Schweiz
Iran

Schweiz verzichtet vorerst auf Wegweisung von Iranern

Schweiz verzichtet vorerst auf Wegweisung von Iranern

Iranische Staatsangehörige werden derzeit nicht aus der Schweiz weggewiesen, selbst bei voraussichtlich negativem Asylentscheid.
26.01.2026, 04:1626.01.2026, 09:07

Dies hat das Staatssekretariat für Migration entschieden und begründet es mit den Protesten im Iran und deren brutaler Niederschlagung durch das Regime.

FILE - In this photo obtained by The Associated Press, Iranians attend an anti-government protest in Tehran, Iran, Jan. 9, 2026. (UGC via AP, File)
Iran-Protests-Scale of Unrest
Bei der brutalen Niederschlagung von Protesten gegen die Regierung im Iran wurden Tausende getötet.Bild: keystone

Den Entscheid hatte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 13. Januar gefällt, wie SEM-Sprecher Daniel Bach der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine Meldung des Schweizer Radios und Fernsehens SRF vom Sonntag bestätigte. Positive Asylentscheide und negative Entscheide mit Anordnung der vorläufigen Aufnahme können demnach weiterhin erlassen werden.

Die Lage im Iran sei seit den Protesten ab 28. Dezember unsicher und schwer zu beurteilen, sagte Bach. Das SEM ordne derzeit auch keine Wegweisungsvollzüge in den Iran bei bereits negativ entschiedenen Asylgesuchen an. Und aktuell seien keine Rückführungen geplant.

Ausgenommen von dieser Praxisänderung sind laut Bach aber straffällige Gesuchstellende oder solche, die eine Gefährdung für die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz darstellen. Hier werde der Wegweisungsvollzug weiterhin geprüft. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Lindt-Chef rechtfertigt Preisexplosion – ­und warnt vor Inflationsschock
Lindt-Chef Adalbert Lechner sagt, wann Schokolade wieder günstiger werden könnte – und was der Iran-Krieg für das Geschäft bedeutet.
Was ist Ihre Lieblingsschokolade?
Adalbert Lechner: Seit 30 Jahren ist unsere Ganznuss-Tafel meine Lieblingsschokolade. Ganz simpel, trotz aller Neuheiten wie der Dubai-Style-Schokolade. Ich bin ein «Beisser» und mag ganze Haselnüsse.
Zur Story