Ab 15:46 Uhr ist offiziell Frühling: Was du zum Äquinoktium wissen willst
Hörst du morgens auch wieder die Vögel zwitschern und hast langsam wieder mehr Lust, deine Zeit draussen zu verbringen? Pünktlich zum sonnigen Wetter in der Schweiz trudelt am 20. März der Frühling ein, die Tagundnachtgleiche markiert dabei seinen offiziellen Beginn. Tag und Nacht sind heute etwa gleich lang, also je 12 Stunden.
Wann beginnt der Frühling?
Das mit dem Frühlingsanfang ist aber so eine Sache: Je nach Betrachtungsweise fällt dieser auf unterschiedliche Daten. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist am 1. März. Die Wetterforscher brauchen für ihre Beobachtungen fixe Zeiträume und unterteilen die Jahreszeiten in jeweils drei Monate. An der Tagundnachtgleiche, dem sogenannten Äquinoktium, das je nach Jahr zwischen dem 19. und 21. März stattfindet, spricht man vom astronomischen Frühlingsbeginn.
Update
Was ist das Äquinoktium?
Der komplizierte Namen lässt eine noch kompliziertere Erklärung vermuten, aber eigentlich ist es ganz simpel: Zwei Mal im Jahr steht die Sonne exakt über dem Äquator, sind damit Tag und Nacht weltweit (mit Ausnahme der beiden Pole) ungefähr gleich lang – bis sich Tag oder Nacht wieder auf Kosten des anderen ausdehnen. 2026 geschieht dies am 20. März, um 15.46 Uhr, sowie am Mittwoch, 23. September 2026, um 02.05 Uhr.
Übrigens: Wäre die Erdachse nicht um etwa 23,5 Grad geneigt, herrschte quasi immer Tag- und Nachtgleiche.
Es ist jedoch nicht so, dass Tag und Nacht je exakt 12 Stunden dauern – für diese Rechnung wurde nämlich die Erdatmosphäre nicht berücksichtigt. Diese sorgt dafür, dass das Sonnenlicht gebrochen wird und uns die Sonne direkt über dem Horizont etwas höher erscheint, als sie wirklich ist. Und weil es auch kurz bevor die Sonne aufgeht und kurz nachdem sie untergegangen ist, bereits beziehungsweise immer noch hell ist, dauert der helle Teil des Tages zumindest gefühlt einige Minuten länger.
Das Wort Äquinoktium setzt sich übrigens zusammen aus den lateinischen Wörtern aequus (=gleich) und nox (=Nacht).
So wird die Tagundnachtgleiche gefeiert
Auf Bali feiern beispielsweise die Hinduisten den Frühlingsbeginn, indem sie fasten, meditieren und den ganzen Tag auf Licht und Feuer verzichten. In Kirgistan hingegen spielt man eine Art von Polo – genannt Buzkashi –, nur halt mit einer toten Ziege statt einem Ball.
Und auch die Schweiz kennt Traditionen zum Frühlingsanfang – mit der Fasnacht beispielsweise soll der Winter vertrieben und der Frühling eingeläutet werden. Das Gleiche gilt auch für das Böögg-Verbrennen am Sechseläuten auf dem gleichnamigen Platz in Zürich.
(lak/cst)
