Schweiz
Klima

Wetter Schweiz: Innerschwyzer Wetterschmöcker erwarten für Ostern Schnee

Der Muotathaler Wetterprophet Karl Hediger posiert waehrend dem Jahresausflug der Wetterpropheten auf der Klewenalp im Kanton Nidwalden, am Montag 19. Maerz 2012. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der Innerschwyzer «Wetterschmöcker» Karl Hediger. (Archivbild).Bild: KEYSTONE

Die Innerschwyzer «Wetterschmöcker» erwarten schlechtes Osterwetter

24.03.2026, 08:1824.03.2026, 08:26

Bis auf eine Ausnahme prophezeien die sechs Innerschwyzer «Wetterschmöcker» für Ostern wechselhaftes Wetter oder gar Schneefall. Doch es gibt auch Hoffnung für Sonnenhungrige, welche den Osterstau vermeiden wollen.

«Wetterschmöcker» Karl Hediger aus Küssnacht erwartet Schnee. An der Herbstversammlung des Meteorologischen Vereins Innerschwyz vom Oktober 2025 erklärte er, dass der Osterhase «Schneeschuhe montieren» müsse, um durch das Zeugs zu kommen, auch werde ihm Bise «um die Löffel pfeifen.» Diese Prognose gilt noch immer, wie Hediger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Im Winter habe es zu wenig Schnee gegeben, einmal müsse dieser kommen, erklärte der Wetterprophet. Über Ostern werde es bis etwa auf 700 oder 800 Meter hinunter weiss. Hediger wies darauf hin, dass Ostern dieses Jahr eher früh sei. Ab dem 10. April komme dann der Frühling.

Der Ostersonntag fällt 2026 auf den 5. April. «Wetterschmöcker» Martin Holdener aus Schwyz sagte im letzten Herbst denn auch «ziemlich Aprilwetter» voraus. Roman Ulrich aus Bisisthal machte eine ähnliche Prognose: «Der Osterhase muss das Wechselfell mitnehmen».

Prognosen werden bewertet

Auch Ulrich hält an seiner Vorhersage fest, wie er auf Anfrage sagte. «Wir müssen bei unserem Vers bleiben», sagte er. Der Meteorologische Verein wird an seiner Generalversammlung vom 24. April die für das Winterhalbjahr von den Wetterpropheten gemachten Vorhersagen auf ihre Treffgenauigkeit bewerten.

Ulrich macht seine Prognosen auf Basis von Bauernregeln und Bauchgefühl, wie er sagte. Bestärkt, dass das Osterwetter nicht sehr gut sein wird, sieht er sich durch die Tatsache, dass es an Weihnachten nicht schneite. «Grüne Weihnacht, weisse Ostern», zitierte er eine Bauernregel.

«Die Ostern werden rauluftig», prophezeite Silvan Betschart aus Sattel, ein weiterer Innerschwyzer Laienmeteorologe. Optimistischer war sein Kollege Kari Laimbacher aus Rickenbach. «An Ostern zeigt sich die Sonne ein bisschen», hiess es in seiner Prognose, die für den 2. bis 10. April aber grundsätzlich mit «etwas Regen mit Schneefall» ausgeht.

Sonne nördlich der Alpen geniessen

Die Sonnensuchenden müssen auf die Vorhersage von «Wetterschmöcker» Martin Gisler aus Riemenstalden setzen. «Diejenigen, die Sonne geniessen wollen an Ostern, können hierbleiben, statt in den Stau Richtung Süden zu fahren», erklärte er im letzten Herbst.

«Ich hoffe, es wird so», sagte Gisler, der seine Voraussage durch das Beobachten der Natur machte, auf Anfrage. Er schränkte ein, dass die Wetterpropheten die Prognose jeweils lang im Voraus machen müssten.

Der Meteorologische Verein Innerschwyz war 1947 Als «Katholischer Meteorologen-Verein Innerschwyz» im Muotatal gegründet worden. Anlass der Gründung war die Befürchtung, dass mit den Wetterprognosen im Radio das sorgfältige Beobachten der Natur verloren gehen könnte.

Im Frühling und Herbst geben jeweils sechs «Wetterschmöcker» mit Witzen gespickte Prognose für das nächste Halbjahr ab. Zudem wird die letzte Vorhersage ausgewertet. An den Versammlungen nehmen jeweils mehrere hundert Personen teil. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Hallo Frühling, hallo Frühlings-Memes!
1 / 25
Hallo Frühling, hallo Frühlings-Memes!
quelle: watson/imgflip
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unwetter auf den Kanarischen Inseln
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mieten in der Stadt Zürich steigen in 2 Jahren um 3 Prozent
Die Mieten in der Stadt Zürich sind seit 2024 um rund drei Prozent gestiegen. Der Anstieg liegt über der normalen Teuerung.
Eine typische Mietwohnung von 75 Quadratmetern kostet heute etwa 1690 Franken und somit rund 50 Franken mehr als vor zwei Jahren, wie Statistik Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Der aktuelle Anstieg der Nettomieten von 3,1 Prozent übertrifft die allgemeine Teuerung in der Stadt, die im gleichen Zeitraum bei 1,2 Prozent lag.
Zur Story