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So gut geht es Schweizer Familien im internationalen Vergleich

So gut geht es Schweizer Familien im internationalen Vergleich

23.02.2026, 11:1523.02.2026, 11:15

Schweizer Familien sind im internationalen Vergleich gut situiert, zufrieden und sozial mobil. Die Armutsquote bei Haushalten mit Kindern liegt bei rund 6 Prozent und damit europaweit sehr tief. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik.

Auch der Einfluss der Herkunft auf das spätere Einkommen sei seit 40 Jahren stabil und im internationalen Vergleich gering, heisst es in einer Mitteilung vom Montag zur Studie «Evidenzbasierte Familienpolitik in der Schweiz: Was wirkt wie?» des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) der Universität Luzern. Die Studie habe überdies eine hohe Lebenszufriedenheit bei Familien in der Schweiz ergeben.

Die Ergebnisse würden somit einer verbreiteten Meinung widersprechen, dass es Ländern mit stärker ausgebauter staatlicher Unterstützung grundsätzlich besser gehe.

Geringere Staatsausgaben als in Nachbarländern

Bemerkenswert sei nämlich, dass die Schweiz diese Ziele mit deutlich tieferen Staatsausgaben als viele Nachbarländer erziele. Während Deutschland, Frankreich, Österreich oder die Niederlande rund 3 bis 5 Prozent ihrer öffentlichen Ausgaben für Familienpolitik aufwendeten, liege die Schweiz seit Jahrzehnten bei 1 bis 2 Prozent.

Familienstrukturen und Lebensrealitäten haben sich der Studie zufolge in den letzten drei Jahrzehnten grundlegend verändert. Eltern verfügten heute über ähnlich hohe Bildungsabschlüsse, die Mehrheit der Mütter sei erwerbstätig mit steigenden Arbeitspensen und Familien hätten im Durchschnitt weniger Kinder. Entsprechend hätten sich auch die Rollenbilder verschoben: Das klassische Ein-Ernährer-Modell sei für die Mehrheit der Familien nicht mehr prägend.

Dieser gesellschaftliche Wandel habe auch die Erwartungen an die Familienpolitik verändert. Während familienpolitische Massnahmen vor der Jahrtausendwende in erster Linie der finanziellen Absicherung gedient hätten, würden heute Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf an Bedeutung gewinnen.

Gezielte Anpassungen

Diese Entwicklung spiegelt sich laut der Studie auch in den öffentlichen Haushalten wider. Der Anteil familienbezogener Ausgaben an den Gesamtausgaben von Kantonen und Gemeinden hat sich demnach seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt.

Die Studienautoren warnen allerdings, dass ein pauschaler Ausbau familienpolitischer Leistungen nicht angezeigt sei. Sinnvoll seien gezielte Anpassungen zugunsten benachteiligter Kinder, Alleinerziehender und einkommensschwacher Haushalte – «ohne den bestehenden, funktionierenden Rahmen zu überdehnen». (sda)

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40 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Grüner Kobold
23.02.2026 13:35registriert Oktober 2018
Der Artikel behauptet zwar, dass Schweizer Familien im internationalen Vergleich gut situiert und zufrieden sind und das trotz vergleichsweise geringer staatlicher Ausgaben.

Allerdings liefert er keinen direkten Vergleich zu Ländern mit stärker ausgebauter Familienunterstützung und erklärt auch nicht, welche Faktoren diesen Unterschied ausmachen.

Sprich was hier behauptet wird, wurde gar nicht geprüft. Das hier ist keine Analyse sondern Ideologie.
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Grüner Kobold
23.02.2026 15:34registriert Oktober 2018
"Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) der Universität Luzern"

Dieser Satz ist grobe Irreführung!

IWP (Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik) ist kein neutraler Lehrstuhl der Universität Luzern. Es ist ein privater, wirtschaftsliberaler Think Tank, der die Infrastruktur und den Namen der Uni nutzt, um seinen Thesen das Siegel der "Wissenschaftlichkeit" aufzudrücken.
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Andi Weibel
23.02.2026 14:19registriert März 2018
Das sogenannte "Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik" ist ein rechtskonservativer Thinktank. Ich finde es erstaunlich, dass die Medien das immer noch zitieren, wie wenn es eine wissenschaftliche Institution wäre.
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