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Beinahe-Kollision zwischen Drohne und Airliner über Basel wird erst jetzt bekannt



Beim Flughafen Basel-Mühlhausen ist es im Sommer zu einer Fastkollision eines Easyjet-Flugzeugs mit einer Drohne gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) fordert in ihrem summarischen Bericht nun Massnahmen, um die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte zu verbessern.

ZU DEN ZAHLEN DES EUROAIRPORTS BASEL-MUELHAUSEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Flugzeug der Fluggessellschaft Easy Jet auf dem Rollfeld des Flughafens Basel-Mulhouse-Freiburg am Dienstag, 9. April 2013. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein Easyjet-Flugzeug wäre im Sommer beinahe mit einer Drohne kollidiert. Bild: KEYSTONE

Der «schwere Vorfall» hatte sich am 14. Juli 2016 während eines durch das Instrumentenladensystem (ILS) stabilisierten Anflugs auf die Piste 33 des Basler Flughafens ereignet, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht heisst. Die weisse Drohne mit roten Lichtern kreuzte den Flugweg über der Stadt Basel in einer vertikalen Distanz von rund 10 Metern.

Nach dessen Sichtung in der Nähe des Stadions Schützenmatte sei der Flugbesatzung keine Zeit verblieben, dem sich nur langsam oder gar nicht bewegenden Objekt auszuweichen. Der Kommandant meldete die Fastkollision dem Platzverkehrsleiter des Flughafens Basel.

Zweiter Vorfall im März

Wie die SUST in ihrem Bericht weiter schreibt, war es am Flughafen Basel-Mühlhausen bereits am 10. März 2016 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein Linienflugzeug flog im Endanflug auf die Piste 15 nur knapp an einer Drohne vorbei.

Seit 2014 haben gemäss SUST die gemeldeten Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten in der Schweiz deutlich zugenommen. Waren es zwischen 2010 und 2013 rund fünf Ereignisse pro Jahr, stieg die Zahl der Vorfälle 2014 auf 15. Im Jahr 2015 gab es 22 gemeldete Ereignissen.

2016 waren bis Ende August 28 Vorfälle registriert. Fast die Hälfte davon wurden als «schwere Vorfälle» eingestuft. Gemäss Schätzungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) werden in der Schweiz rund 20'000 Drohnen für den privaten und kommerziellen Einsatz betrieben.

Kollision «nur eine Frage der Zeit»

Weil unbemannte Fluggeräte mehrheitlich nur visuell und nicht anhand von Kollisionswarngeräten erfasst werden, sei eine Kollision mit einem Verkehrsflugzeug in geringen Flughöhen «nur noch eine Frage der Zeit», heisst es im Bericht weiter. Wegen ihrer Dimension könnten vor allem Multikopter einen beträchtlichen Schaden an einem Triebwerk anrichten oder einen Brand auslösen.

Die SUST fordert in ihrem Bericht daher die schnelle Umsetzung vom zielführenden Massnahmen. Aus Sicht der Flugsicherheit würden dazu insbesondere Massnahmen zählen, welche die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte sowohl für direkt Betroffenen als auch für Drittpersonen wie etwa die Flugsicherung ermöglichen. International werde etwa eine Transponderpflicht diskutiert.

(sda)

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