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Seit 1933 auf dem Boden des Bodensees: Bergung der «DS Säntis» bewilligt

Seit 91 Jahren auf dem Boden des Bodensees: Bergung der «DS Säntis» bewilligt

05.02.2024, 18:0505.02.2024, 18:05

Das 1933 im Bodensee versenkte Passagierschiff «DS Säntis» soll im März geborgen werden. Nun liege dafür die Bewilligung der Thurgauer Behörden vor, teilte der dafür verantwortliche Schiffsbergeverein am Montag mit.

Menschen geniessen das Wetter, waehrend ein Schiff der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt ablegt, zum Start der Hauptsaison, am Donnerstag, 18. Mai 2023, in Arbon. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Die «Säntis» war im Mai 1933 nicht mehr fahrtauglich und im Bodensee versenkt worden. (Symbolbild)Bild: keystone

Weil der Grenzverlauf im Bodensee nicht geregelt sei, befinde sich die Umgebung des Wracks in einem rechtlichen Graubereich und könne als «staatsfreies Gebiet» betrachtet werden, heisst es in der Mitteilung des Schifffsbergevereins aus Romanshorn TG.

Die Notwendigkeit eines Konzessionsverfahrens auf «hoher See» sei deshalb unklar. Dennoch sei beschlossen worden, einen Antrag für die Bergung einzureichen. Dafür habe es eine umfassende Analyse gegeben, bei der mehr als 60 potenzielle Gefahren und Risiken identifiziert wurden. Der Bergungsplan umfasse «einen ganzen Bundesordner».

Unter anderem sei nachgewiesen worden, dass der Seegrund rund um das Wrack frei von Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen sei. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass die Entlüftungsleitungen der vier Treibstofftanks damals vollständig geöffnet wurden. Deshalb seien die Tanks mit Wasser gefüllt und es finde ein ständiger Austausch mit Seewasser statt.

Befristete Bewilligung

Das Thurgauer Departement für Bau und Umwelt habe für die geplante Bergung auch Anrainer am Bodensee wie Baden-Württemberg, Bayern oder Vorarlberg konsultiert, erklärte Silvan Paganini, Präsident des Schiffsbergevereins, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die nun erteilte Bewilligung sei befristet und laufe im April bereits wieder ab. Die Arbeiten sind nun in der Zeit zwischen dem 18. und dem 31. März geplant. Die Mittel dafür wurden mit einem Crowdfunding gesammelt.

Die «Säntis» wurde im Mai 1933 versenkt, weil sie nicht mehr fahrtauglich war. Sie liegt in der Seemitte zwischen Romanshorn und Langenargen D. Eine Verschrottung wurde damals als zu teuer verworfen. Das 48 Meter lange Schiff war seit 1892 auf dem Bodensee unterwegs und konnte 400 Passagiere befördern. Nach der Bergung soll es ausgestellt werden. (dab/sda)

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