Schweiz
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Nationalrat Ruch stört sich über zu viel Englisch bei SBB-Durchsagen

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Daniel Ruch fordert: Bei SBB-Ansagen sollen mindestens zwei Landessprachen vor jeder Fremdsprache kommen (Archivbild).Bild: KEYSTONE

Ein Westschweizer Politiker nervt sich über zu viel Englisch bei SBB-Durchsagen

Für Daniel Ruch (FDP/VD) werden in den Bahnhöfen und Zügen der Schweiz zu häufig Durchsagen auf Englisch gemacht – zulasten der Landessprachen. Er fordert deshalb den Bundesrat zum Handeln auf.
10.08.2026, 21:2410.08.2026, 21:24

Der Waadtländer FDP-Nationalrat Daniel Ruch will, dass sich SBB-Durchsagen ändern. Wie RTS berichtet, stört ihn, dass bei Ansagen in Zügen und Bahnhöfen Englisch gegenüber den Landessprachen priorisiert werde. Der Waadtländer bemängelt insbesondere, dass Italienisch in diesen Durchsagen kaum vorkomme.

Die SBB sehen das anders. Wie RTS schreibt, erfolgen die Durchsagen zunächst in der Sprache des jeweiligen Ortes – danach häufig auf Englisch. Der Grund: Die Ansagen sollen möglichst kurz, klar und für möglichst viele Menschen verständlich sein. Davon sollen insbesondere auch Touristinnen und Touristen profitieren, erklären die SBB gegenüber RTS.

Daniel Ruch, FDP-VD, spricht vor Nationalratspraesident Martin Candinas, Mitte-GR, an der Ausserordentlichen Session "Wohnen und Mieten" waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete ...
Daniel Ruch ist FDP-Nationalrat (VD). Bild: KEYSTONE

Englisch komme nicht einfach zu den Landessprachen dazu, es ersetzte eine davon, kritisiert Daniel Ruch. Dabei seien die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs mehrheitlich Schweizerinnen und Schweizer. Ruch sagt dazu:

«Die Reihenfolge der Sprachen ist kein technisches Detail. Sie sagt implizit aus, wer als Hauptadressat des öffentlichen Dienstes betrachtet wird.»
Daniel Ruch gegenüber RTS

Eine Antwort des Bundesrats wird erwartet

Wie die RTS berichtet, hat der Waadtländer bereits im vergangenen Juni eine Anfrage an den Bundesrat eingereicht.

Er wartet nun auf eine Stellungnahme des Bundesrats. Unter anderem will er wissen, ob ein vom Bund unterstütztes Unternehmen eine Fremdsprache gegenüber einer Landessprache bevorzugen darf. Zudem fordert er klare Vorgaben für Unternehmen, die im Auftrag des Bundes tätig sind. (jzs)

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Die beliebtesten Kommentare
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Statler
10.08.2026 21:40registriert März 2014
Hört Herr Ruch andere Durchsagen als ich?
Die englischen Durchsagen werden m.E. immer zusätzlich zu denen in der lokalen Sprache gemacht.
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Sin14
10.08.2026 21:50registriert Mai 2020
Englisch in der ÖV ist für unsere Feriengäste (die wir als Urlaubland benötigen) sicher ok.
Das Problem mit Englisch hingegen im Alltag ist, dass Deutsch lernen unnötig erscheint. Letzte Woche sass ich mit einer jungen Familie an einem Tisch (ein Geburtstag) und alle sprachen mit dem Paar Englisch. Auf meine Nachfrage hin erfuhr ich, dass die Familie seit 13 Jahren hier lebt.
Das ist, was stört und nicht ÖV Durchsagen.
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Donko89
10.08.2026 22:08registriert Mai 2021
Toll, dass sich Politiker um so wichtige Probleme kümmern…
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