Wegen Flydubai-Vorfall: Gewisses Swiss-Personal darf nicht mehr nach Israel fliegen
Nach dem vereitelten Anschlag mit einem Flydubai-Flugzeug hat Israel die Vorgaben für ausländische Flugbesatzungen verschärft. Deshalb dürfen gewisse Crewmitglieder der Schweizer Airline Swiss nicht mehr nach Tel Aviv fliegen, wie «20 Minuten» am Mittwoch berichtete.
Die Swiss bestätigte gegenüber «20 Minuten», dass die Fluggesellschaft von der verschärften Vorgabe betroffen ist: «Die israelischen Behörden haben uns mitgeteilt, dass wir Crewmitglieder mit bestimmten Staatsangehörigkeiten nicht auf Flügen nach Israel einsetzen dürfen», so eine Sprecherin. Das gelte sowohl für Piloten als auch für das Kabinenpersonal.
Die Vorgabe gilt auch für Doppelbürger, die einen Schweizer Pass besitzen. Insgesamt sind 31 Länder betroffen, darunter etwa der Iran, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Pakistan, Indonesien und Malaysia, schreibt das Portal Aerotelegraph. Die Swiss-Sprecherin bestätigt:
Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Swiss genau betroffen sind und welche Nationalitäten (neben der Schweizer) diese haben, will die Airline nicht bekanntgeben. Es handle sich jedoch um einen «sehr kleinen Teil» des fliegenden Personals.
Ende September hatte ein aus dem Oman stammender Copilot seinen Vorgesetzten auf einem Flydubai-Flug angegriffen und versucht, die Maschine auf den Flughafen Tel Aviv stürzen zu lassen. Das Vorhaben konnte durch das Eingreifen des Piloten und der Passagiere verhindert werden. (cpf)
