Schweiz
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Walliser Behörden verweigern Thailänderin Aufenthaltsbewilligung trotz Ehe mit Schweizer



ARCHIV -- ZUR FORDERUNG DER CVP, DIE VOLKSINITIATIVE

Bild: KEYSTONE

Der Kanton Wallis hat einer mit einem Schweizer verheirateten Thailänderin zu Unrecht die erneute Ausstellung einer Aufenthaltsbewilligung verweigert. Die erste Bewilligung hatte die Frau nach ihrer Heirat 2011 im Rahmen des Familiennachzugs erhalten. Diese erlosch jedoch, weil die Frau die Schweiz 2016 für mehr als ein halbes Jahr verliess.

Die Thailänderin pflegte in ihrem Heimatland ihre kranke Mutter. Als sie nach ihrer Rückkehr aus Thailand ein neues Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung stellte, wurde dieses abgewiesen.

Die Behörde begründete den Entscheid damit, dass die Frist von fünf Jahren seit der Begründung der Familie abgelaufen sei. Zudem gebe es keine wichtigen familiären Gründe, die dennoch für die Ausstellung einer Aufenthaltsbewilligung sprechen würden.

Die Walliser Justiz bestätigte diesen Entscheid. Das Bundesgericht hat ihn in einem am Montag veröffentlichten Urteil jedoch aufgehoben. Es bestätigt zwar, dass die Frist von fünf Jahren abgelaufen sei. Allerdings könne sich die Frau auf die Ausnahmebestimmung der «wichtigen familiären Gründe» berufen.

Binationale Ehe

Das Ehepaar lebe seine Lebensgemeinschaft offenbar in der Schweiz und in Thailand. Auch der Ehemann habe sich schon für längere Zeit in Thailand aufgehalten. Es sei zulässig, dass die Frau auch mehrere Monate alleine in Thailand lebe. Dies bedeute nicht, dass die Ehe nicht mehr gelebt werde. Insofern müsse der Frau eine neue Aufenthaltsbewilligung erteilt werden.

Das Bundesgericht weist jedoch warnend darauf hin, das Ehepaar habe in Zukunft darauf zu achten, dass die Aufenthalte der Frau im Ausland die Dauer von einem halben Jahr nicht überschreiten. Ein weiteres Mal könne sie sich nicht auf die Ausnahmebestimmung berufen.

(Urteil 2C_784/2019 vom 10.3.2020) (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Influenzer 31.03.2020 05:56
    Highlight Highlight Aufpassen dass sie die Schweiz nicht für mehr als 6 Monate verlässt, "Ein weiters mal könne sie sich nicht auf die Ausnahmebestimmung berufen"
    Der nette Polizeistaat der seine Bürger sanft unter Zwang setzt lässt grüssen.....
    Mir wird übel.
  • elektron 31.03.2020 01:12
    Highlight Highlight In Thailand sind alle Mütter krank.

    Alle Verwandten brauchen laufend neue notfallmässige Operationen.

    Immer wieder neue Neffen brauchen dringend ein Motorrad, weil sie plötzlich nicht mehr anders zur Schule finden.

    wers glaubt wird selig.
  • eightball 30.03.2020 23:45
    Highlight Highlight Guter Moment um darüber nachzudenken, wie wir mit unseren Eltern umzugehen pflegen. Oder wieweit wir bereit sind sie zu pflegen.
    Der Entscheid des Bundesgerichtes ist ein menschlicher, das ist sympatisch.
    Gruss, der Ehemann einer Asiatin.
  • Grötzu 30.03.2020 22:00
    Highlight Highlight Also wenn ich nach 40 Jahren im Kanton Bern nach Zürich zurück ginge, hätte ich mein Bürgerort Hausen a.A. verloren, oder verstehe ich etwas falsch?
  • IZO 30.03.2020 19:21
    Highlight Highlight Cool, somit steht Heiratschwindlern die Tür weit offen 👏👏. Veweise auf den Part ' mehrere solcher Auszeiten'!
    • äti 30.03.2020 22:19
      Highlight Highlight Welcher Teil meinst du ist Heiratsschwindler? Aber sicher kannst du das aus der Ferne klar feststellen.
    • IZO 31.03.2020 09:11
      Highlight Highlight Wird im Text erwähnt und für die ganz schlauen habe ich die entsprechende Stelle nochmals Zitiert.
  • Samba 30.03.2020 18:14
    Highlight Highlight Dabei würde Blutauffrischung dem Wallis besonders gut tun ...
  • Super8 30.03.2020 17:53
    Highlight Highlight Ich finde, man sollte Wallisern auch keine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz mehr erteilen.
  • Robin Le Chapeau 30.03.2020 17:42
    Highlight Highlight Passt zum Wallis. Steinreiche Ausländer dürfen dafür kapitale Steinböcke abknallen - wenn nur der Rubel rollt.
  • Magnum 30.03.2020 17:21
    Highlight Highlight Und wieder ein Fall von kantonalen Behörden, die gegenüber Ausländerinnen und Ausländern zu Willkür greifen und erst vom Bundesgericht zurückgepfiffen werden.
    Nicht zum ersten, nicht zum letzten Mal. Es gibt sehr wohl so etwas wie bürokratische Xenophobie. Und das nicht nur im Wallis.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 31.03.2020 04:21
      Highlight Highlight Ich weiss aus erster Hand, dass sich Thai-Frauen gezielt untereinander Schweizer Männer vermitteln. Da werden dann zuerst Besuche arrangiert, bereits niedergelassene Thaifrauen bürgen für die zu Vermittelnden und kümmern sich um das Visum/Versicherung. Die heiratswilligen, älteren Männer treffen die jungen Thaifrauen, dann wird binnen kürzester Zeit eine Hochzeit arrangiert.
      Die Frauen leben dann hier, oft todunglücklich, schicken Geld nach Hause und machen den Haushalt ihrer Männer. Die Kommunikation funktioniert meistens nur schlecht.

      Das hat mit Xenophobie nichts zu tun. Das ist Erfahrung.
  • Francis Begbie 30.03.2020 17:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Enzian034 30.03.2020 16:41
    Highlight Highlight Richtiger Entscheid vom Bundesgericht.
  • Eron Thiersen 30.03.2020 16:00
    Highlight Highlight Ihr Pech im Wallis ist, dass sie nicht reich ist, sonst hätte man ihr bereits den roten Pass geschenkt.
  • Geiwetschteiler 30.03.2020 15:48
    Highlight Highlight Hoppla

Leichtes Erdbeben im Wallis registriert

Im Wallis hat am Dienstagmorgen die Erde leicht gebebt. Das Beben hatte eine Magnitude von 2.1 auf der Richterskala und wurde von zahlreichen Menschen verspürt, wie der Schweizerische Erdbebendienst der ETH Zürich mitteilte. Schäden gibt es bei solch leichten Beben in der Regel keine.

Das Beben ereignete sich am Dienstagmorgen um 08.10 Uhr im Rhonetal, östlich von Sitten. Das Epizentrum des Bebens lag laut Erdbebendienst in einer Tiefe von rund sechs Kilometern.

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