Schweiz
International

Neue Bilder sollen Karl-Erivan Haub lebend zeigen

epa06660156 (FILE) - Karl-Erivan Haub, owner and Chief Executive Officer of the Tengelmann Group, talks to media at a press conference in Muehlheim, Germany, 07 October 2014 (reissued 10 April 2018).  ...
Karl-Erivan Haub verschwand 2018, danach hat man ihn nicht mehr gesehen.Bild: EPA/DPA

Neue Bilder sollen verschwundenen deutschen Milliardär lebend in Russland zeigen

Der deutsche Milliardär Karl-Erivan Haub verschwand 2018 in den Walliser Bergen. Nun gibt es womöglich ein Lebenszeichen aus Moskau.
26.05.2023, 10:1826.05.2023, 13:05

Bis heute ist die Geschichte über das Verschwinden von Karl-Erivan Haub ein Mysterium. Am 7. April 2018 brach der Milliardär alleine zu einer Skitour am Klein Matterhorn auf. Um 9 Uhr morgens registrierte eine Überwachungskamera ihn an der Bergstation des Skigebietes – danach sah man ihn nie wieder.

Tagelang suchten Bergungsteams nach dem 58-Jährigen, sein Handy wurde geortet und Helikopter kreisten über dem Skigebiet. Aber keine Spur vom Chef der Tengelmann-Handelsgruppe.

Drei Jahre später erklärte ein Gericht ihn für tot.

Spuren nach Russland

Aber nun sollen Bilder von einer Überwachungskamera aufgetaucht sein, welche ihn im Februar 2021 in Moskau zeigen sollen. Einige Monate bevor er für tot erklärt wurde und lebend. Das berichten der «Stern» und «RTL».

Die Bilder sollen von einer Quelle, die dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB nahesteht, kommen. Auf den Aufnahmen soll ein Mann in dicker blauer Winterjacke und weissem Pelzkragen zu sehen sein. Laut einer Gesichtserkennungssoftware soll dieser Mann zu 90 Prozent wie der verschwundene Haub aussehen.

Zweifel an seinem Tod

Zweifel an seinem Tod gab es immer wieder. Kurz nach seinem Verschwinden kamen Gerüchte auf, dass er eine Verbindung zu Russland haben soll. Genauer: zum russischen Geheimdienst. Auswertungen seiner Handydaten zeigten, dass Haub regelmässig russische Telefonnummern anrief, letztmals am Abend vor seiner Skitour.

Irgendwann fing man an, über ein Doppelleben und eine Affäre mit einer Russin, die beim FSB arbeiten soll, zu sprechen.

Die neusten Aufnahmen bringen die Gerüchteküche wieder zum Brodeln. Der «Stern» schreibt, dass ihnen ein Informant mit Verbindung zum russischen Geheimdienst FSB die Aufnahmen der Überwachungskamera gegeben habe.

Eine Fälschung der Aufnahmen konnte bisher nicht ausgeschlossen werden. Und trotzdem: Die neuen Indizien haben dennoch ein gewisses Gewicht: Die Staatsanwaltschaft Köln überprüft nun, Haubs Status als Verschollener aufzuheben.

Zu den neusten Erkenntnissen wollte sich die Ehefrau von Haub, Katrin Haub, gegenüber «RTL» nicht äussern.

(oee)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
In Zürich arbeiten Verurteilte immer häufiger ihre Geldstrafen ab
Schwarz- oder Schnellfahrer: Wer seine Geldstrafe nicht zahlen kann, muss stattdessen ins Gefängnis oder gemeinnützige Arbeit verrichten. Letzteres wird im Kanton Zürich im letzten Jahr immer häufiger genutzt.
Kleinere Delikte können zu hohen Geldstrafen führen, die manche Betroffene finanziell überstrapazieren. In der Schweiz besteht allerdings die Möglichkeit, ersatzweise ins Gefängnis zu gehen oder gemeinnützige Arbeit zu verrichten, um die Strafe abzuarbeiten. Im Kanton Zürich nutzten die zweite Möglichkeit in den letzten Jahren wie auch schweizweit immer weniger. Deshalb übernahm der Kanton die Leitung der Anlaufstelle 2025 selbst. Zuvor war eine Stiftung für den Bussen-infopoint verantwortlich.
Zur Story