Schweiz
Klima

Stadtzürcher Angestellte sollen weniger fliegen

Stadtzürcher Angestellte sollen weniger fliegen

05.09.2019, 15:4905.09.2019, 15:49
ZUR MOEGLICHEN EINSTELLUNG DER PRODUKTION VON AIRBUS A380 FLUGZEUGEN, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 15. JANUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Der neue Airbus A380 der Singapore Airlines star ...
Flugzeuge sollen künftig weniger von den Angestellten der Stadt Zürich genutzt werden. Bild: KEYSTONE

Die Stadt Zürich wird zwar rot-grün regiert - in Sachen Flugreisen präsentiert sich aber ein weniger klimafreundliches Bild. Die Zahl der Dienstreisen per Flugzeug ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

962 Flugreisen absolvierten städtische Angestellte und Behördenmitglieder im vergangenen Jahr. Vier Jahre zuvor waren es noch knapp 100 Flüge weniger. Von den rund 960 Flugreisen waren die meisten Europa-Flüge. Registriert wurden aber auch 83 Interkontinental-Reisen.

Dies geht aus einer Stadtratsantwort auf eine GLP-Anfrage hervor, die am Donnerstag publiziert wurde. Zufrieden ist der Stadtrat mit der Situation nicht. Er werde sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Ziel sei es, wo betrieblich möglich die Flugreisen zu reduzieren.

Betriebsbesichtigungen, Kongresse

Der Stadtrat listet mehrere Fälle auf, in denen die städtischen Angestellten das Flugzeug als Transportmittel wählten: Etwa Besichtigungen von Produktionsanlagen im Ausland, internationale Kongresse oder Ausbildungen. Eine solche fand etwa in Amsterdam statt. Dort übten die Feuerwehrleute des Flughafens die Brandbekämpfung in Grossraumflugzeugen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Klimademo der Jungen (und auch der Alten)
1 / 19
Klimademo der Jungen (und auch der Alten)
In 13 Schweizer Städten haben am Samstag neben Tausenden Schülerinnen und Schülern auch ihre Eltern, Grosseltern und andere Sympathisanten für einen besseren Klimaschutz und die Ausrufung des Klima-Notstands demonstriert.
quelle: epa/keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Was uns das Flugpersonal EIGENTLICH sagen will
Video: watson
Bund hält 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurück – die Sonntagsnews
Der Bund hat wegen eines Missbrauchsskandals 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Zudem schliesst Lindt-Präsident Ernst Tanner einen Rücktritt vorerst aus. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der Bund hat laut der «NZZ am Sonntag» wegen eines Missbrauchsskandals in Tschad eine Zahlung von 1,25 Millionen Franken an Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Das Hilfswerk habe die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) nicht rechtzeitig über das Ausmass der sexuellen Ausbeutung geflüchteter Frauen und Mädchen durch eigene Mitarbeiter informiert. Eine interne Untersuchung habe 59 Vorwürfe ergeben und zur Entlassung von 18 Mitarbeitern geführt. Sechs davon seien bei der Schweizer Sektion angestellt gewesen. Obwohl die Deza bereits im November 2024 erste Hinweise erhalten habe, sei ihr das volle Ausmass erst durch Medienberichte im Juni 2026 bekannt geworden. Ärzte ohne Grenzen habe damit laut dem Aussendepartement seine vertragliche Meldepflicht verletzt. Die NGO räume ein, die Erkenntnisse nicht früh genug offengelegt zu haben. Der Bund prüfe weitere Sanktionen und eine externe Untersuchung. Ab 2027 würden zudem die Meldepflichten für sämtliche Schweizer NGO-Partner verschärft.
Zur Story