden sich auch Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Michael Steiner, Medienchef des Aussendepartements EDA, erklärt:

«Wir wissen von fünf Personen, die sich weiterhin im Gazastreifen befinden.»

Eine Einzelperson, die gerne ausreisen würde, halte sich weiterhin im Norden des Gazastreifens auf. Aus Sicherheitsüberlegungen sei diese Person laut Steiner bisher noch nicht in den Süden des Gazastreifens gereist, wozu die israelische Armee die Zivilbevölkerung aufgefordert hat.

«Ob und wann eine Ausreise möglich sein wird, hängt auch davon ab, wann die ägyptischen Behörden erneut einen Grenzübertritt für bestimmte ausländische Staatsbürgerinnen am Grenzübergang von Rafah ermöglichen.»

Ebenfalls noch im Gazastreifen befindet sich eine vierköpfige Familie mit doppelter Staatsbürgerschaft, die beim letzten Kontakt mit Mitarbeitenden der Schweizerischen Vertretung in Ramallah vom 2. November erklärt hatte, sie wolle derzeit nicht ausreisen. Seither gab es keinen weiteren Kontakt mehr: «Die Familie weiss aber, dass sie sich jederzeit an die zuständige Aussenstelle wenden kann, wenn sie sich doch für eine Ausreise entscheiden sollte.»

Sieben Schweizer bereits ausgereist

Über die Beweggründe der Familie, im Gazastreifen bleiben zu wollen, kann das EDA keine Angaben machen: «Wir nehmen Kontakt auf und bieten unsere Unterstützung an. Der Entscheid über das Vorgehen liegt anschliessend in der Eigenverantwortung der Familie.»

Vorletzte Woche konnten sieben Schweizerinnen und Schweizer, mehrheitlich Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft, den Gazastreifen über den Grenzübergang von Rafah verlassen. Die betroffenen Personen, darunter eine sechsköpfige Familie mit einem Neugeborenen, wurden von Mitarbeitenden der Schweizer Botschaft in Kairo empfangen. Sie sind unterdessen in die Schweiz gereist.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Wahllokale sind geöffnet: Brasilien wählt Präsidenten
In Brasilien hat die richtungsweisende Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Rund 159 Millionen Wahlberechtigte entscheiden darüber, ob der linke Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva weitere vier Jahre regiert oder der rechte Senator Flavio Bolsonaro, Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, erstmals Staatschef wird.
Bis 17.00 Uhr (Ortszeit) werden die Wahllokale geöffnet sein, erste vorläufige Ergebnisse werden in der deutschen Nacht auf Montag erwartet.
Zur Story