Schweiz
Luftfahrt

IT-Ausfall Flughafen Zürich nervt Passagiere: «Wird heute nichts mehr»

Rund 100 Flüge annulliert: Flug-Reisende in Zürich ärgern sich über den IT-Ausfall. Video: watson/Kilian Marti, Michael Shepherd

«Heute wird es nichts mehr» – Flug-Reisende genervt über IT-Ausfälle am Flughafen Zürich

Wegen eines weltweiten IT-Ausfalls wurden am Flughafen Zürich rund 100 Flüge annulliert, während der Euroairport in Basel kaum betroffen ist. Dass sie nun ihre Flüge umbuchen müssen, ärgert viele Reisende.
19.07.2024, 17:0319.07.2024, 17:35

Der globale IT-Ausfall am Freitag hat den Flughafen Zürich eine Zeit lang praktisch lahmgelegt. Rund 100 Flüge seien in der Folge annulliert worden, sagt Mediensprecherin Manuela Staub vor Ort zu watson. Und das mitten in der Ferienzeit.

Am Flughafen Zürich herrschte deshalb gestresste Stimmung. Diverse Passagiere mussten wieder nach Hause reisen. «Wir wären eigentlich nach Oslo geflogen, doch jetzt sieht es so aus, als könnten wir erst am Montag unsere Ferien antreten», sagte eine Frau zu watson. Andere hatten mehr Glück: Zwei Schwestern haben eine befreundete Flight-Attendant, die ihnen in letzter Minute ein Alternativflug anbieten konnte. Mehr dazu im Video.

Video: watson/Kilian Marti, Michael Shepherd

Überprüfung des Updates unklar

Der IT-Ausfall hatte Auswirkungen auf diverse Unternehmen am Flughafen. «Nicht nur Bodenverkehrsdienstleister, sondern auch Flugsicherungen, Flughäfen und etliche Fluggesellschaften sind vom weltweiten IT-Ausfall betroffen. Wir arbeiten eng mit unseren IT-Anwendungspartnern zusammen und haben bereits begonnen, die betroffene Infrastruktur zu aktualisieren und neu hochzufahren», schreibt die Medienstelle von Swissport auf eine Anfrage von watson. Zurzeit arbeite man manuell mit Backup-Systemen oder Behelfslösungen.

Swissport nutzt selbst die Software von Crowdstrike, die wegen eines fehlerhaften Updates die weltweiten IT-Probleme ausgelöst hat. Auf die Frage, ob Swissport das Update vor der Installation überprüft habe, schreibt die Medienstelle: «Vorerst geht es darum, die Geschäftskontinuität und die Erbringung unserer Dienstleistungen sicherzustellen, bevor wir uns solchen Fragen widmen.»

Alle Fragen bezüglich wirtschaftlichen Schadens, Haftbarkeit und Anzahl der weltweit betroffenen Passagiere könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das sagen Fluggäste in Zürich
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Schätzung: Hitzesommer 2026 war in Europa tödlichster bisher
Der Hitzesommer 2026 kostete nach Schätzung britischer Wissenschaftler in europäischen Städten etwa 50'000 Menschen das Leben – mehr als je zuvor.
Zur Story