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Klima

SRF-Arena: Klimajugend sagt Teilnahme wegen Roger Köppel ab

Klimaaktivisten sitzen angekettet auf dem Bundesplatz, waehrend der Aktionswoche Rise up for Change auf dem Bundesplatz, am Dienstag, 22. September 2020, in Bern. Die Klimabewegung kuendigt weitere Ak ...
Wollen nicht mit Roger Köppel sprechen: Klimajugend auf dem Bundesplatz. Bild: keystone

Weil Roger Köppel gegen Greta Thunberg hetze: Klimajugend will nicht in die SRF-Arena

Die Bewegung, die den Bundesplatz besetzte, wolle nicht mit «Klimaleugnern» sprechen. Als solchen sehen sie den SVP-Nationalrat und Weltwoche-Verleger Roger Köppel. SRF hat ihn eingeladen.
24.09.2020, 11:5324.09.2020, 14:02
Pascal Ritter / ch media

Am Freitagabend diskutieren die Gäste der SRF-Arena über die Besetzung des Bundesplatzes durch Klimaschützer. Der Titel der Sendung lautet: «Heiligt der grüne Zweck die Mittel?». Als Gäste hat Sandro Brotz Hanna Fischer eingeladen, die Sprecherin des Bündnis «Rise up for Change», das von Montag bis Mittwoch den Bundesplatz besetzt hatte.

Als weitere Gäste wurde der Grünenpräsident Balthasar Glättli und FDP-Nationalrat Beat Walti eingeladen. Ein Einladung ging auch an SVP-Nationalrat und Weltwoche-Verleger Roger Köppel.

Nun schreibt Klimastreik Schweiz auf Twitter, dass «Rise up for Change» doch nicht in die Arena komme. Das Kommunikationsteam habe einstimmig beschlossen, die Einladung von SRF-Arena nicht anzunehmen, «wenn Klimaleugner Roger Köppel ebenfalls eingeladen ist.» Nach mehreren Gesprächen mit dem Arena-Team habe man die Einladung abgelehnt.

Begründet wird die Ablehnung der Einladung damit, dass Roger Köppel und seine Zeitung «Weltwoche» «massivst gegen Klimastreikende, insbesondere Greta Thunberg hetze. «Rise up for Change» schreibt:

«Wir wurden schon als Kindersoldaten bezeichnet und mit den Kinderkreuzzügen verglichen.»

Zudem leugne oder relativiere Köppel «je nach Situation» die Existenz des menschengemachten Klimawandels. Dieser wissenschaftliche Konsens dürfe aber nicht zur Debatte stehen.

Das Bündnis aus verschiedenen Umweltorganisationen schreibt zudem:

«Rise Up for Change spricht sehr gerne auch mit Menschen, welche unterschiedliche Ansichten haben. Diese müssen aber klar auf einer wissenschaftlichen Basis stattfinden.»

Wenn dies nicht gegeben sei, sehe das Bündnis ein Gespräch als nicht fördernd für die Lösung der Klimakrise und des öffentlichen Diskurses an.

Auch Roger Köppel äusserte sich mittlerweile zur Absage der Klimajugend. Er bezeichnet die Bundesplatzbesetzer als «Klima-Rechtsbrecher», die nun «abschleichen» würden. Köppel weiter: «Sie wollen sich keiner ernsthaften Diskussion stellen. Sie dulden keinen Widerspruch. Diktatur des Guten? Nein, danke!»

Sandro Brotz bedauert den Entscheid von #RiseUpForChange auf Twitter. Die Diskussion wird unabhängig davon stattfinden, so der «Arena»-Moderator. Mittlerweile hat SRF offenbar Ersatz gefunden. Auf Twitter schreibt die Juso-Chefin Ronja Jansen, sie habe sich für eine Teilnahme an der Diskussionssendung entschieden. Sie schreibt: «Mit Klimaleugner-Köppel fehlt die gemeinsame Diskussionsbasis um vorwärts zu kommen. Trotzdem habe ich mich für eine Teilnahme entschieden, weil wir solchen gefährlichen Menschen Paroli bieten müssen.»

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