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Wasserstand des Lac de Joux fällt auf aussergewöhnliches Tief

Une vue du niveau du lac de Joux anormalement bas avec des bateaux echoues sur le rivage le vendredi 2 octobre 2026 vers Le Pont a la Vallee de Joux. Les cours d'eau souffrent de la secheresse qu ...
Ein Blick auf den ungewöhnlich niedrigen Wasserstand des Lac de Joux mit am Ufer gestrandeten Booten am Freitag, dem 2. Oktober 2026, in der Nähe von Le Pont im Vallée de Joux.Bild: keystone

Wasserstand des Lac de Joux fällt auf aussergewöhnliches Tief

02.10.2026, 15:5602.10.2026, 15:56

Der Lac de Joux im Waadtländer Jura weist derzeit einen aussergewöhnlich tiefen Pegelstand auf. Am Freitagmorgen lag der Wasserspiegel bei 1002,67 Metern über Meer. Die Behörden sorgen sich um mögliche Folgen für Natur und Gewässer.

«Es ist kein Rekord, aber kein schöner Anblick. Ich habe den See selten so tief gesehen», sagte Christophe Bifrare, Gemeindepräsident von L'Abbaye, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Als sichtbarer Gradmesser diene die Pegasus-Statue in Le Pont. «Wenn sie trockene Füsse hat, wird die Lage langsam beunruhigend.»

Nach Angaben des Bundesamts für Umwelt (Bafu) lag der Wasserspiegel am Freitag um 08.00 Uhr bei 1002,67 Metern. Der Lac de Joux ist der grösste See im Juramassiv und zugleich der grösste Schweizer See auf mehr als 1000 Metern Höhe.

Der aktuelle Stand ist zwar sehr tief, liegt aber noch über dem bisherigen Tagesminimum. Dieses wurde am 27. Februar 1987 mit 1001,78 Metern gemessen. Der höchste Tageswert seit Beginn der systematischen Messungen 1982 wurde im Januar 1990 mit 1005,28 Metern verzeichnet. Im Durchschnitt liegt der Wasserspiegel auf rund 1004 Metern.

Ausflugsschiff fährt nicht mehr

Ein weiteres Absinken wäre laut Bifrare problematisch für Natur, Tierwelt, umliegende Fliessgewässer und Grundwasser. Ohne Niederschläge sinke der Pegelstand durch Verdunstung durchschnittlich um rund 1,5 Zentimeter pro Tag. Abgesehen von einer Regenperiode im August habe in den vergangenen drei Monaten Trockenheit geherrscht.

Der tiefe Wasserstand hat bereits Folgen. Das historische Ausflugsschiff «Caprice II» mit 40 Plätzen hat seine Rundfahrten vor einer Woche eingestellt. Auch der Energieversorger Romande Energie nutzt laut Bifrare seit einigen Wochen kein Wasser mehr aus dem See. (sda)

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