Schweiz
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Seit dem 16. März (vorläufig) ein Bild mit Seltenheitswert: Abendverkehr auf der Nordumfahrung Zürich. Die leeren Strassen und der flugzeugfreie Luftraum der letzten dreieinhalb Wochen seit dem Lockdown führten zu besserer Luft, wie die Empa in einem komplizierten Verfahren beweist. (Archivbild)

Beim Verkehr hat der CO2-Ausstoss gegenüber 1990 zugenommen. Bild: KEYSTONE

Schweiz dürfte Klimaziel verfehlen – WWF nennt Zahlen «inakzeptabel»

Der milde Winter hat den Treibhausgas-Ausstoss 2018 in der Schweiz leicht sinken lassen, weil weniger geheizt werden musste. Im Verkehr dagegen wurde kein Rückgang festgestellt. Das Klimaziel für 2020 dürfte die Schweiz verfehlen.



2020 muss die Schweiz gemäss dem im CO2-Gesetz verankerten Klimaziel 20 Prozent weniger Treibhausgase ausstossen als 1990. Angesichts der derzeitigen Trends und auf Grund der bisherigen Zahlen werde die Schweiz dieses Ziel nicht erreichen, schrieb das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Mittwoch.

Insgesamt lagen die Treibhausgas-Emissionen von 2018 rund 14 Prozent unter dem Ausstoss des Basisjahres 1990. Sie betrugen 46.4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, rund 1.5 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Milder Winter bringt mehr als Heizungsersatz

Bei den Gebäuden gingen die Emissionen 2018 auf 11.2 Millionen Tonnen zurück und waren 34 Prozent tiefer als 1990. Höhere Energieeffizienz und der Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen und erneuerbare Energien trugen einen Viertel des Rückgangs bei. Hauptgrund war der warme Winter.

Noch immer werde ein bedeutender Teil der Häuser mit fossilen Brennstoffen beheizt, hält das Bafu fest. Das Reduktionsziel des Gebäudesektors - 40 Prozent Emissionen weniger als 1990 - werde so nicht erreicht. Ohne warmen Winter würde die Reduktion nur bei 0.3 Millionen Tonnen statt der errechneten 1.2 Millionen Tonnen liegen.

Ziel bei Verkehr ausser Reichweite

Beim Verkehr dagegen waren die Emissionen mit 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten um 1 Prozent höher als 1990. Der Ausstoss lag wie 2017 bei rund 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Zwar nahmen die Emissionen nach Angaben des Bafu seit 2008 stetig ab, doch weil mehr gefahren wird, wird der Effekt zunichte gemacht.

Vor allem der abnehmende Tanktourismus in die Schweiz ist Grund für die rückläufigen Emissionen beim Verkehr. Auch Biotreibstoffe bei und Autos, die weniger Diesel oder Benzin verbrauchen, tragen ihr Teil dazu bei. Doch: Beim Verkehr werde das Klimaziel von 10 Prozent gegenüber 1990 klar verfehlt, schreibt das Bafu.

Industrie verfehlt Ziel ebenfalls

Der Industriesektor verursachte im Jahr 2018 14 Prozent weniger CO2-Äquivalente als 1990, nämlich 11.2 Millionen Tonnen. Von 2017 bis 2018 sank der Treibhausgas-Ausstoss um rund 0.2 Millionen Tonnen; in den vergangenen Jahren hätten die Emissionen allerdings stagniert, hiess es in der Mitteilung.

Damit das Reduktionsziel von 15 Prozent gegenüber 1990 erreicht werden könne, brauche es eine Verminderung der Emissionen. Rückwirkend um 0.5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente korrigiert wurden die Zahlen wegen einer zuvor unbekannten Lachgas-Quelle aus der Produktion des Chemie- und Pharmaunternehmens Lonza AG.

Die Emissionen der Landwirtschaft betragen laut der Mitteilung seit 2000 weitgehend unverändert etwa 6.7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Sie liegen rund 10 Prozent unter dem Stand von 1990.

Stabil bei rund 1.7 Millionen Tonnen bliebt der Ausstoss synthetischer Treibhausgase. Dazu gehören beispielsweise Kältemittel. Gestützt auf das seit 1. Januar 2019 geltende Montrealer Protokoll, das 18 wichtige synthetische Treibhausgase regle, sollten diese Emissionen deutlich zurückgehen, so das Bafu.

WWF: «Inakzeptabel»

Für die Umweltorganisation WWF sind die Zahlen «inakzeptabel», wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Reduktion der Emissionen komme viel zu langsam voran, kritisiert sie und verweist auf die laufende Revision des CO2-Gesetzes. Diese böte «die Chance, die CO2-Abgabe auf alle Treibhausgase zu erweitern.»

Sorgen macht dem WWF, dass die Emissionen von Methan, Lachgas und synthetischen Gasen noch nicht zurückgegangen sind. Für synthetische Gase und Lachgas aus der Industrie verlangt der WWF eine CO2-Abgabe. Bei der Landwirtschaft fordert er Massnahmen zur Senkung der Methan- und Lachgasemissionen bei der Revision der Agrarpolitik. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Forest 16.04.2020 12:34
    Highlight Highlight Der Autoverkehr nimmt immer mehr zu, wird allerdings nirgends erwähnt. Warum auch? So würde man eingestehen den ÖV ausbau verpennt zu haben.

    Die Corona Krise hat eindeutig gezeigt wie schnell sich die Menschen einschränken können und auf Dauer wird es nicht funktionieren. Die Welt hat sich schon ein wenig erholt. Eins sollte mittlerweile jedem Klar sein, wir sind überbevölkert.

    Wäre es nicht sinnvoller Krankheiten wieder zu zulassen? Das Corona Virus ist eine natürliche Krankheit. Bis auf Krankheiten hat der Mensch keine natürliche Feinde.
  • Woichbinistvorne 16.04.2020 09:20
    Highlight Highlight Über Klimaziele kann man frühestens so in zwei bis drei Jahren wieder diskutieren, wenn es Coroni-Impfstoffe gibt. Bis dahin brauchen wir viel zusätzliches Plastik, Plexiglas, Ein- und Mehrweg-Schutzmaterial, Müllverbrennung usw. Ausserdem haben wir mit Rezession, Arbeitslosigkeit, Überschuldung und verringerten Grundrechten zu kämpfen. Die uns zur Verfügung stehenden Mittel brauchen wir die nächsten Monate und Jahre um möglichst gesund zu bleiben und nicht um Utopien nachzujagen.

    Es ist einfach nicht die Zeit für Greta-Gequatsche oder Grashalmschützer-Flennerei!
  • THEOne 15.04.2020 16:47
    Highlight Highlight und da wird sich auch nix ändern in nächster zeit. min solange bis sich die wirtschaft erholt hat. da hilft alles gejammer und genörgel der grünen und wwf nix... willommen in der realen welt
  • Militia 15.04.2020 15:37
    Highlight Highlight Nur so als Denkanstoss: Wenn wir es nicht einmal in diesem Krisenjahr schaffen sollten die Klimaziele zu erreichen, sollte man evtl. in Zukunft über realistische und erreichbare Ziele reden.
    • aglio e olio 15.04.2020 19:57
      Highlight Highlight Oder die Anstrengungen intensivieren.
      Die Hürden senken wenn es anstrengend wird kann jede Lusche.
    • Lumpirr01 15.04.2020 21:23
      Highlight Highlight Ich frage mich schon lange, was das Besondere Gefühl sein soll, wenn ich in so einem Bock (sorry SUV) am Steuer hocke. Vielleicht ist es wirklich ein speziell erhabenes Gefühl ähnlich wie das Reiten auf einem Pferd. Spätestens beim Suchen nach einer Parklücke kommt das Problem, ob man dem linken Parkierer eine Schnatter in die Türe knallen soll oder ob man dem rechten Nachbarn das Einsteigen unmöglich oder Erschweren möchte. Als Lösung sehe ich eigentlich nur eine Besteuerung des Fahrzeuges gemäss seinen Emmissionen..........
    • Dani S 16.04.2020 10:06
      Highlight Highlight Und was haben Ausmasse mit Schadstoffausstoss zu tun? Sehr wenig. Und ein Vergleich der Breiten gängiger SUV und Limousinen zeigt: Ford Mondeo 184 cm, Ford Kuga 185 cm.
      Wer sich informiert, hat mehr vom bashing...
    Weitere Antworten anzeigen
  • champedissle 15.04.2020 15:01
    Highlight Highlight Mich interessiert während einer Weltkrise, die wir jetzt haben, weder die Klimaziele von Paris noch ob irgend etwas für den WWF inakzeptabel ist
    • Bav 15.04.2020 16:48
      Highlight Highlight Sie haben sich also vor Corona auch nicht für unser Gesundheitsystem interessiert, für die sichere Versorgung von Desinfektionsmitteln und Masken? Genau solches Denken führt zu Desaster.
    • mrmikech 15.04.2020 17:45
      Highlight Highlight Willst einfach warten bis diese Krise vorbei ist und dann der nächste abwarten? Wir können und sollen gleichzeitig an das verbessern von unsere Zukunft arbeiten.
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 15.04.2020 20:11
      Highlight Highlight Ich bin mir ziemlich dass ihm die Klimaziele oder der Klimaschutz auch vorher nicht interessiert haben.
  • na ja 15.04.2020 13:50
    Highlight Highlight Klimaziel verfehlt... wieviele Menschen mehr leben hier in der Schweiz, respektive auf der Welt, gegenüber 1990?
    • Domimar 15.04.2020 15:28
      Highlight Highlight Na ja, das ist nicht die richtige frage. Die frage müsste lauten, wie gross ist die abweichung der aktuellen weltbevölkerung zu der prognostizierten zahl im 1990.
    • joenu.m 16.04.2020 14:39
      Highlight Highlight In dem Teil der Welt welcher für das Bevölkerungswachstum weltweit hauptsächlich verantwortlich ist (v.a. Afrika) werden beträchtlich weniger Emissionen ausgestossen. Es hat also auch viel mehr mit der Lebensweise als mit der Anzahl der Bevölkerung zu tun. Wenn alle Menschen klimabewusst leben würden, hätten wir ja kein Problem mit dem Bevölkerungswachstum.
  • TheRealDonald 15.04.2020 13:49
    Highlight Highlight Und wenn anlässlich der nächsten Klimakonferenz die erreichten Resultat aller Länder ermittelt werden, wird es noch viel schlimmer aussehen. Von überall werden wir hören, "Klimaziele leider nicht erreicht, sorry".
    Wenn ein Virus einen kleineren Teil der Bevölkerung unmittelbar bedroht, sind drastische Massnahmen möglich. Aber bei der drohenden Klimakatastrophe, welche die ganze Menschheit bedroht, schauen wir untätig zu.
    Wir müssen endlich begreifen, dass die Klimaerwärmung nicht schnell, schnell bekämpft werden kann, wenn uns das Feuer unter dem Hintern brennt! Gehandelt werden muss jetzt!
    • Joe924 15.04.2020 16:19
      Highlight Highlight Ich mache mir langsam ernsthaft Sorgen, selbst im Links-orientierten Watson haben es die Leute noch nicht geschnallt. Man stelle sich vor was bei 20min und Blick los wäre.
      Jetzt in den Norden migrieren ist die einzige Variante, wir sind als Gesellschaft viel zu bequem und in der Masse schlicht zu doof um das Problem zu erfassen. Alle Daten und Fakten sind ja vorhanden, daran mangelt es nicht.
  • TheRealDonald 15.04.2020 13:43
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst: Die grösste CO2-Reduktion wurde durch den milden Winter "verursacht". Ansonsten, d.h. aus eigenem Antrieb haben wir praktisch nichts erreicht.
    Welche Schande, angesichts der Klimakatastrophe, welche auf uns zukommt.
    Unsere unglaubliche Bequemlichkeit heute wird uns in nicht allzu ferner Zukunft riesige Probleme bereiten. Da ist die Corona-Krise nichts dagegen.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 15.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Ein starker Ausbau bei Stromtankstellen wird unumgänglich sein. Dazu braucht es massive Fördergelder für E-Fahrzeuge, sonst wird das Ziel nie eingehalten.
    • mountaineer 15.04.2020 13:42
      Highlight Highlight ...und woher soll der Strom kommen, vor allem im Winter, wenn wir uns weiterhin von den Atompanikern ins Bockshorn jagen lassen?
    • w'ever 15.04.2020 14:05
      Highlight Highlight @mountaineer
      wie wärs mal wenn die schweiz mit dem bau von photovoltaik anlagen vorwärts machen würde?
      damit könnte man sicher schon sehr viel erreichen.
    • Froggr 15.04.2020 15:03
      Highlight Highlight Wenn man es nicht ohne „massive Fördergelder“ zustande bringt, dann läuft irgendwo beim Geschäftsmodell etwas gewaltig schief.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turicum04 15.04.2020 13:21
    Highlight Highlight Nur eine radikale Tempohalbierung auf allen Strassen würde zu 10-15% Minderbelastung führen! Auch eAutos würden davon profitieren, da sie dann eine grössere Strecke pro Aufladung erreichen würden. Lärm und Unfallgefahren würde man ebenfalls stark reduzieren. Autos mit mehr als 100 PS per sofort generell verbieten!
    • BVB 15.04.2020 14:22
      Highlight Highlight Weisst du wie viele Autos mit über 100 PS es gibt? Und was sollen deren Besitzer machen? Neues Auto kaufen ist nicht immer eine Option.
    • Dani S 15.04.2020 14:44
      Highlight Highlight @Turicum04: Anstatt solche Plattitüden wie Tempohalbierung, >100PS verbieten wären mal innovative Vorschläge interessant (Besteuerung des Arbeitsweges, Büroarbeitsplätze mit Abgaben belegen, Abschaffung der Verkehrssteuer zugunsten einer Energieverbrauchssteuer (auch für Strom!) , usw) .
      Ganz abgesehen davon, dass seit 1990 25% mehr Menschen in der Schweiz leben...
    • Froggr 15.04.2020 15:05
      Highlight Highlight 😂😂
      Geh doch nach Venezuela oder so. Dort kannst du auch mit gutem Gewissen auf Autos verzichten. Solche Forderungen zeigen unser Wohlstandsprobleme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 15.04.2020 13:18
    Highlight Highlight Die Einwohnerzahl der Schweiz ist seit 1990 ja auch um nur 27% gestiegen (warum muss ich das bei so einem Artikel selber suchen?) und der Lebensstandard ist nicht genug gesunken um diese Zahlen zu erreichen. Wie sieht das Ganze ohne diese massive Migration aus? (ja, Migration, die Geburtenrate der Schweizer ist deutlich <2 eher so 1.5 bis 1.6 und das seit 1975, Quelle BfS.)
    Aus meiner Sicht führen Linke und Grüne diese Diskussion unehrlich, weil sie ihre anderen Haltungen objektiv in Frage stellt und das will ja keiner sehen.
    • Super8 15.04.2020 14:45
      Highlight Highlight Klimawandel ist global. Es kommt überhaupt nicht drauf an, wo die Menschen wohnen. Jedenfalls nicht um hier um drei Ecken Klimawandel der Immigration zuzuschieben, nur weil die beschränkte SVP keine anderen Themen hat.
    • cheeky Badger 15.04.2020 14:52
      Highlight Highlight Migration führt zu Bevölkerungswachstum, richtig. Allerdings ebenso eine höhere Lebenserwartung. Und in welchem Alter Kinder auf die Welt gesetzt werden.

      1,5 Kinder die man im Schnitt mit 25 bekommt führen zu mehr Wachstum als 1,5 Kinder im Schnitt mit 35 Jahren. Ebenso die Lebenserwartung aller Einwohner.

      Anders gesagt, es spielt eine Rolle ob drei Generationen gleichzeitig leben oder 4.

      Fazit: das Wachstum kommt auch aber nicht nur durch Migration.
    • Pafeld 15.04.2020 15:12
      Highlight Highlight Warum bringen es dann so viele Länder mit ähnlichen Bevölkerungszahlen fertig, ihre Ziele zu erreichen? Offensichtlich werden diese nicht durch eine bürgerliche Mehrheit erfolgreich ausgebremst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yunnan 15.04.2020 13:14
    Highlight Highlight In der Landwirtschaft könnte man den Hebel bei Subventionen für die massiv klimaschädliche und für die Versorgung mit Nahrungsmitteln ebenfalls ineffiziente Viehwirtschaft ansetzen.
    • na ja 15.04.2020 13:47
      Highlight Highlight Und dafür alle Nahrungsmittel importieren? Dabei sieht man gerade jetzt, dass jedes Land sich am nächsten ist. Auch wenn es "nur" um Schutzmasken und Co handelt.
    • Froggr 15.04.2020 15:06
      Highlight Highlight Gerade in dieser Zeit sollte selbst der letzte Landwirtschaftsverfechter einsehen, dass Eigenversorgung Trumpf ist. Egal wie die Lage ist.
    • Pafeld 15.04.2020 15:16
      Highlight Highlight Fleisch zu importieren ist xfach effizienter, als hier zu mästen (1kg Fleisch benötigt 20–50kg Kraftfutter, welches meist importert wird) . Bei Obst und Gemüse sieht es teilweise anders aus. Sorry, das Regionalität per se effizienter ist, ist ein Mythos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 15.04.2020 13:02
    Highlight Highlight Ja wundert einen dies denn wirklich? Die Bevölkerung hat seit 1990 z.B. auch um fast 25% zugenommen.
    Die Effekte des Corona-Lockdown dürften sich aber wohl (kurzzeitig) zusätzlich positiv auf den CO2-Ausstoss auswirken...
  • Buceador 15.04.2020 12:59
    Highlight Highlight In Zeiten von Corona würde man ja eigentlich sehen, dass sehr viele Pendler zumindest teilweise im Home-Office arbeiten könnten. Es ist einfach nicht sinnvoll, täglich x Kilometer zu fahren, um in einem anderen Raum in den Bildschirm zu schauen. Aber die Arbeitgeber vertrauen den Arbeitnehmern immer noch nicht genug.. -.-
    • Lumpirr01 15.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Die Zahl derjenigen Job's, wo der Chef praktisch täglich kontrollieren muss, ob genug gearbeitet wurde, wäre stark abnehmend. An vielen Orten könnte mit Jahreszielen operiert werden. Der dafür benötigte Zeitbedarf ist kaum relevant. Dauernd vor der Kiste hocken ist kein Mass für die Effizienz der Arbeit. Hoffentlich wird sich das Homeoffice auch nach der Krise etablieren und die Pendlerströme per Privatwagen nehmen ab.....
    • Salamikönig 15.04.2020 15:07
      Highlight Highlight Wenn ich meinen Nachbarn beim "arbeiten" zusehe, weiss ich auch warum due Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nicht vertrauen.
    • Bratansauce 15.04.2020 15:24
      Highlight Highlight Das ist das Problem genau beschrieben: Vertrauen!
      Es müsste im Prinzip fast vorgeschrieben werden, den Mitarbeitenden 2 Tage die Woche Homeoffice zu gewähren.
      Der perfekte Zeitpunkt für mindestens mal eine Empfehlung wäre eigentlich der jetzige.
      Schöner Nebeneffekt: Auch etwas abgelegene Wohnorte würden dadurch wieder attraktiver werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 15.04.2020 12:53
    Highlight Highlight "Das Klimaziel für 2020 dürfte die Schweiz verfehlen."

    Bin noch nicht so sicher, dass das Ziel für 2020 nicht erreicht wird.
  • Ökonometriker 15.04.2020 12:32
    Highlight Highlight Wie sieht es bei den Zahlen pro Kopf aus? Da sanken die Emissionen um 32 Prozent.
    Wenn man für den Klimaschutz die Zuwanderung als kosmetische Massnahme verbietet, kommen wir als Menschheit auch nicht weiter... Am Ende interessiert, wie viel CO2 wir MENSCHEN verursachen. Nicht, WO die Menschen wohnen.
    • nichtMc 15.04.2020 13:30
      Highlight Highlight Leider doch, klimatechnisch macht es heute einen riesen Unterschied, ob sie in einem Entwicklungsland oder in einem Industrieland wohnen. Der hiesige CO2-Ausstoss ist wohlstandsbedingt deutlich höher...
    • Ökonometriker 15.04.2020 14:38
      Highlight Highlight @Mcapple: das ist definitiv so. Aber im Spezialfall Schweiz kommen die meisten Zuwanderer aus westeuropäischen Ländern mit einem höheren CO2-Ausstoss pro Kopf.
    • Binnennomade 15.04.2020 18:38
      Highlight Highlight Ökonometriker, welche westeuropäischen Länder haben denn einen höheren CO2-Ausstoss pro Kopf als die Schweiz? Genau, keins.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChillDaHood 15.04.2020 12:30
    Highlight Highlight Nun, wenn Ziele nicht erreicht werden, dann gibt es Konsequenzen. Nachbessern, nachjustieren, Bremse via Portemonnaie, Subventionieren, Strafen.

    Oder jemand steht hin und erklärt, dass wir das Ziel einfach sausen lassen. Der oder diejenige sollte sich dann einfach nicht zu hohe Chancen bei der nächsten Wahl ausrechnen...
    • bebby 16.04.2020 09:34
      Highlight Highlight Jetzt ist genau der beste Moment, um die Klimaziele hinauszuschieben und die Co2 Limiten bei den Autos auf Sankt Nimmerlein zu verschieben. Als Autolobby würde ich die Chance beim Schopf packen.
    • ChillDaHood 16.04.2020 14:39
      Highlight Highlight Sorry, aber wenn jeder denkt, dass wir die Ziele erreichen und einfach weioterhin so wie bis jetzt leben, dann gehts nicht auf.

      Und ich hab Mühe damit, wenn man einfach so tut als ob. Also entweder ziehen wir jetzt Konsequenzen um die Ziele zu erreichen oder wir gestehen uns eine, dass wir das nicht wollen. Aber weiterhin Grün wählen und dreimal im Jahr in die Ferien fliegen reicht einfach nicht.
  • Posersalami 15.04.2020 12:28
    Highlight Highlight Mit Vollgas in Richtung Abgrund..

    zum Glück habe ich keine Kinder in die Welt gesetzt.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 15.04.2020 15:02
      Highlight Highlight Posersalami

      Und genau damit hast du das beste getan, was man gegen den Klimawandel machen kann. Wenn das alle machen würden, würde sich der Planet in 100 Jahren wieder anfangen zu erholen.
    • Domimar 15.04.2020 15:32
      Highlight Highlight @after8 ich bin team posersalami, aber wenn alle das machen würden, gäbe es in 100 jahren nur noch eine hand voll 100 jähriger...
    • Salamikönig 15.04.2020 16:53
      Highlight Highlight das Beste für die Erde wäre wirklich, wenns uns nicht gäbe.
  • Randen 15.04.2020 12:27
    Highlight Highlight Plugin Hybride sollten nicht unterstützt werden. Das sind schlicht und einfach normale Verbrenner. Viele Hersteller wollen ihre Autos damit nur sprintstark anstatt sprit sparend machen. Als übergangstechnologie waren die ok sind aber schon überholt und könnten zu einem riesiges Problem werden.
    • Duscholux 15.04.2020 12:50
      Highlight Highlight Plugin hybride laden die Batterie trotzdem auf wenn du z.B bergab mit "Motorbremse" fährst. Sind damit schon ein bisschen besser als normale Verbrenner.
    • V òó B 15.04.2020 13:16
      Highlight Highlight Das würde ich so nicht unterschreiben, oder schreibst du aus eigener Erfahrung? Mein VW Passat GTE (10 KWh-Akku, ca. 40 km rein el. Reichweite) kommt auf einen Durchschnittsverbrauch von ca. 3 l / 100 km, auf der Langstrecke nach Italien waren es 5.
      Vernünftig fahren und rekuperieren statt bremsen, das macht es aus. Ist es DIE Lösung beim Automobil? Nein, aber ein wichtiger Zwischenschritt und ein Kompromiss zwischen Langstreckentauglichkeit und grossem Akku.
      Lieber vorher die völlig sinnbefreiten SUVs und grossmotorigen Pseudo-Sportwagen einstampfen.
    • Peter R. 15.04.2020 13:35
      Highlight Highlight Ja was soll ich dann als nächstes Auto kaufen - wieder ein Diesel, eher nicht oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 15.04.2020 12:22
    Highlight Highlight Jemand überrascht? Ich nicht. Das man solche Ziele verfehlt, ist doch mittlerweile eine Grundannahme wenn man sich die Politik anhört.

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