Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zahlreiche Erdstösse schrecken Menschen im Wallis auf



Am Dienstagabend hat im Wallis die Erde gebebt. Dies, nachdem es in der Nacht zum Dienstag und am Morgen bereits sieben leichte Erdbeben gab. Die Erdstösse waren auch noch im Berner Oberland spürbar. Dutzende Menschen wurden aufgeweckt, Schäden gab es bislang keine.

Der Schweizer Erdbebendienst (SED) hat die Erschütterung vom Dienstagabend etwa 8 Kilometer südöstlich vom Sanetschpass registriert, wie der automatischen Alarmmitteilung der ETH vom Dienstagabend zu entnehmen ist. Demnach ereignete sich das Erdbeben um 20.51 Uhr mit einer Stärke von etwa 3.2 auf der Richterskala.

Damit dürfte das Erdbeben gemäss der Mitteilung in der Nähe des Epizentrums deutlich zu spüren gewesen sein. Die Angaben wurden gemäss Mitteilung automatisch berechnet und sind noch nicht von Seismologen überprüft worden.

Zwei der Erdbeben in der Nacht auf Dienstag haben sich im Zentralwallis um 1.54 und 4.36 Uhr ereignet. Beide erreichten eine Magnitude von 3.3 auf der Richterskala und haben vor allem zwischen Sitten und Siders viele Menschen aufgeweckt, wie SED mitteilte.

Die Epizentren befanden nördlich von Sitten in Richtung des Wildhorns in den westlichen Berner Alpen und unweit des Sanetschpasses, der den Kanton Bern mit dem Wallis verbindet. Die Erdstösse wiederholten sich in regelmässigen Abständen bis weit in den Morgen hinein.

Zwei von ihnen wurden um 6.55 respektive 7.00 Uhr in der Nähe des Arpelistocks registriert, einem weiteren Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Bern. Diese zwei Beben hatten Stärken zwischen 2.5 und 2.9 auf der Richterskala.

Über 50 Nachbeben

Um 8.18 Uhr erschütterte ein weiteres Beben der Stärke 3.0 die Region Wildhorn. Ein neuerlicher Erdstoss der Stärke 2.7 folgte um 8.47 Uhr in der Nähe von Anzère VS. Das letzte Beben mit der gleichen Stärke wurde um 9.54 Uhr in Richtung Arpelistock registriert. Zwischen den verschiedenen Beben zeichnete der SED bisher über 50 Nachbeben auf, von denen einzelne ebenfalls spürbar waren.

Dass es gleich zu mehreren Beben gekommen sei, sei nicht aussergewöhnlich, sagte SED-Seismologe Philipp Kästli auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Erdbebendienst spricht auf seiner Homepage auch von «Schwarmbeben». In der Regel nehme die seismische Aktivität nach einigen Tagen wieder ab. Trotzdem könne es mit einer Wahrscheinlichkeit von fünf bis zehn Prozent in den nächsten Tagen auch zu einem stärkeren Erdbeben kommen.

Beim Schweizerischen Erdbebendienst gingen in der Nacht über hundert Meldungen von Menschen ein, welche die Erdstösse bemerkten, vor allem aus Sitten, aber auch aus dem Berner Oberland. Menschen berichteten auch dem Seismologischen Zentrum Europa-Mittelmeer (EMSC), sie seien von der Erschütterung aufgewacht.

Keine Schäden gemeldet

Bei der Walliser Kantonspolizei gingen zunächst keine Hinweise auf Schäden ein, wie Sprecher Mathias Volken auf Anfrage sagte. Lediglich ein, zwei Personen hätten bei der Kantonspolizei angerufen und die Beben gemeldet. Es seien keine speziellen Massnahmen getroffen worden, die Lage werde aber weiterhin beobachtet.

Bereits in der Nacht auf Montag war in Teilen der Schweiz ein Erdbeben spürbar gewesen. Dieses ereignete sich im deutschen Albstadt gut 50 Kilometer nordöstlich von Schaffhausen und hatte eine Stärke von 3.9.

Region mit höchster Gefährdung

In der Schweiz kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. Für das laufende Jahr zählte der SED bisher gut 1200 Erdstösse. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa zehn bis zwanzig Beben mit Magnituden ab etwa 2.5.

Insgesamt liegt die Erdbebengefährdung der Schweiz im europäischen Vergleich auf mittlerem Niveau. Starke Erdbeben bis zu einer Magnitude 7 sind möglich, aber deutlich seltener als in hoch gefährdeten Gebieten wie Italien oder der Türkei.

Das Wallis ist die Region mit der höchsten Gefährdung, gefolgt von Basel, Graubünden, dem St. Galler Rheintal, der Zentralschweiz und der übrigen Schweiz. (sda)

Die schwersten Erdbeben seit 1900

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

139
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

139
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Militia 05.11.2019 23:58
    Highlight Highlight Hoffen wir, das es also mit 90-95% in den nächsten Tagen wieder ruhiger wird und der grosse Knall ausbleibt. Statistisch gesehen wäre es noch ein paar Jahrzehnte hin bis zum nächsten grossen Beben...
  • Trajane 05.11.2019 23:40
    Highlight Highlight Ist bekannt, in welcher Tiefe das Hypozentrum der Beben liegt? Ich kann auf der Seite des SED nichts finden..
  • SJ_California 05.11.2019 23:05
    Highlight Highlight Bei einem Erdbeben mit einer Magnitude von unter 3 die Polizei anrufen?!?

«Es ist alarmierend» – Insektensterben in der Schweiz ist viel schlimmer als angenommen

Der Insektenschwund hat dramatische Auswirkungen. Das ganze natürliche Gleichgewicht gerät durcheinander. Das bekommt auch der Mensch zu spüren.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie zeigt erstmals das ganze Ausmass des Insektenschwunds für Deutschland und die Schweiz auf. Die Erkenntnisse sind alarmierend: In den vergangenen zehn Jahren wurde ein Rückgang der Artenvielfalt von 30 Prozent festgestellt.

Markus Fischer von der Uni Bern war an der Forschung beteiligt und hat uns die Studienerkenntnisse erläutert. Er sagt, warum die Studie so bahnbrechend ist, was die Ursachen für den Schwund sind und was jetzt zu tun ist.

Herr Fischer, …

Artikel lesen
Link zum Artikel