DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das sind die Gründe, warum sich Nachbarn in der Schweiz streiten

29.07.2020, 10:4729.07.2020, 11:37
Ärger in Schweizer Haushalten: Meistens ist es der Lärm.
Ärger in Schweizer Haushalten: Meistens ist es der Lärm.Bild: Shutterstock

In der Schweiz dreht sich die Hälfte aller Auseinandersetzungen unter Nachbarn um den Lärm. An zweiter Stelle steht auf der Ärgerskala die gemeinsame Waschküche. Westschweizer und Tessiner ärgern sich dabei leicht mehr über ihre Nachbarn.

Was nervt dich an deinem Nachbarn?

Gesamtschweizerisch zeigt es sich, dass die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer mit ihren Nachbarn bereits einmal wegen des Lärms stritten, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Immobilienportals Homegate.ch ergab.

Konflikte gab es sowohl im Umgang mit Nachbarn als auch in den eigenen oder gemieteten vier Wänden. Die Deutschschweizer nämlich haben öfter Stunk im gleichen Haushalt als mit Nachbarn. 38 Prozent der Befragten hatten interne Konflikte wegen Schmutz, gefolgt vom Nicht-Aufräumen und Lärm.

Lärmtoleranz im Tessin

Weniger interne Zwiste fechten demnach die Befragten in der Westschweiz und im Tessin aus. Sie nannten an erster Stelle der Ärgernisse im Wohnumfeld die Nachbarn. Gesamtschweizerisch nervte sich jeder zweite insbesondere über laute Nachbarn.

Den Tessinern ist Lärm nicht so wichtig.
Den Tessinern ist Lärm nicht so wichtig.Bild: KEYSTONE

Das war in der Deutsch- und Westschweiz ausgeprägter. Für 51 Prozent der Befragten dort hat die Wohnung ein Hort der Ruhe zu sein. Toleranter zeigten sich Tessinerinnen und Tessiner: Nur 32 Prozent hatten Lautstärkenprobleme.

Die Waschküche

Bei einem Fünftel der Befragten gab es auch unterschiedliche Auffassungen über die Benutzung einer gemeinschaftlichen Waschküche. Dieser Nachbarschaftsärger lag hinter dem Lärm landesweit an zweiter Stelle. Hauptgrund war in allen Landesteilen das mangelhafte Putzen.

Endlich sagt mal jemand, wie's ist: Waschen in der Schweiz ist sch*****

Video: watson

Auf der zweiten und dritten Stelle der Skala zeigten sich regionale Unterschiede. So nannten die Befragten in der Deutschschweiz und im Tessin als zweithäufigstes Ärgernis liegengelassene Wäsche. In der Romandie war es ein nicht eingehaltener Waschplan. Das kommt in der Deutschschweiz auf Rang drei der Waschküchenprobleme, während in der Westschweiz überzogene Wäschezeit und im Tessin defekte Geräte diesen Platz belegen.

In der Deutschschweiz sind die Waschtermine am häufigsten mittels eines Plans mit Eintragungspflicht geregelt. In der Westschweiz gelten fixe Zeiten und im Tessin spricht man sich mündlich ab.

Dreck und Nachbars Haustier

Der drittgrösste Stein des Anstosses in der Nachbarschaft war mit 15 Prozent der Nennungen Dreck, dicht gefolgt von den Haustieren. Unordnung, verstellte Treppenhäuser oder Grundstückgrenzen, das Grillieren und die Bepflanzung sind in absteigender Intensität die weiteren Gründe für Streit mit den Nachbarn.

Auch im Büro unbeliebt: Darum mag der Chef keine Hunde

Video: watson/nico franzoni, maurice thiriet

Für die Umfrage wurden 1821 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren in den drei Landesteilen online befragt. Die Resultate sind gewichtet und gemäss Homegate repräsentativ. Homegate gehört zum Medienkonzern TX. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

15 Nachbarn, die ihre Wut mit aggressiven Zetteln ausdrücken

1 / 17
15 Nachbarn, die ihre Wut mit aggressiven Zetteln ausdrücken
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

9 Nachbars-Typen, die du hoffentlich NICHT hast

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Nationalbank braucht ein neues Gesicht – wieso das nicht einfach werden wird
Fritz Zurbrügg will sich im Juli vorzeitig pensionieren lassen. Mit der Nachfolgeregelung kommt auch die Frage nach der Zukunft des Präsidenten Thomas Jordan auf den Tisch.

Die Schweizerische Nationalbank braucht ein neues Gesicht. Mit Fritz Zurbrügg geht das älteste Mitglied des Direktoriums Ende Juli 2022 in Pension. Der Berner ist zwar erst 61 und hätte noch lange weitermachen können, zumal der Bundesrat das dreiköpfige SNB-Leitungsgremium unter dem Vorsitz von Thomas Jordan erst im November des vergangenen Jahres für eine neue sechsjährige Amtsperiode wiedergewählt hatte. Doch der frühere Direktor der Finanzverwaltung entschied sich für die vorzeitige Pensionierung.

Zur Story