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Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zur «Ehe für alle»

Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zur «Ehe für alle»

Fragen und Antworten zur «Ehe für alle» im weltweiten Kontext.
15.08.2021, 17:33
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In 28 Ländern können homosexuelle Paare bereits heiraten. Volksabstimmungen gab es bisher nur wenige. Diese und weitere Antworten auf Fragen zur «Ehe für alle» im Überblick:

Welche Möglichkeiten haben homosexuelle Paare heute?

Heute können zwei Frauen oder zwei Männer in der Schweiz nicht heiraten. Sie haben lediglich die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Pro Jahr tun dies etwa 700 Paare. Diese eingetragene Partnerschaft wurde in den vergangenen Jahren in einzelnen Punkten rechtlich der Ehe angenähert. Es bestehen aber weiterhin grosse Unterschiede.

Welche Möglichkeiten sollen sie künftig haben?

Gleichgeschlechtliche Paare sollen zivil heiraten dürfen. Sie würden anderen Ehepaaren damit institutionell, aber auch rechtlich gleichgestellt. Das gilt etwa für die erleichterte Einbürgerung eines ausländischen Ehegatten, einer ausländischen Ehegattin. Homosexuelle Paare sollen zudem gemeinsam ein Kind adoptieren können. Ausserdem erhalten verheiratete Frauenpaare Zugang zur gesetzlich geregelten Samenspende. Eingetragene Partnerschaften sollen künftig weitergeführt oder in eine Ehe umgewandelt, jedoch nicht mehr neu eingegangen werden können.

Was war das erste Land mit Homo-Ehen?

Der europäische Teil der Niederlande ermöglichte gleichgeschlechtlichen Paaren 2001 als erstes Land die Schliessung einer Ehe.

Welche europäischen Länder kennen die Homo-Ehe bereits?

In zahlreichen anderen europäischen Ländern können gleichgeschlechtliche Paare heiraten, etwa in den Benelux-Staaten, in Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal, Spanien, Irland, Island und in allen skandinavischen Ländern sowie im Vereinigten Königreich.

In welchen Ländern hat das Volk auch noch abgestimmt?

In 22 von 28 Ländern, die die Homo-Ehe kennen, wurde diese per Parlamentsbeschluss eingeführt. In sechs Ländern waren es die nationalen Gerichte, welche den Weg frei machten. Eine Volksabstimmung zur «Ehe für alle» gab es 2015 in Irland (62.1 Prozent Ja). In Australien führte die Regierung Ende 2017 eine landesweite freiwillige Befragung per Post durch (62 Prozent Ja). In Rumänien und Slowenien erreichte die gleichgeschlechtliche Ehe in Abstimmungen bisher nicht die erforderliche Mehrheit. (sda)

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28. Juni 2015: Der amerikanische Supreme Court schreibt Geschichte: Die Homo-Ehe ist im ganzen Land für rechtens erklärt worden.
quelle: epa/epa / tannen maury
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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Labär
15.08.2021 19:23registriert August 2020
Mit der Ehe für Alle wird ja niemandem etwas weggenommen. Klares Ja.
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Pro-Anti-Lope
15.08.2021 19:41registriert Januar 2019
Ein grosses Ja von mir! Obwohl ich selber eigentlich nie heiraten möchte, aber als Konkubinatspaar bist du gesetzlich so schlecht gestellt, dass man fast dazu genötigt ist (Witwenrente, Erbrecht).
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Keller Baron
16.08.2021 00:57registriert Juni 2014
Wenn man so darüber nachdenkt, ist es eine Schande dass wir es überhaupt erst möglich machen müssen und es nicht schon immer so war! Es gibt absolut kein nachvollziehbares Argument um dagegen zu sein! 🏳️‍🌈
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