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Fukushima-Messungen an ETH präsentiert

Nach dem Tsunami 2011 ist es im Atomkraftwerk Fukushima zu einem radioaktiven Zwischenfall gekommen.
Nach dem Tsunami 2011 ist es im Atomkraftwerk Fukushima zu einem radioaktiven Zwischenfall gekommen.
Bild: The Tokyo Electric Power Company / HANDOUT/EPA/KEYSTONE

Strahlung 35 mal höher als Grenzwert: Fukushima-Messungen an ETH präsentiert

30.01.2016, 16:2431.01.2016, 10:22

Knapp fünf Jahre nach dem Reaktorunfall in Fukushima sind auch Gebiete ausserhalb der Sperrzone noch radioaktiv verseucht. Das zeigen Messungen von Green-Cross, die am Samstag an der ETH Zürich anlässlich einer Tagung präsentiert wurden.

Der höchste Strahlungswert von 4.01 Mikrosievert pro Stunde wurde in der verlassenen Stadt Tomioka gemessen, wie die Umweltorganisaiton Green-Cross Schweiz mitteilte. Laut dem Kernphysiker Stephan Robinson entspricht dies einer Jahresdosis von 35 Millisievert oder dem 35-fachen der internationalen Dosislimite für die Bevölkerung.

Risikobehaftete Rückkehr

Aber auch ausserhalb des Sperrgebietes seien Dosisraten von bis zu 20 Millisievert pro Jahr gemessen worden, stellte der Bereichsleiter (Wasser, Abrüstung) von Green-Cross fest. Die Analysen der Bodenproben zeigten zudem eine massive Überschreitung der Grenzwerte bei Alpha- und Bethastrahlern. Diese seien besonders gefährlich, wenn sie über Lebensmittel in den Körper gelangten.

Eine Rückkehr in Gebiete ausserhalb der Sperrgebiete sei auch heute noch mit Risiken verbunden. Lokale Erzeugnisse seien durch radioaktive Stoffe bedroht, die sehr langlebig und «unregelmässig wie Flecken auf einem Leopardenfell» verteilt seien.

Für die Bevölkerung bestehe die Gefahr von gesundheitlichen Spätschäden wie Krebs und genetischen Anomalien. Dies vor allem deshalb, weil die Menschen nicht hohen Strahlendosen ausgesetzt seien, aber chronisch belastet würden und das Risiko der Aufnahme von Radioaktivität durch die Nahrung hoch sei. (lhr/sda)

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