Schweizer Ebola-Patientin wird in die Schweiz gebracht
Die mit dem Ebola-Virus infizierte Schweizerin in Nigeria wird zur Behandlung in die Schweiz gebracht. Sie sei am Montagmorgen von der nigerianischen Hauptstadt Abuja aus ausgeflogen worden, teilte Nigerias Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate auf X mit.
Der Zustand der Patientin habe sich deutlich verbessert. Sie sei stabil, bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen. Auch ihre Laborwerte hätten sich wieder den Normalwerten angenähert, schrieb Pate.
Zusammen mit der Frau sei auch ihr Ehemann ausgeflogen worden. Dieser zeige weiterhin keine Symptome. Trotz der Verbesserung ihres Zustands könne die Patientin weiterhin ansteckend sein. Deshalb würden strenge Schutzmassnahmen eingehalten. Weitere Informationen stellte der nigerianische Gesundheitsminister für den Montagnachmittag in Aussicht, nachdem die Patientin und ihr Ehemann sicher am Ziel angekommen seien.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte die Informationen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zunächst nicht.
In der Schweiz gibt es seit 2019 zwei Referenzspitäler, welche für die Behandlungen für Krankheiten wie Ebola eingerichtet sind: das Universitätsspital Zürich (USZ) und das Universitätsspital Genf (HUG).
Bisher wurden in der Schweiz zwei Personen behandelt, die sich in Afrika mit Ebola angesteckt hatten. 1995 wurde eine Schweizer Anthropologin in der Schweiz behandelt, nachdem sie sich bei der Arbeit mit Affen in Afrika mit Ebola infiziert hatte. 2014 wurde ein kubanischer Arzt ins Universitätsspital Genf (HUG) gebracht. Er hatte sich während eines Hilfseinsatzes in Sierra Leone angesteckt und gehörte zu einem medizinischen Team, das die Ebola-Epidemie in Westafrika bekämpfte. Beide Patienten überlebten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) festhält. (dab/sda)
