Schweiz
Justiz

22-Jähriger soll junge Frau absichtlich totgefahren haben

22-Jähriger soll junge Velofahrerin absichtlich totgefahren haben: Prozess startet

Vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern hat sich am heutigen Montag ein 22-jähriger Mann wegen Mordes zu verantworten. Laut Staatsanwaltschaft hat er im April 2023 in Bellach SO gezielt eine junge Velofahrerin totgefahren.
22.06.2026, 04:4422.06.2026, 05:49

Der Schweizer wurde noch am Tatort festgenommen und gestand die Tat. Er befindet sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Die Anträge der Parteien werden an der Hauptverhandlung bekanntgegeben.

Wie die Staatsanwältin in der Anklageschrift schreibt, war der Beschuldigte in der Nacht zum Samstag, 8. April 2023, mit einem Lieferwagen auf dem Heimweg. Dabei sei dem damals 19-Jährigen der Gedanke gekommen, wie es wohl sei, «jemandem das Leben zu nehmen». Kurz darauf habe er eine Velofahrerin erblickt und sei ihr nachgefahren.

Die ihm unbekannte 17-Jährige war auf dem Weg zu ihren Grosseltern. Sie war schon beinahe an ihrem Ziel angelangt, als er sie von hinten rammte. Sie stürzte, stand aber unverletzt wieder auf.

Der Beschuldigte rannte auf sie zu und wollte sie schlagen. Dies konnte die junge Frau aber abblocken. Sie flüchtete auf eine Wiese neben der Strasse, verfolgt vom Angreifer.

Unter dem Auto eingeklemmt

Als er sie erreichte, würgte er sie gemäss Anklage, bis sie sich nicht mehr rührte. Er nahm an, sie sei tot, ging zurück zur Strasse und wollte heimfahren. Als er kurz zurückschaute, sah er, dass sich das Opfer erneut aufrappelte.

Er stieg ins Auto, fuhr über die Wiese direkt auf die kauernde junge Frau zu und erfasste sie frontal. Die 17-Jährige geriet unter den Wagen, lebte aber noch.

Weil die Räder des Lieferwagens im weichen Boden steckenblieben, versuchte der Beschuldigte ungeachtet der Schreie seines Opfers, mit Vor- und Rückwärtsfahren das Auto freizubekommen. Dieses sank dabei aber immer tiefer in den Grund. Das darunter eingeklemmte Opfer wurde totgedrückt.

Inzwischen war der Polizei gemeldet worden, ein Auto sei auf die Wiese geraten. Die ausgerückten Beamten trafen beim feststeckenden Fahrzeug den Lenker an und entdeckten unter dem Wagen die Leiche der jungen Frau. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Velounfälle in der Schweiz
1 / 5
Velounfälle in der Schweiz
Auf Facebook teilenAuf X teilen
YouTuber baut Velo mit viereckigen Rädern und es fährt – aber nicht, wie du denkst
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
90 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
DanielBS61
22.06.2026 05:15registriert Oktober 2016
Mein Gott, was gibt es für kaputte Menschen…
3071
Melden
Zum Kommentar
avatar
DasWölfchen
22.06.2026 05:23registriert April 2023
Unfassbar brutale Tat. Wie die junge Frau gelitten haben muss.
Hoffentlich wird da eine entsprechende Strafe ausgesprochen.
2451
Melden
Zum Kommentar
avatar
Marc67
22.06.2026 05:39registriert September 2024
Verwahrung für immer ist einzige lösung.lässt man ihn nach 5jahren raus ist das doch wie eine einladung weiter zu machen
2159
Melden
Zum Kommentar
90
Das lief schief beim Treffen zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock
Vier Meter Abstand zwischen US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Ghalibaf und dann bricht der Iran die Verhandlungen mit den USA ab. Was ist passiert?
Die USA und der Iran haben sich zu einem als «historisch» bezeichneten Treffen auf dem Bürgenstock NW verabredet. Am Sonntag sassen sich US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Ghalibaf in vier Metern Abstand gegenüber. Die Lage im Libanon und US-Präsident Donald Trump kühlten die Gemüter jedoch ab.
Zur Story