Schweiz
Klima

Co2-Steuer: Ständeratskommission spricht sich für Flugticketsteuer aus

flugzeug himmel kondensstreifen shutterstock
Geht es nach der Umweltkommission des Ständerates, kostet ein Langstreckenflug bald 120 Franken mehr.bild: keystone

Klima-Abgabe nimmt weitere Hürde: Kostet das Flugticket bald 120 Franken mehr?

16.08.2019, 15:4816.08.2019, 16:12

Es ist ein Entscheid mit Signalwirkung: Die Umweltkommission des Ständerates spricht sich für eine Flugticketabgabe aus.

Flugpassagiere würden demnach künftig je nach Strecke 30 bis 120 Franken mehr bezahlen pro Ticket, wie die Redaktion Tamedia berichtet. Die Abgabe auf Benzin soll 10 bis 12 Rappen pro Liter betragen. Fix ist aber noch nichts: Das Parlament wird im September über die Vorschläge der Umweltkommission entscheiden.

Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Elektroautos zu fördern, etwa mit der Einrichtung von Ladestationen. Ein Teil der zusätzlichen Abgaben würde an die Bevölkerung zurückverteilt, der andere soll in einen neuen Klimafonds fliessen. Daraus würde der Bund die energetische Sanierung im Gebäudebereich und Innovationsprojekte finanziell unterstützen.

Die Massnahmen sollen sicherstellen, dass die Schweiz bis 2030 ihren Ausstoss von Treibhausgasen um 60 Prozent senkt gegenüber 1990, bis 2050 sogar auf Null.

(red)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Braunalgen verpesten Meere von der Karibik bis nach Afrika
1 / 11
Braunalgen verpesten Meere von der Karibik bis nach Afrika
Von wegen weisser Strand und tief blaues Meer: In Cancun, Mexiko, sind die Strände kilometerlang mit Braunalgen bedeckt.
quelle: ap/ap / israel leal
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Hört auf, die Hitzewelle schönzureden! Es ist nur sch**sse!»
Video: watson
Ein neues AKW? «Nicht realistisch»
Die neue BKW-Produktionschefin Margarita Aleksieva warnt vor zu grossen Hoffnungen in neue Kernkraftwerke. Sie setzt auf bestehende AKW, Wind- und Wasserkraft – und fordert deutlich schnellere Bewilligungsverfahren.
In die Schweiz kam Margarita Aleksieva wegen eines Jobs beim damaligen Energieversorger Atel, der heute zum Alpiq-Konzern gehört. Zwei Jahre wollte die gebürtige Bulgarin bleiben. Daraus sind inzwischen 20 geworden. Aleksieva hat den Schweizer Pass, stimmt ab und engagiert sich in Vereinen an ihrem Wohnort in der Nähe von Baden AG. Und sie hat hier Karriere gemacht: Seit sechs Monaten sitzt sie in der Konzernleitung der BKW und ist dort für die Energieproduktion verantwortlich. Eine besondere Leidenschaft hat sie für die Windenergie. Schon in ihren ersten Jahren bei Atel schlug sie der Geschäftsleitung ein Windprojekt vor – und blitzte ab. Die Windkraft galt damals als zu exotisch, heute ist sie weltweit etabliert, aber in der Schweiz äusserst unbeliebt.
Zur Story