Ein Westschweizer Politiker nervt sich über zu viel Englisch bei SBB-Durchsagen
Der Waadtländer FDP-Nationalrat Daniel Ruch will, dass sich SBB-Durchsagen ändern. Wie RTS berichtet, stört ihn, dass bei Ansagen in Zügen und Bahnhöfen Englisch gegenüber den Landessprachen priorisiert werde. Der Waadtländer bemängelt insbesondere, dass Italienisch in diesen Durchsagen kaum vorkomme.
Die SBB sehen das anders. Wie RTS schreibt, erfolgen die Durchsagen zunächst in der Sprache des jeweiligen Ortes – danach häufig auf Englisch. Der Grund: Die Ansagen sollen möglichst kurz, klar und für möglichst viele Menschen verständlich sein. Davon sollen insbesondere auch Touristinnen und Touristen profitieren, erklären die SBB gegenüber RTS.
Englisch komme nicht einfach zu den Landessprachen dazu, es ersetzte eine davon, kritisiert Daniel Ruch. Dabei seien die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs mehrheitlich Schweizerinnen und Schweizer. Ruch sagt dazu:
Eine Antwort des Bundesrats wird erwartet
Wie die RTS berichtet, hat der Waadtländer bereits im vergangenen Juni eine Anfrage an den Bundesrat eingereicht.
Er wartet nun auf eine Stellungnahme des Bundesrats. Unter anderem will er wissen, ob ein vom Bund unterstütztes Unternehmen eine Fremdsprache gegenüber einer Landessprache bevorzugen darf. Zudem fordert er klare Vorgaben für Unternehmen, die im Auftrag des Bundes tätig sind. (jzs)
